Das Internet sicherer machen!

Brad Smith auf der RSA-Konferenz 2017

31. März 2017

Unsere Daten in den Netzen sind in Gefahr durch (kriminelle) Hacker(gruppen) und durch staatliche Überwachungsmaßnahmen von Geheimdiensten. Sie können abgeschöpft und in vielfältiger Weise missbraucht werden. Gefährdet sind dabei nicht nur die persönlichen Daten, sondern auch Steuerungsdaten in den Infrastrukturnetzwerken, im Internet der Dinge. Es gab Einbrüche auch in Hochsicherheitsnetzwerke und personenbezogene Daten wurden millionenfach entwendet.
In der Europäischen Union gelten vergleichsweise hohe Sicherheitsstandards, höher als in den USA. Alle Daten, die wir in die Netzwerke der großen US-Internetkonzerne (Amazon, Apple, Facebook, Google, Microsoft, Yahoo…) eingeben, werden in den USA gespeichert oder unterliegen zumindest US-amerikanischer Gesetzgebung. Deshalb musste das Safe-Harbor-Abkommen mit den USA, das den Datentransfer in die USA regelte, nachgebessert werden. Auch das neue EU-US-Privacy-Shield wurde von Datenschützern gleich als unzureichend charakterisiert. Und seit der Amtsübernahme von Donald Trump in den USA haben die Sicherheitsbedenken weiter zugenommen.
Während allgemein große Ratlosigkeit herrscht, geht der US-IT-Riese Microsoft in die Offensive. Anfang des Jahres wurde die Microsoft Cloud Deutschland gestartet. Das Besondere daran: Alle Daten werden in sicheren Rechenzentren in Deutschland und mit Datentreuhänderschaft durch die deutsche Telekom-Tochter T-Systems gespeichert. Dadurch soll verhindert werden, dass US-Behörden per Gerichtsbeschluss doch noch Zugriffsrechte auf die Daten erzwingen könnten.

Microsoft war – wie mehrere andere große US-Internetkonzerne – durch die Snowden-Enthüllungen des PRISM-Programms Mitte 2013 in Verruf gekommen, den US-Geheimdiensten Zugang zu personenbezogenen Daten der Nutzer zu geben. Jetzt legt sich der Konzern auch mit der US-Justiz an und Microsofts Präsident und Chefjurist Brad Smith startete weltweit eine Initiative, die unsere Daten und unser Leben sicherer machen soll:

Um die Bürger im digitalen Zeitalter zu schützen, müssen wir über die Aufgaben der Nationalstaaten hinausschauen.

Süddeutsche.de zitiert Brad Smith:

Wir gehen nicht davon aus, dass diese Welt sicherer wird, wenn Regierungen in unsere Netzwerke eindringen…
Seit September 2015 hat sich die Zahl der Angriffe, die wir aus China sehen, signifikant reduziert, sagt er. Im September 2015 beschlossen USA und China, auf Wirtschaftsspionage zu verzichten. Ein freiwilliger Verzicht, der sich tatsächlich messen lasse: Weniger Firmengeheimnisse werden gestohlen, Diplomatie wirke und schütze die Wirtschaft, weltweit.

ZEIT ONLINE stellt heraus:

Seit einigen Wochen ist Smith in diplomatischer Mission unterwegs: beim Weltwirtschaftsgipfel in Davos, auf der IT-Sicherheitskonferenz RSA in San Francisco und nun auch auf einer Veranstaltung der Princeton-Universität in Berlin. Sein Ziel ist es, das Internet sicherer zu machen – nach dem Vorbild dreier herausragender zivilisatorischer Errungenschaften der vergangenen Jahrzehnte.
Smith wirbt erstens für eine Digitale Genfer Konvention, in der sich Staaten verpflichten sollen, wenigstens in Friedenszeiten keine zivilen Einrichtungen und Personen zu hacken und IT-Sicherheitslücken offenzulegen, statt sie zu horten oder gar zu verkaufen.
Zweitens schlägt er vor, das Äquivalent zur Internationalen Atomenergie-Organisation IAEA zu bilden. Sicherheitsexperten aus Politik, Unternehmen, Wissenschaft und Zivilgesellschaft sollen mutmaßlich staatlich gesteuerte Hackingangriffe gemeinsam untersuchen und – sofern sie Belege haben – die Täter öffentlich nennen und damit unter Druck setzen.
Drittens will Smith innerhalb der Technikbranche eine Art Rotes Kreuz für die Erste Hilfe nach Hackingangriffen gründen. Eine Organisation, deren Mitglieder ihr Wissen über Sicherheitslücken austauschen, die Attacken gemeinsam abwehren und sich verpflichten, keinem Staat bei Angriffen zu helfen.

Microsoft Deutschland – Pressemitteilung | Süddeutsche.de | ZEIT ONLINE | WinFuture.de | YouTube

Klage wegen Überwachung am Internetknoten DE-CIX

Zentrale des BND in Berlin

16. September 2016

Es bestehen große Zweifel, ob die sogenannte strategische Fernmeldeaufklärung des Bundesnachrichtendienstes (BND) nach dem G10-Gesetz rechtens ist. Der BND wird jetzt vor dem Bundesverwaltungsgericht in Leipzig verklagt, um die Rechtmäßigkeit der praktisch durchgeführten Massenüberwachung prüfen zu lassen.
Eingereicht hat die Klageschrift die DE-CIX Management GmbH, die das Telekommunikationsgeheimnis ihrer Kunden verletzt sieht. Der weltweit größte Netzknoten für Telekommunikationsdaten des DE-CIX in Frankfurt/Main hat im letzten Jahr sein zwanzigjähriges Bestehen gefeiert, dort wird ein erheblicher Teil der europäischen Kommunikation abgewickelt. Alle großen Telekommunikationsanbieter sind dort Kunden, etwa zwei Drittel sind aus Deutschland und der EU. Das macht ihn zu einem attraktiven Ziel für Geheimdienste: DE-CIX erhält Überwachungsanordnungen des BND und muss sie technisch umsetzen.
Dass Kabel angezapft werden, um Daten aus dem In- und Ausland an die BND-Zentrale zu liefern, ist kein Geheimnis mehr. Fast zweihundert Länder, inklusive verbündeter Staaten, umfasst das Interessengebiet des BND. Wie weit das aber legal ist und in welcher Form, ist umstritten…
Der ehemalige Präsident des Bundesverfassungsgerichts, Prof. Dr. Hans-Jürgen Papier, hat in einer gutachterlichen Stellungnahme die Rechtmäßigkeit der Anordnungen zur strategischen Fernmeldeaufklärung untersucht. In dem Gutachten sind neben den gesetzlichen Grundlagen und dem Verfassungsrecht auch Fragen in Bezug auf die Charta der Grundrechte der EU angesprochen. DE-CIX sieht sich durch das Gutachten bestätigt und verweist für die heutige Einreichung der Klage auf „gewichtige Zweifel“, dass die derzeitige Überwachungspraxis rechtmäßig ist…
Hans-Jürgen Papier bezieht dazu in seinem Gutachten für das Telekommunikationsgeheimnis nach Artikel 10 eine klare Position:
Nach heute weit überwiegender Rechtsauffassung in der Literatur kommt gerade dem Grundrecht aus Art. 10 I GG keine auf das Territorium der Bundesrepublik Deutschland begrenzte Schutzwirkung zu.
Das bedeutet, dass das Telekommunikationsgeheimnis auch dann greift, wenn der BND ausländische Telekommunikation von im Ausland lebenden Menschen mitschneidet… (Auszug aus netzpolitik.org CC by-nc-sa)

netzpolitik.org | ZEIT ONLINE

UN: Internetzensur ist eine Menschenrechtsverletzung

Human Right Council - 32nd Session
Bild: UN Geneva

1. Juli 2016

Edward Snowden twittert:

Gute Nachrichten heute: @UN Menschenrechtsrat bekräftigt Online-Rechte, verurteilt das Stören oder Abschalten des Internets.

Die Entschließung zum Thema "Förderung, Schutz und Genuss der Menschenrechte im Internet" ist die gemeinsame Initiative von Brasilien, Nigeria, Schweden, Tunesien, der Türkei und den Vereinigten Staaten von Amerika.
Sie bekräftigt, dass "die gleichen Rechte, die Menschen offline haben, auch online geschützt werden müssen".

Der UN Menschenrechtsrat verurteilt "offensichtliche Maßnahmen die darauf abzielen, einen Zugang zum Internet zu verhindern oder die Verbreitung von Information online zu stören". Dies sei eindeutig eine Menschenrechtsverletzung.

Article 19 | derStandard.at

Newsfeeds aus der digitalen Welt

Hier wird der originale Newsfeed von ZEIT ONLINE "Alles digital" eingespielt (mit freundlicher Genehmigung von ZEIT ONLINE).
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Digital: Alles digital

Internet, Schönes wie Kritisches zur Netzkultur und ganz viel zum Spielen.

Immer wieder werden junge Menschen auf Instagram Opfer von Erpressung. Beim Senden und Empfangen von Nacktbildern sollen deswegen künftig Warnhinweise erscheinen.
Author: ZEIT ONLINE: Digital - Jona Spreter, David Rech
Posted: 11.4.2024 15:05
Recherchen von ZEIT ONLINE zeigten, dass in Rheinland-Pfalz Software mit gravierenden Lücken angeschafft wurde. Nun räumte der zuständige Minister die Vorwürfe ein.
Author: ZEIT ONLINE: Datenschutz - Eva Wolfangel
Posted: 11.4.2024 14:58
Recherchen von ZEIT ONLINE zeigten, dass in Rheinland-Pfalz Software mit gravierenden Lücken angeschafft wurde. Nun räumte der zuständige Minister die Vorwürfe ein.
Author: ZEIT ONLINE: Datenschutz - Eva Wolfangel
Posted: 11.4.2024 14:58
Recherchen von ZEIT ONLINE zeigten, dass in Rheinland-Pfalz Software mit gravierenden Lücken angeschafft wurde. Nun räumte der zuständige Minister die Vorwürfe ein.
Author: ZEIT ONLINE: Datenschutz - Eva Wolfangel
Posted: 11.4.2024 14:58
Kara Swisher ist die wohl wichtigste Reporterin des Silicon Valley. Lange verteidigte sie Elon Musk. Nun spricht sie über Tech-Wunderkinder, die zu Vollidioten wurden.
Author: ZEIT ONLINE: Internet - Lisa Hegemann
Posted: 11.4.2024 13:10
Kara Swisher ist die wohl wichtigste Reporterin des Silicon Valley. Lange verteidigte sie Elon Musk. Nun spricht sie über Tech-Wunderkinder, die zu Vollidioten wurden.
Author: ZEIT ONLINE: Internet - Lisa Hegemann
Posted: 11.4.2024 13:10
Kara Swisher ist die wohl wichtigste Reporterin des Silicon Valley. Lange verteidigte sie Elon Musk. Nun spricht sie über Tech-Wunderkinder, die zu Vollidioten wurden.
Author: ZEIT ONLINE: Internet - Lisa Hegemann
Posted: 11.4.2024 13:10
Kara Swisher ist die wohl wichtigste Reporterin des Silicon Valley. Lange verteidigte sie Elon Musk. Nun spricht sie über Tech-Wunderkinder, die zu Vollidioten wurden.
Author: ZEIT ONLINE: Internet - Lisa Hegemann
Posted: 11.4.2024 13:10
Die Ampel einigt sich auf einen Kompromiss zur Speicherung von Kommunikationsdaten. Eine taugliche Alternative zur Vorratsdatenspeicherung? Die wichtigsten Fragen
Author: ZEIT ONLINE: Digital - Meike Laaff
Posted: 10.4.2024 18:51
Schon wieder eine gute Videospielverfilmung? Die Serie "Fallout" zeigt eine radioaktive Zukunft, die aussieht wie die Fünfziger – und ist lustiger als "The Last of Us".
Author: ZEIT ONLINE: Games - Henrik Oerding
Posted: 10.4.2024 13:10
Auf TikTok funktioniert längst nicht nur AfD-Populismus. Auch Politiker anderer Parteien sind erfolgreich – mit Inhalten. Und dem richtigen Gespür für den ersten Satz.
Author: ZEIT ONLINE: Internet - Meike Laaff
Posted: 10.4.2024 06:37
Auf TikTok funktioniert längst nicht nur AfD-Populismus. Auch Politiker anderer Parteien sind erfolgreich – mit Inhalten. Und dem richtigen Gespür für den ersten Satz.
Author: ZEIT ONLINE: Internet - Meike Laaff
Posted: 10.4.2024 06:37
Auf TikTok funktioniert längst nicht nur AfD-Populismus. Auch Politiker anderer Parteien sind erfolgreich – mit Inhalten. Und dem richtigen Gespür für den ersten Satz.
Author: ZEIT ONLINE: Internet - Meike Laaff
Posted: 10.4.2024 06:37
Auf TikTok funktioniert längst nicht nur AfD-Populismus. Auch Politiker anderer Parteien sind erfolgreich – mit Inhalten. Und dem richtigen Gespür für den ersten Satz.
Author: ZEIT ONLINE: Internet - Meike Laaff
Posted: 10.4.2024 06:37
Jonathan Nolan wurde mit "Interstellar" und "Westworld" bekannt. Nun startet seine Serie zum Spiel "Fallout". Nolan war selbst Gamer – wie sein Bruder Christopher.
Author: ZEIT ONLINE: Games - Henrik Oerding
Posted: 9.4.2024 13:04

Newsfeeds zur Netzpolitik und Netzwerkkultur

Hier werden originale Newsfeeds von SPIEGEL ONLINE und netzpolitik.org zu verschiedenen Aspekten der Netzpolitik und Netzwerkkultur eingespielt (mit freundlicher Genehmigung von SPIEGEL ONLINE und netzpolitik.org).

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DER SPIEGEL - Netzwelt

Deutschlands führende Nachrichtenseite. Alles Wichtige aus Politik, Wirtschaft, Sport, Kultur, Wissenschaft, Technik und mehr.

Elektronischer Personalausweis: PIN kann nicht online zurückgesetzt werden

Der elektronische Personalausweis gilt als Schlüssel zur Digitalisierung der Verwaltung. Doch vielen Deutschen fehlt der für den Onlineeinsatz nötige Code. Die Lösung ist komplizierter als erhofft.
Veröffentlicht: 11.4.2024 09:10

Glasfaser-Internet: Bundesnetzagentur gesteht Telekom weniger Miete für Leerrohre zu als beantragt

Die Telekom muss Glasfaser-Wettbewerber in ihre verlegten Rohre lassen, damit Straßen nicht erneut aufgerissen werden müssen. Die Bundesnetzagentur ist mit den geforderten Preisen aber nicht einverstanden.
Veröffentlicht: 10.4.2024 10:51

Israel nutzt angeblich KI-System für Bombardements im Gazakrieg

Ein KI-System namens Lavender soll Israel angeblich helfen, Palästinenser mit Verbindungen zur Hamas zu identifizieren. Geheimdienstler machen drastische Aussagen zum Einsatz, das Militär widerspricht.
Veröffentlicht: 4.4.2024 09:56

Billie Eilish, Pearl Jam, Katy Perry: Stars wollen KI-Musikgeneratoren stoppen

Mehr als 200 Musikerinnen und Bands protestieren gegen die Ausbeutung ihrer Werke durch Techkonzerne. Künstliche Intelligenz dürfe kreativ arbeitende Menschen nicht ersetzen.
Veröffentlicht: 3.4.2024 08:57

Microsoft: Regierungskommission wirft Nachlässigkeit bei chinesischem Hackerangriff vor

Mutmaßlich chinesische Hacker hatten 2023 Microsofts E-Mail-Server angegriffen und auf Nachrichten des US-Außenministeriums zugegriffen. Der Konzern und seine Führung müssen sich deshalb schwere Vorwürfe anhören.
Veröffentlicht: 3.4.2024 08:25

Google-Pop-up: Warum sollen Nutzer Dienste verknüpfen?

»Einige Google-Dienste sind nicht verknüpft«: Im Browser und auf dem Smartphone taucht derzeit bei vielen Nutzern eine rätselhafte Nachricht von Google auf. Was es damit auf sich hat und wie man sich verhalten sollte.
Veröffentlicht: 28.3.2024 05:57

Russland: Wie eine niederländische Firma Russland mit Gesichtserkennung hilft

Das Regime in Moskau verhaftet regelmäßig Protestierende, die es mithilfe von Gesichtserkennungssoftware identifiziert. Trainiert werden die Programme von einer niederländischen Firma, die wohl eine Sanktionslücke ausnutzt.
Veröffentlicht: 27.3.2024 05:00

Apple, Google und Facebook: EU-Kommission eröffnet Untersuchung wegen Marktmissbrauchs

Die großen Digitalkonzerne haben ihre Angebote an die neue europäische Gesetzeslage angepasst. Der EU-Kommission gehen ihre Lösungen aber nicht weit genug.
Veröffentlicht: 25.3.2024 11:27

Maximilian Krah: TikTok schränkt Reichweite von AfD-Politiker deutlich ein

Maximilian Krah hat über TikTok zeitweise ein Millionenpublikum erreicht. Weil der AfD-Spitzenkandidat für die Europawahl unter anderem gegen Flüchtlinge gehetzt haben soll, zieht das Unternehmen Konsequenzen.
Veröffentlicht: 19.3.2024 14:00

Nvidia präsentiert angeblich »leistungsstärksten Chip der Welt«

Nvidia-Chef Jensen Huang will den Motor für »eine neue industrielle Revolution« entwickelt haben. Mit der neuen »Blackwell«-Technologie sollen künstliche Intelligenzen effizienter trainiert werden können.
Veröffentlicht: 19.3.2024 02:24

Wahlkampf in den USA: Die große Angst vor den KI-Fakes

Wird künstliche Intelligenz die US-Wahl beeinflussen? Auf einer Konferenz in Texas treffen Vertreter der Techkonzerne auf alarmierte Forscherinnen – und streiten über den richtigen Umgang mit der Technik.
Veröffentlicht: 18.3.2024 07:34

Künstliche Intelligenz: EU-Parlament stimmt für umfassendes KI-Gesetz

Navis, automatische Übersetzungen oder die Gesichtserkennung am Handy: Künstliche Intelligenz ist Teil des täglichen Lebens. Ein »historisches« EU-Regelwerk soll den Umgang nun sicherer machen.
Veröffentlicht: 13.3.2024 11:44

Meta, Google, Tiktok: Tech-Konzerne wollen im Superwahljahr 2024 mit KI gegen Lügen vorgehen

Falsche Politikerstimmen, manipulierte Bilder, staatliche Hetzer im Netz: Vor den Wahlen in Europa und den USA rüsten die großen Techkonzerne gegen Lügenkampagnen aus China oder Russland auf. Doch was ist ihre Verteidigung wert?
Veröffentlicht: 13.3.2024 09:19

Bundesnetzagentur ordnet erstmals Internetversorgung eines Haushalts an

Ein Internetanschluss ist für viele Bürger ein Muss. Doch mancherorts ist der entweder langsam oder teuer. Nun wurde zum ersten Mal ein Anbieter verpflichtet, einen Haushalt mit einer bezahlbaren Verbindung zu versorgen.
Veröffentlicht: 11.3.2024 14:09

Apple: »Fortnite« kehrt auf iPhones zurück

Apple hatte die Entwickler des beliebten Spiels »Fortnite« daran hindern wollen, einen eigenen App-Store einzurichten. Nun knickt der Konzern ein – nachdem sich die EU-Kommission eingeschaltet hatte.
Veröffentlicht: 9.3.2024 01:59

Donald Trump spricht sich gegen TikTok-Verbot aus

Einst wollte der ehemalige US-Präsident selbst TikTok verbannen, nun opponiert er gegen ein ähnliches Gesetz, das im Kongress auch bei Republikanern Zustimmung findet. Über die Gründe wird gerätselt.
Veröffentlicht: 8.3.2024 10:42

TikTok ruft US-Nutzer zu Protest gegen drohendes Verbot auf

Die Telefone vieler US-Abgeordneter stehen nicht mehr still: TikTok hat ihre Nummern in der App hinterlegt und appelliert an US-Nutzer, gegen einen geplanten Gesetzentwurf zu protestieren.
Veröffentlicht: 8.3.2024 01:52

Pornhub, Xvideos und Stripchat verklagen die EU wegen strengerer Auflagen durch DSA

Die EU stuft drei Pornoplattformen als Dienste mit monatlich mindestens 45 Millionen Nutzern ein. Daraus ergeben sich weitreichende Verpflichtungen. Pornhub und Xvideos bestreiten nun, »sehr große Onlineplattformen« zu sein.
Veröffentlicht: 7.3.2024 16:57

EuGH-Urteil zu Online-Werbung: »Der Todesstoß für die Tracking-basierte Werbeindustrie«

Die Kläger jubeln, die Werbebranche wiegelt ab: EU-Richter haben eine Werbeorganisation für den Handel mit persönlichen Daten mitverantwortlich gemacht. Was bedeutet das für die Branche?
Veröffentlicht: 7.3.2024 15:28

TikTok: Politiker haben Bedenken, und nutzen die chinesische Plattform trotzdem

Karl Lauterbach will TikTok nutzen, US-Präsident Joe Biden ist schon da. Einerseits umarmt die Politik also die Plattform, andererseits verlangt das Weiße Haus nun, dass die chinesischen Betreiber ihre App verkaufen.
Veröffentlicht: 7.3.2024 11:34

netzpolitik.org

Wir thematisieren die wichtigen Fragestellungen rund um Internet, Gesellschaft und Politik und zeigen Wege auf, wie man sich auch selbst mit Hilfe des Netzes für digitale Freiheiten und Offenheit engagieren kann. Mit netzpolitik.org beschreiben wir, wie die Politik das Internet durch Regulierung verändert und wie das Netz Politik, Öffentlichkeiten und alles andere verändert.

Schild mit Aufschrift: "Attention. Don't throw coin in to the holy pond. Very dangerous."
Sehr gefährlich! Auf keinen Fall machen! – Gemeinfrei-ähnlich freigegeben durch unsplash.com Odd Fellow
Immer mehr Geld für sogenannte Künstliche Intelligenz, ohne Rücksicht auf die Konsequenzen. Dazu absurdes Marketing mit Warnungen vor Gefahren. Das ist kein Spiel, das betrifft uns am Ende alle.
Author: Bianca Kastl
Posted: 14.4.2024 05:55
Die 15. Kalenderwoche geht zu Ende. Wir haben 23 neue Texte mit insgesamt 154.122 Zeichen veröffentlicht. Willkommen zum netzpolitischen Wochenrückblick.
Author: Markus Reuter
Posted: 12.4.2024 16:32
Blau-rosa-weiße Trans-Flagge vor dem Bundestag
Demonstrant:innen versammeln sich vor dem Reichstagsgebäude, während drinnen über das Selbstbestimmungsgesetz abgestimmt wird. – Alle Rechte vorbehalten IMAGO
Das Selbstbestimmungsgesetz soll es für trans, inter und nicht-binäre Menschen einfacher machen, Namen und Geschlechtseintrag zu ändern. Die Ampel löst damit ein Versprechen ein. Und doch steckt der Text voller Misstrauen und Angst.
Author: Chris Köver
Posted: 12.4.2024 14:47
Belgische Innenministerin Annelies Verlinden
Belgische Innenministerin Annelies Verlinden beim Rat für Justiz und Inneres. CC-BY 2.0 Belgische EU-Ratspräsidentschaft
Die EU-Staaten haben "diametral gegensätzliche Positionen" bei der Chatkontrolle, eine Einigung ist weiterhin nicht in Sicht. Das geht aus internen Verhandlungs-Dokumenten hervor, die wir veröffentlichen. Die Bundesregierung will ihre Position aktualisieren, aber auch diese Verhandlungen ziehen sich.
Author: Andre Meister
Posted: 12.4.2024 13:44
Markus Söder hält eine Bezahlkarte in die Kamera
Markus Söder darf sie präsentieren, aber nutzen muss er sie nicht: die Bezahlkarte in Bayern. – Alle Rechte vorbehalten IMAGO / Bihlmayerfotografie
Der Bundestag hat dem Gesetz zu Bezahlkarten zugestimmt. Sowohl die Regelungen als auch die Karten für Asylsuchende selbst wurden im Vorfeld viel kritisiert. Denn sie machen es denen noch schwerer, die sowieso schon wenig haben.
Author: Anna Biselli
Posted: 12.4.2024 09:51
Klaus Müller, Chef der Bundesnetzagentur.
Will sich angesichts der komplexen Gemengelage beim Überbau noch nicht endgültig festlegen: Bundesnetzagentur-Chef Klaus Müller. – Alle Rechte vorbehalten IMAGO / Funke Foto Services
Ein Zwischenbericht der Bundesnetzagentur soll Klarheit darüber schaffen, ob die Telekom Deutschland ihre Marktmacht missbraucht und strategisch die Glasfasernetze ihrer Konkurrenz überbaut. Eine belastbare wettbewerbliche Bewertung liefert die Bestandsaufnahme aber ausdrücklich nicht.
Author: Tomas Rudl
Posted: 11.4.2024 15:57
Ein Bildschirm zeigt die Website von Sci-Hub, umgeben von den Logos der Internet-Provider Telekom, Vodafone, 1&1, Telefónica
Die großen Provider haben die Empfehlung für eine Netzsperre umgesetzt. – Screenshot: Sci-Hub / Monitor: Pixabay / Logos: Vodafone, Telekom, 1&1, Telefónica; Montage: netzpolitik.org
Millionen wissenschaftliche Aufsätze sind auf Sci-Hub ohne Bezahlschranke verfügbar. Der Verlagsbranche ist die Seite deshalb ein Dorn im Auge. Die "Clearingstelle Urheberrecht im Internet" hat jüngst eine Netzsperre empfohlen. Fachleute warnen vor Overblocking.
Author: Sebastian Meineck
Posted: 11.4.2024 14:12
Menschen mit Protestschildern, auf einem steht "Free Julian Assange Now"
Protest für die Freilassung von Julian Assange in London am 10. April. – Alle Rechte vorbehalten MAGO / Joao Daniel Pereira
Die Auslieferung von Julian Assange an die USA scheint möglicherweise doch noch abwendbar. Die Andeutungen des US-Präsidenten geben Anlass zur Hoffnung für den kranken und inhaftierten Wikileaks-Aktivisten.
Author: Markus Reuter
Posted: 11.4.2024 09:19
Schwarz-weiß-Aufnahme einer Glasscheibe mit vielen Rissen
Wohnungseinbrüche sind mittlerweile seltener geworden. Aber ihre Aufklärung scheitert häufig immer noch. – Gemeinfrei-ähnlich freigegeben durch unsplash.com Salah Ait Mohktar
Die Union will, dass Strafverfolgungsbehörden bei Einbrüchen in Wohnungen weiter Kommunikation auch mit Staatstrojanern überwachen können, sogar wenn es um Einzeltäter geht. Ihr Gesetzentwurf dazu wird heute wohl abgelehnt, doch das Justizministerium plant bereits eine eigene Verlängerung.
Author: Anna Biselli
Posted: 11.4.2024 08:22
Hand hält Schild "Selbstbestimmung jetzt"
Protestschild beim Berliner CSD – Alle Rechte vorbehalten Imago / Eva-Maria Pollich
Am Freitag soll der Bundestag über das Selbstbestimmungsgesetz entscheiden. Dass Änderungen von Namen und Geschlecht automatisch an bis zu zehn Behörden gemeldet werden sollen, ist gestrichen. Aber die Datenweitergabe könnte nur aufgeschoben sein und an anderer Stelle wieder auftauchen.
Author: Chris Köver
Posted: 11.4.2024 07:10
An extremely close up of patch cable over black Copyright: xTitoxWongx/xDesignxPicsx , 31238997 PUBLICATIONxINxGERxSUIxAUTxONLY Copyright: TitoxWongx/xDesignxPics 31238997
Drei Millionen Menschen sind hierzulande dauerhaft offline, – Alle Rechte vorbehalten IMAGO / Design Pics
Drei Millionen Menschen sind hierzulande dauerhaft offline. Sie sind damit doppelt benachteiligt: Denn erstens sind "Offliner*innen" meist auch im Analogen weniger privilegiert. Und zweitens gibt es mehr und mehr Service-Angebote nur noch im digitalen Raum. Doch auch für alle anderen bietet die Zwangsdigitalisierung nicht nur Vorteile.
Author: Anne Roth
Posted: 10.4.2024 15:54
Marco Buschmann und Nancy Faeser.
Haben offenbar bei der Einigung nicht geredet: Justizminister Buschmann und Innenministerin Faeser. (Archivbild) – Alle Rechte vorbehalten IMAGO / dts Nachrichtenagentur
Offenbar an Innenministerin Nancy Faeser vorbei hat sich die Ampel auf die Einführung des Quick-Freeze-Verfahrens geeinigt, das als Alternative zur Vorratsdatenspeicherung gilt. Doch auch dieses Verfahren bietet Schlupflöcher für größere Überwachungen - zudem bleibt eine Leiche als möglicher Zombie im Keller.
Author: Tomas Rudl
Posted: 10.4.2024 12:46
Weiße Container, daneben Stacheldrahtzaun
Das „Closed Controlled Access Center“ auf Samos: finanziert von der EU. – Alle Rechte vorbehalten IMAGO / Nik Oiko
Wie weit darf die EU bei der Überwachung von Asylsuchenden an ihren Grenzen gehen? Griechenland testet das in neuen Lagern auf den Ägäischen Inseln. Nun hat die griechische Datenschutzbehörde dafür eine Strafe verhängt. Bürgerrechtler:innen hoffen auf eine Entscheidung mit Signalwirkung.
Author: Chris Köver
Posted: 10.4.2024 11:27
Verpixelte Frau
Was echt ist, wird immer schwieriger zu erkennen. – Screenshot Sophie Skye / Twitter
Angeblich virtuelle Influencer:innen wollen Menschen mit sexy Videos auf Bezahlseiten locken. Virtuell ist aber offenbar nur das Gesicht, wie die Recherche eines US-Mediums zeigt – die Grundlage sind reale Aufnahmen von Models, die einem solchen Gesichtertausch nicht zugestimmt haben.
Author: Markus Reuter
Posted: 10.4.2024 09:15
Wiewiórowski steht neben einer Glaswand, in der er sich spiegelt.
Der Europäische Datenschutzbeauftragte hat viele Themen zu bearbeiten. – Alle Rechte vorbehalten EDPS
Wojciech Wiewiórowski kontrolliert, dass die Institutionen der EU sich an den Datenschutz halten. Er hat nun seinen Jahresbericht für 2023 veröffentlicht, der klare Schwerpunkte zeigt.
Author: Maximilian Henning
Posted: 10.4.2024 07:52
Drei Personen halten einen Ausdruck mit einer Handschelle in die Kamera.
Holger Münch, Nancy Faeser und Michael Stübgen. (von links nach rechts) – Alle Rechte vorbehalten IMAGO / Metodi Popow
Mehr Kriminalität von Menschen ohne deutschen Pass weist die Polizeiliche Kriminalstatistik aus. Doch während die Innenminister:innen bei der Vorstellung des Berichts erwartbare Hardliner-Floskeln klopfen, überrascht der Chef des Bundeskriminalamts mit Einordnungen und Kontext. Ein Kommentar.
Author: Markus Reuter
Posted: 9.4.2024 14:55
So manche Proteste des Vorjahres fielen unter anderem mit Demokratiedefiziten auf. (Symbolbild) – Alle Rechte vorbehalten IMAGO / Bihlmayerfotografie
Obwohl die Gewalt gegen Journalist:innen in Deutschland in 2023 zurückgegangen ist, liegt die Zahl der Übergriffe immer noch weit über jener vor der Corona-Pandemie. Das konstatiert ein neuer Bericht von Reporter ohne Grenzen. Die Gefahr kommt meist von rechts, betroffen war auch netzpolitik.org.
Author: Tomas Rudl
Posted: 9.4.2024 14:24
Einkaufswägen in drei Reihen
Bezahlkarte statt Bargeld: Damit kommt man nicht überall weiter. – Gemeinfrei-ähnlich freigegeben durch unsplash.com Unsplash / Marksus Spiske
Der Deutsche Anwaltverein schaltet sich in die Diskussion um Bezahlkarten ein: Das Existenzminimum sei nicht mehr sicher, wenn Bundesländer selbst etwa entscheiden könnten, wie viel Bargeld mit den Karten abgehoben werden kann. Das könnte zu einer Welle an Klagen führen.
Author: Chris Köver
Posted: 9.4.2024 13:36
Ein Mensch geht an einem zerstörten Gebäude im südlichen Gazastreifen vorbei
„Lavender“ soll im Gazastreifen automatisiert zehntausende Ziele ausgewählt haben – Alle Rechte vorbehalten IMAGO / Xinhua
Die israelische Armee soll im Gaza-Krieg sogenannte künstliche Intelligenz einsetzen, um Hamas-Ziele zu identifizieren. Die israelischen Streitkräfte widersprechen entsprechenden Medienberichten. Dessen ungeachtet fordert Thomas Küchenmeister von der Internationalen Kampagne zum Verbot der Killerroboter, autonome Waffensysteme weltweit strenger zu regulieren.
Author: Nora Nemitz
Posted: 9.4.2024 13:01
Ein Stapel gefalteter Zeitungen
Andere Medien haben auch schöne Texte! – Alle Rechte vorbehalten IMAGO / Zoonar
Ab heute haben wir einen Nachrichten-Ticker auf der Startseite. Damit wollen wir euch noch besser auf dem Laufenden halten, euch an unserem täglichen Monitoring teilhaben und einen Grundgedanken des Internets aufleben lassen.
Author: netzpolitik.org
Posted: 9.4.2024 12:02
Zu sehen ist eine Ansammlung vieler Menschen. Zwei Personen im Vordergrund sind von hinten abgebildet und halten je ein Smartphone in die Höhe, mit dem sie das Geschehen aufzeichnen.
Digitale Medien gewinnen an Einfluss – auch im Kontext von Protest und politischer Teilhabe. CC-BY-SA 2.0 Osvaldo Gago
Eine aktuelle Studie des Weizenbaum-Instituts beleuchtet, wie sich die politische Teilhabe hierzulande entwickelt. Im Fokus steht auch das Thema Künstliche Intelligenz – und wie die Menschen diese nutzen und bewerten.
Author: Lea Binsfeld
Posted: 9.4.2024 09:51
Foto zeigt den Gürtel und Taschen eines chinesischen Polizisten
Etwa die Hälfte der Auslandsreporter:innen berichtet, dass ihre Arbeit durch die Polizei eingeschränkt wurde. – Alle Rechte vorbehalten IMAGO / Pond5 Images
Die Spielräume für Berichterstattung werden auch für die ausländische Presse in China immer enger. In einer Umfrage beklagen drei Viertel der Auslandskorrespondent:innen im Land Schikanen und Behinderungen ihrer Berichterstattung.
Author: Markus Reuter
Posted: 8.4.2024 15:59
Ein Zettel mit Fingerabdrücken von zwei Händen, im Hintergrund ein Computer-Monitor
Seit der Vorstellung von Eurodac ist das Fingerabdrucksystem immer wieder erweitert worden. – Alle Rechte vorbehalten IMAGO/Belga
Die anstehende Eurodac-Reform ist viel mehr als reine technische Anpassung des Fingerabdruck-Systems. Sie können im Kontext des "Neuen Migrationspakts" der EU die Gewalt gegen Menschen auf der Flucht massiv verschärfen.
Author: Gastbeitrag
Posted: 8.4.2024 12:09
Melanie Bartos
Melanie Bartos verantwortet das Projekt zur Etablierung einer Mastodon-Instanz und Fediverse-Präsenz an der Universität Innsbruck – Alle Rechte vorbehalten Alena Klinger
Seit Kurzem ermöglicht die Universität Innsbruck sämtlichen ihrer 5.000 Beschäftigten die Nutzung ihrer selbstbetriebenen Mastodon-Instanz - einfach per Login mit dem Uni-Account. Wie es zu dieser Initiative kam und ob die Instanz auch für Studierende geöffnet wird, erklärt Projektleiterin Melanie Bartos.
Author: Leonhard Dobusch
Posted: 8.4.2024 07:51
Eine Landstraße, die durch den Wald führt.
Widmung? Eher was für Straßen als für Daten. – Gemeinfrei-ähnlich freigegeben durch unsplash.com John Towner
Die EU empfiehlt öffentlichen Stellen die Verwendung der international akzeptierten Creative-Commons-Lizenzen. Trotzdem lehnen einige deutsche Behörden diese Lizenzen bis heute ab. Ein neues Gutachten hat die typischen Vorbehalte analysiert und stellt fest: In der Praxis spielen sie allesamt keine Rolle.
Author: Stefan Kaufmann
Posted: 7.4.2024 06:11

Newsfeed zum Schwerpunkt Datensicherheit (Security)

News zum Thema Computer-Sicherheit | heise Security

heise Security

News und Hintergrund-Informationen zur IT-Sicherheit

In einem Kinderwunschzentrum in Bielefeld hat es einen Ransomware-Vorfall gegeben, in Frankreich wurden die Server von fünf Gemeinden lahmgelegt.
Author: Marie-Claire Koch
Posted: 12.4.2024 12:22
Am Dienstag hat das BKA einen Online-Marktplatz abgeschaltet, auf dem Dienste zur Umgehung von Virenschutz angeboten wurden.
Author: Dirk Knop
Posted: 12.4.2024 12:19
Das BSI warnt vor einer kritischen Sicherheitslücke in Firewalls von Palo Alto Networks. Sie wird bereits attackiert. Angreifer erhalten root-Zugriff.
Author: Dirk Knop
Posted: 12.4.2024 10:31
Wichtige Patches schließen mehrere Schwachstellen in Junos OS, die Firewalls, Router und Switches verwundbar machen.
Author: Dennis Schirrmacher
Posted: 12.4.2024 09:06
Ob die Lücke in den jüngsten Kernelversionen behoben ist, ist selbst Sicherheitsexperten unklar. Auch um die Urheberschaft gibt es Streit.
Author: Dr. Christopher Kunz
Posted: 12.4.2024 06:00
Teil des kostenpflichtigen Google-Abos Google One ist auch ein VPN-Dienst. Den stellt der US-Konzern nun ein, das Interesse sei einfach nicht dagewesen.
Author: Martin Holland
Posted: 12.4.2024 05:17
Zunächst schienen nur einige D-Link-Speichersysteme angreifbar, nun gibt der Hersteller zu: Das war nicht alles. Die CISA warnt, sie werden angegriffen.
Author: Dr. Christopher Kunz
Posted: 12.4.2024 04:36
Viel Arbeit haben IT-Admins ziviler US-Behörden. Es geht um Schadensbegrenzung nach dem russischen Einbruch bei Microsoft. Dieser läuft weiter.
Author: Daniel AJ Sokolov
Posted: 11.4.2024 22:01
Der Malware-Dealer Intellexa stellt Spähsoftware vor, die Handys rein über Werbebanner infiziert.​ Ohne Klick.
Author: Stefan Krempl
Posted: 11.4.2024 19:31
IT-Sicherheitsforscher haben eine Malware-Kampagne mit gefälschten Metro-Rechnungen entdeckt, die auf deutsche Unternehmen zielt.
Author: Dirk Knop
Posted: 11.4.2024 13:24
Der Entdecker des weit offenstehenden Datenspeichers voller interner Microsoft-Informationen verriet heise Security weitere Details – Redmond ist schmallippig.
Author: Dr. Christopher Kunz
Posted: 11.4.2024 11:46
Zwei TP-Link-WLAN-Access-Points sind unter anderem für DoS-Attacken anfällig. Sicherheitsupdates sind verfügbar.
Author: Dennis Schirrmacher
Posted: 11.4.2024 11:13
Die Eintages-Konferenz von heise Security hilft Security-Verantwortlichen dabei, ihre IT sicher zu halten. Nur noch kurze Zeit gibt es vergünstigte Tickets.
Author: Jürgen Schmidt
Posted: 11.4.2024 10:00
Die Warnhinweise schickte Apple offenbar an Nutzer in über 90 Ländern. Von dem Verweis auf "staatlich geförderte Angriffe" ist das Unternehmen abgerückt.
Author: Leo Becker
Posted: 11.4.2024 08:20
Analysieren Sie aktuelle Angriffstechniken, um die Wirksamkeit Ihrer Schutzmaßnahmen und die Verletzlichkeit Ihrer IT einzuschätzen. (Last Call)
Author: Ilona Krause
Posted: 11.4.2024 08:00

Schlachtfeld Internet

12. Januar 2015

Das Internet ist das System, das in Zukunft die Macht von Staaten, Institutionen oder auch Unternehmen massiv bestimmen wird. Deutschland ist Angriffsmittelpunkt, ist aber auf solche Attacken nicht ausreichend vorbereitet. Digital sind wir schon lange im Krieg. Staatliche Organisationen greifen gezielt unsere Wirtschaft an, stehlen Informationen. Geheimdienste durchsuchen permanent das gesamte Internet, um Schwachstellen für potentielle Angriffe zu finden.
Edward Snowden enthüllt den streng geheimen Haushaltsplan der US-Geheimdienste, das sog. Black Budget:
Die NSA will jederzeit Zugriff auf Systeme anderer Länder haben… Ziel ist eine lückenlose Kontrolle über das gesamte Internet.
„Ausbau der Übernahme von Systemsteuerungen, um Informationen und technische Daten zu erhalten unter anderem über Öl- und Gasleitungen und Transportsysteme sowie Systemsteuerungen von Elektrizitätswerken.“

„Operation Eikonal“ (3)

8. Oktober 2014

Christian Flisek, der Obmann der SPD im NSA-Untersuchungsausschuss, erklärte in einem Pressegespräch, dass nicht der BND, sondern die NSA selbst die Datenweiterleitung von "Operation Eikonal" beendet habe. Dies gehe aus streng geheimen Akten hervor, die dem NSA-Untersuchungsausschuss vorliegen. Flisek bestätigte, dass die sogenannte G10-Kommission, die für die parlamentarische Kontrolle von Abhöraktionen nach dem G10-Gesetz zuständig ist, nicht über die Kooperation informiert worden sei.
Es gibt zum Teil "abwegige Rechtsauffassungen" beim BND. "Das bestärkt uns auch als SPD darin, dass wir hier an den Rechtsgrundlagen entsprechend arbeiten müssen", sagte Flisek.
Die Abgeordneten im NSA-Untersuchungsausschuss sind an strenge Geheimhaltungsvorschriften gebunden. Der Vorsitzende des Ausschusses, Sensburg (CDU), will den Vorgang prüfen…

öffentliche Meinung manipulieren…

15. Juli 2014

Der britische Geheimdienst GCHQ ist noch skrupelloser als die US-amerikanische NSA. Er überwacht nicht nur das Internet, er will die öffentliche Meinung manipulieren. Eine Einheit des britischen Geheimdienstes, die Joint Threat Research Intelligence Group (JTRIG), listet in einem streng geheimen Katalog stolz ihre Fähigkeiten auf.
Der Geheimdienst kann mit eigenen Programmen Inhalte im Internet beeinflussen. So besitze die Organisation die Fähigkeiten, Online-Abstimmungen und Klickzahlen zu manipulieren, das Netz mit Propaganda zu fluten, Rufmordkampagnen, Realitätsverzerrung zu inszenieren sowie Inhalte auf Videoplattformen zu zensieren.

Fragen an Experten auf der Netzkonferenz EuroDIG – Jan Malinowski

Fragen an Experten auf der Netzkonferenz EuroDIG: Jan Malinowski leitet die Abteilung für die Informationsgesellschaft und Internet Governance beim Europarat in Straßburg.

Das Internet hat als Zusammenarbeit begonnen, als freier Raum für alle, als Vermächtnis an die Menschheit, weil es zu groß war, um jemand Speziellem zu gehören. Meiner Meinung stammt das größte Risiko aus dem aktuellen Trend, das zu ignorieren und Teile dieses Raums zu kolonisieren oder zu übernehmen, um sie ganz allein auszubeuten, zum Beispiel durch übermäßige Behauptung von Urheberrechten, durch Einschränkungen des Rechts zu schöpfen und zu erfinden, die zu Patentkriegen führen, durch die Ausbeutung von Big Data oder indem das Internet als Gelegenheit genutzt wird, einen totalen Überwachungsstaat zu errichten. All das bedroht das Wesen des Internets, seine Universalität, Integrität und Offenheit im Rahmen der Menschenrechte, ob es um die Redefreiheit oder die Privatsphäre online geht.

Quelle: Fragen an Experten auf der Netzkonferenz EuroDIG – Jan Malinowski leitet die Abteilung für die Informationsgesellschaft und Internet Governance beim Europarat in Straßburg.

Rechte jedes Bürgers wurden verletzt

Glenn Greenwald / Laura Poitras

27. Mai 2014

Der „Stern“ hat ein E-Mail-Interview mit Edward Snowden geführt.
Die digitalen Spuren, sagt Snowden, verrieten einem guten Analysten wie ihm alles über einen Menschen:

"Wo Sie leben, wen Sie bei der nächsten Wahl wählen und auch, wen Sie lieben."

Anhand von Registrierungsdaten an Mobilfunkmasten etwa könne man fast lückenlos nachvollziehen, wie sich ein Mensch bewege und mit wem er sich treffe.

"Indem ich die Daten verbinde und analysiere, weiß ich nicht nur, wann Sie ins Bett gegangen sind – ich weiß auch mit wem."
"Um es klar zu sagen: Die verfassungsgemäßen Rechte jedes Bürgers in Deutschland wurden verletzt."

Und Snowden betont, dass die deutschen Geheimdienste mit im Boot sind!

Submarine Cable Map

The Submarine Cable Map is a free resource from TeleGeography. Data contained in this map is drawn from the Global Bandwidth Research Service and is updated on a regular basis.
Screencopy Submarine Cable Map

Datenschutz…?

Bild: CC-by-nc-sa Patrick Schulze/Flickr

3. Mai 2014

Als hätte es den NSA-Skandal nicht gegeben: Die EU will den USA jetzt ganz freiwillig Bürgerdaten liefern.
Bis zum Sommer soll ein transatlantisches "Datenschutz-Rahmenabkommen" stehen, das eine "erleichterte Übertragung von Daten" zur "Verhinderung, Aufdeckung, Ermittlung und Verfolgung von Straftaten" möglich machen soll.
Neben der massenhaften Übermittlung von Daten über unverdächtige Personen ist die Erstellung von "Profilen" vorgesehen, etwa zur automatisierten Sortierung Einreisender in die USA in "Gefahrenklassen".
Der Europäische Datenschutzbeauftragte warnt bereits länger, das Abkommen könnte "massenhafte Datenlieferungen im Bereich der Strafverfolgung legitimieren, die besonders schwerwiegende Auswirkungen auf den Einzelnen haben".