Das Internet sicherer machen!

Brad Smith auf der RSA-Konferenz 2017

31. März 2017

Unsere Daten in den Netzen sind in Gefahr durch (kriminelle) Hacker(gruppen) und durch staatliche Überwachungsmaßnahmen von Geheimdiensten. Sie können abgeschöpft und in vielfältiger Weise missbraucht werden. Gefährdet sind dabei nicht nur die persönlichen Daten, sondern auch Steuerungsdaten in den Infrastrukturnetzwerken, im Internet der Dinge. Es gab Einbrüche auch in Hochsicherheitsnetzwerke und personenbezogene Daten wurden millionenfach entwendet.
In der Europäischen Union gelten vergleichsweise hohe Sicherheitsstandards, höher als in den USA. Alle Daten, die wir in die Netzwerke der großen US-Internetkonzerne (Amazon, Apple, Facebook, Google, Microsoft, Yahoo…) eingeben, werden in den USA gespeichert oder unterliegen zumindest US-amerikanischer Gesetzgebung. Deshalb musste das Safe-Harbor-Abkommen mit den USA, das den Datentransfer in die USA regelte, nachgebessert werden. Auch das neue EU-US-Privacy-Shield wurde von Datenschützern gleich als unzureichend charakterisiert. Und seit der Amtsübernahme von Donald Trump in den USA haben die Sicherheitsbedenken weiter zugenommen.
Während allgemein große Ratlosigkeit herrscht, geht der US-IT-Riese Microsoft in die Offensive. Anfang des Jahres wurde die Microsoft Cloud Deutschland gestartet. Das Besondere daran: Alle Daten werden in sicheren Rechenzentren in Deutschland und mit Datentreuhänderschaft durch die deutsche Telekom-Tochter T-Systems gespeichert. Dadurch soll verhindert werden, dass US-Behörden per Gerichtsbeschluss doch noch Zugriffsrechte auf die Daten erzwingen könnten.

Microsoft war – wie mehrere andere große US-Internetkonzerne – durch die Snowden-Enthüllungen des PRISM-Programms Mitte 2013 in Verruf gekommen, den US-Geheimdiensten Zugang zu personenbezogenen Daten der Nutzer zu geben. Jetzt legt sich der Konzern auch mit der US-Justiz an und Microsofts Präsident und Chefjurist Brad Smith startete weltweit eine Initiative, die unsere Daten und unser Leben sicherer machen soll:

Um die Bürger im digitalen Zeitalter zu schützen, müssen wir über die Aufgaben der Nationalstaaten hinausschauen.

Süddeutsche.de zitiert Brad Smith:

Wir gehen nicht davon aus, dass diese Welt sicherer wird, wenn Regierungen in unsere Netzwerke eindringen…
Seit September 2015 hat sich die Zahl der Angriffe, die wir aus China sehen, signifikant reduziert, sagt er. Im September 2015 beschlossen USA und China, auf Wirtschaftsspionage zu verzichten. Ein freiwilliger Verzicht, der sich tatsächlich messen lasse: Weniger Firmengeheimnisse werden gestohlen, Diplomatie wirke und schütze die Wirtschaft, weltweit.

ZEIT ONLINE stellt heraus:

Seit einigen Wochen ist Smith in diplomatischer Mission unterwegs: beim Weltwirtschaftsgipfel in Davos, auf der IT-Sicherheitskonferenz RSA in San Francisco und nun auch auf einer Veranstaltung der Princeton-Universität in Berlin. Sein Ziel ist es, das Internet sicherer zu machen – nach dem Vorbild dreier herausragender zivilisatorischer Errungenschaften der vergangenen Jahrzehnte.
Smith wirbt erstens für eine Digitale Genfer Konvention, in der sich Staaten verpflichten sollen, wenigstens in Friedenszeiten keine zivilen Einrichtungen und Personen zu hacken und IT-Sicherheitslücken offenzulegen, statt sie zu horten oder gar zu verkaufen.
Zweitens schlägt er vor, das Äquivalent zur Internationalen Atomenergie-Organisation IAEA zu bilden. Sicherheitsexperten aus Politik, Unternehmen, Wissenschaft und Zivilgesellschaft sollen mutmaßlich staatlich gesteuerte Hackingangriffe gemeinsam untersuchen und – sofern sie Belege haben – die Täter öffentlich nennen und damit unter Druck setzen.
Drittens will Smith innerhalb der Technikbranche eine Art Rotes Kreuz für die Erste Hilfe nach Hackingangriffen gründen. Eine Organisation, deren Mitglieder ihr Wissen über Sicherheitslücken austauschen, die Attacken gemeinsam abwehren und sich verpflichten, keinem Staat bei Angriffen zu helfen.

Microsoft Deutschland – Pressemitteilung | Süddeutsche.de | ZEIT ONLINE | WinFuture.de | YouTube

Klage wegen Überwachung am Internetknoten DE-CIX

Zentrale des BND in Berlin

16. September 2016

Es bestehen große Zweifel, ob die sogenannte strategische Fernmeldeaufklärung des Bundesnachrichtendienstes (BND) nach dem G10-Gesetz rechtens ist. Der BND wird jetzt vor dem Bundesverwaltungsgericht in Leipzig verklagt, um die Rechtmäßigkeit der praktisch durchgeführten Massenüberwachung prüfen zu lassen.
Eingereicht hat die Klageschrift die DE-CIX Management GmbH, die das Telekommunikationsgeheimnis ihrer Kunden verletzt sieht. Der weltweit größte Netzknoten für Telekommunikationsdaten des DE-CIX in Frankfurt/Main hat im letzten Jahr sein zwanzigjähriges Bestehen gefeiert, dort wird ein erheblicher Teil der europäischen Kommunikation abgewickelt. Alle großen Telekommunikationsanbieter sind dort Kunden, etwa zwei Drittel sind aus Deutschland und der EU. Das macht ihn zu einem attraktiven Ziel für Geheimdienste: DE-CIX erhält Überwachungsanordnungen des BND und muss sie technisch umsetzen.
Dass Kabel angezapft werden, um Daten aus dem In- und Ausland an die BND-Zentrale zu liefern, ist kein Geheimnis mehr. Fast zweihundert Länder, inklusive verbündeter Staaten, umfasst das Interessengebiet des BND. Wie weit das aber legal ist und in welcher Form, ist umstritten…
Der ehemalige Präsident des Bundesverfassungsgerichts, Prof. Dr. Hans-Jürgen Papier, hat in einer gutachterlichen Stellungnahme die Rechtmäßigkeit der Anordnungen zur strategischen Fernmeldeaufklärung untersucht. In dem Gutachten sind neben den gesetzlichen Grundlagen und dem Verfassungsrecht auch Fragen in Bezug auf die Charta der Grundrechte der EU angesprochen. DE-CIX sieht sich durch das Gutachten bestätigt und verweist für die heutige Einreichung der Klage auf „gewichtige Zweifel“, dass die derzeitige Überwachungspraxis rechtmäßig ist…
Hans-Jürgen Papier bezieht dazu in seinem Gutachten für das Telekommunikationsgeheimnis nach Artikel 10 eine klare Position:
Nach heute weit überwiegender Rechtsauffassung in der Literatur kommt gerade dem Grundrecht aus Art. 10 I GG keine auf das Territorium der Bundesrepublik Deutschland begrenzte Schutzwirkung zu.
Das bedeutet, dass das Telekommunikationsgeheimnis auch dann greift, wenn der BND ausländische Telekommunikation von im Ausland lebenden Menschen mitschneidet… (Auszug aus netzpolitik.org CC by-nc-sa)

netzpolitik.org | ZEIT ONLINE

UN: Internetzensur ist eine Menschenrechtsverletzung

Human Right Council - 32nd Session
Bild: UN Geneva

1. Juli 2016

Edward Snowden twittert:

Gute Nachrichten heute: @UN Menschenrechtsrat bekräftigt Online-Rechte, verurteilt das Stören oder Abschalten des Internets.

Die Entschließung zum Thema "Förderung, Schutz und Genuss der Menschenrechte im Internet" ist die gemeinsame Initiative von Brasilien, Nigeria, Schweden, Tunesien, der Türkei und den Vereinigten Staaten von Amerika.
Sie bekräftigt, dass "die gleichen Rechte, die Menschen offline haben, auch online geschützt werden müssen".

Der UN Menschenrechtsrat verurteilt "offensichtliche Maßnahmen die darauf abzielen, einen Zugang zum Internet zu verhindern oder die Verbreitung von Information online zu stören". Dies sei eindeutig eine Menschenrechtsverletzung.

Article 19 | derStandard.at

Newsfeeds aus der digitalen Welt

Hier wird der originale Newsfeed von ZEIT ONLINE "Alles digital" eingespielt (mit freundlicher Genehmigung von ZEIT ONLINE).
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Digital: Alles digital

Internet, Schönes wie Kritisches zur Netzkultur und ganz viel zum Spielen.

Nvidia-Chef Jensen Huang feiert sich in Berlin. Seine Chips, so die Botschaft, sind überall drin, und Europa ist nicht abgehängt im KI-Wettbewerb. Aber dafür: abhängig?
Author: DIE ZEIT: Internet - Jakob von Lindern
Posted: 21.10.2026 18:32
Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik warnt vor einer schwerwiegenden Sicherheitslücke. Das Risiko wird als außerordentlich hoch eingestuft.
Author: DIE ZEIT: Digital - Kajo Roscher, Sarah Kohler
Posted: 21.10.2026 17:05
Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik warnt vor einer schwerwiegenden Sicherheitslücke. Das Risiko wird als außerordentlich hoch eingestuft.
Author: DIE ZEIT: Digital - Kajo Roscher, Sarah Kohler
Posted: 21.10.2026 17:05
Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik warnt vor einer schwerwiegenden Sicherheitslücke. Das Risiko wird als außerordentlich hoch eingestuft.
Author: DIE ZEIT: Digital - Kajo Roscher, Sarah Kohler
Posted: 21.10.2026 17:05
Nvidia-Chef Huang hat Befürchtungen über die zukünftige Rolle Europas bei KI zurückgewiesen. Er sieht Europa als zentralen wirtschaftlichen Akteur für die Technologie.
Author: DIE ZEIT: Digital - Maxim Nägele
Posted: 21.10.2026 14:00
Der einstige Chatbotpionier Character.AI ist insolvent. Auch wegen vieler Klagen gegen den Konzern nach mehreren Todesfällen von Jugendlichen. Das zeigt: Druck wirkt.
Author: DIE ZEIT: Internet - Pauline Schinkels
Posted: 20.10.2026 18:02
Eigentümer von Privathäusern haben ein Widerspruchsrecht gegen die Veröffentlichung von Aufnahmen auf Google Maps und Google Earth. Geklagt hatte ein Mann aus Frankfurt.
Author: DIE ZEIT: Digital - Marla Noss
Posted: 20.10.2026 09:43
Eigentümer von Privathäusern haben ein Widerspruchsrecht gegen die Veröffentlichung von Aufnahmen auf Google Maps und Google Earth. Geklagt hatte ein Mann aus Frankfurt.
Author: DIE ZEIT: Digital - Marla Noss
Posted: 20.10.2026 09:43
Zum Gipfel mit ausländischen Investoren kündigt der Kanzler einen KI-Deal mit dem Nvidia-Chef an. Das Treffen soll zeigen, dass etwas vorangeht im Land. Stimmt das denn?
Author: DIE ZEIT: Digital - Ruth Fend, Ileana Grabitz, Jakob von Lindern
Posted: 20.10.2026 03:56
Deutschland will mit dem US-Unternehmen Nvidia bei der Entwicklung von künstlicher Intelligenz zusammenarbeiten. Hierfür wurde nun eine Erklärung unterzeichnet.
Author: DIE ZEIT: Deutschland - Sophia Reddig
Posted: 19.10.2026 19:05
Das KI-Unternehmen Anthropic plant derzeit einen der größten Börsengänge der Geschichte. Ein Teil der Anteile soll in einen Fonds für das Gemeinwohl gehen.
Author: DIE ZEIT: Digital - Alara Yılmaz
Posted: 19.10.2026 05:59
Eine Minute, drei Sekunden: So lange dauert es, bis eine KI dieses Bild kopiert hat. Deutsche Kinderbuchverlage klagen deshalb gegen OpenAI. Ihre Chancen stehen gut.
Author: DIE ZEIT: Internet - Katrin Hörnlein
Posted: 17.10.2026 10:51
Eine Minute, drei Sekunden: So lange dauert es, bis eine KI dieses Bild kopiert hat. Deutsche Kinderbuchverlage klagen deshalb gegen OpenAI. Ihre Chancen stehen gut.
Author: DIE ZEIT: Internet - Katrin Hörnlein
Posted: 17.10.2026 10:51
Eine Minute, drei Sekunden: So lange dauert es, bis eine KI dieses Bild kopiert hat. Deutsche Kinderbuchverlage klagen deshalb gegen OpenAI. Ihre Chancen stehen gut.
Author: DIE ZEIT: Internet - Katrin Hörnlein
Posted: 17.10.2026 10:51
An der Martin-Luther-Universität in Halle haben Hacker Zugriff auf persönliche Daten und Dokumente erlangt. Betroffen von dem Angriff sind rund 51.000 Studienbewerber.
Author: DIE ZEIT: Digital - Thordis Schreiber
Posted: 16.10.2026 16:01

Newsfeeds zur Netzpolitik und Netzwerkkultur

Hier werden originale Newsfeeds von SPIEGEL ONLINE und netzpolitik.org zu verschiedenen Aspekten der Netzpolitik und Netzwerkkultur eingespielt (mit freundlicher Genehmigung von SPIEGEL ONLINE und netzpolitik.org).

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DER SPIEGEL - Netzwelt

Deutschlands führende Nachrichtenseite. Alles Wichtige aus Politik, Wirtschaft, Sport, Kultur, Wissenschaft, Technik und mehr.

Google Maps und Google Earth: Luftaufnahmen von Privatgrundstücken müssen gelöscht werden

Die Fassadenansicht seines Hauses hatte ein Frankfurter Familienvater schon auf Google Maps löschen lassen, nun klagte er auch gegen die Satellitenansicht. Bei der Entscheidung wurde das Gericht grundsätzlich.
Veröffentlicht: 20.10.2026 10:04

Donald Trump: Meta entschuldigt sich für Sperrung von »No Kings«-Instagram-Account

Während am Wochenende in den USA erneut zahlreiche Menschen gegen den US-Präsidenten demonstrierten, war der Instagram-Account der Demoveranstalter zeitweise offline. Meta gibt sich zerknirscht.
Veröffentlicht: 19.10.2026 15:32

Satelliten-Mobilfunk: Telekom fordert Starlink heraus

Europäische Provider planen, ein eigenes Satelliten-Kommunikationsnetz aufzubauen, über ein neues Konsortium. Damit will man Funklöcher schließen, aber auch einen Angriff von Elon Musk abwehren.
Veröffentlicht: 19.10.2026 13:56

Künstliche Intelligenz: Anthropic lässt erste Prüfer ins Unternehmen

Sie bekommen Firmengeräte, Büroräume und Zugang zum internen Netzwerk: Externe Prüfer können Anthropics Arbeit künftig direkt vor Ort kontrollieren. Ein dreistufiges System soll Sicherheitspannen vermeiden.
Veröffentlicht: 16.10.2026 09:53

Frankreich: BSI warnt nach Abtau-Attacke auf Kühltruhen vor Sicherheitslücken

Viele Kühlregale in französischen Supermärkten sind leer, nachdem unbekannte Angreifer die Kühltruhen auf bis zu 50 Grad aufgeheizt hatten. Die Attacken hätten wohl einfach verhindert werden können.
Veröffentlicht: 14.10.2026 08:49

Microsoft-Präsident Brad Smith hält Waschmaschinen für besser reguliert als KI

Immer mehr Experten fordern, KI stärker zu regulieren. Nun meldet sich Microsoft-Präsident Brad Smith zu Wort. Er wählt drastische Vergleiche mit Haushaltsgeräten – und Milch.
Veröffentlicht: 12.10.2026 16:27

Russland: Ukrainischer Drohnenangriff trifft Yandex-Rechenzentrum

Ukrainische Drohnen haben Russlands bekanntesten Tech- und KI-Konzern schwer getroffen. Die Attacke löste einen Brand in einem Rechenzentrum von Yandex aus.
Veröffentlicht: 8.10.2026 10:27

Digitale Gewalt: »Für uns ist das Wichtigste, dass die Taten bestraft werden«

Sexualisierte Deepfakes und voyeuristische Aufnahmen sollen künftig strafbar sein. Einen entsprechenden Gesetzentwurf hat das Kabinett beschlossen. Was Betroffene und Prominente dazu sagen.
Veröffentlicht: 7.10.2026 17:31

Sexualisierte Deepfakes und Voyeurismus: Bundeskabinett verabschiedet Gesetz gegen digitale Gewalt

Ein neues Gesetz gegen digitale Gewalt soll Betroffene besser schützen. Der Entwurf schafft gleich mehrere neue Strafvorschriften. Was künftig gelten soll und wie sich Opfer wehren können. Der Überblick.
Veröffentlicht: 7.10.2026 10:42

Vorwahlen USA in Georgia: KI legt offenbar offen, wie Bürger abgestimmt haben

Ein Forscher behauptet, er könne mithilfe von künstlicher Intelligenz nachvollziehen, wie einzelne Wähler in Georgia bei den jüngsten Vorwahlen abgestimmt haben. Der Wahlausschuss traf sich deswegen nun zu einer Dringlichkeitssitzung.
Veröffentlicht: 4.10.2026 11:32

Donald Trump: Geheimdienstdirektor Clayton wird Leiter der »Super Intelligence Force«

Ein neues Gremium soll laut »Wall Street Journal« den US-Präsidenten über Chancen und Risiken von KI informieren. Chef dieser »Super Intelligence Force« wird Geheimdienstdirektor Jay Clayton. Für den Bericht hat er 120 Tage Zeit.
Veröffentlicht: 4.10.2026 06:18

»Killsec«: 16-Jähriger soll zentrale Rolle in Ransomware-Gruppe haben

Drei Festnahmen, Durchsuchungen in mehreren Ländern: In einer internationalen Operation sind Ermittler gegen mutmaßliche Internetkriminelle vorgegangen. Die Gruppe soll vor allem in Deutschland aktiv gewesen sein.
Veröffentlicht: 2.10.2026 12:35

USA und China richten Kommunikationskanal für KI-Zwischenfälle ein

Eine Art rotes Telefon für KI-Angelegenheiten: Die USA und China wollen bei Sicherheitsvorfällen mit der Technologie künftig direkt miteinander sprechen. Uno-Generalsekretär Guterres hatte das gefordert.
Veröffentlicht: 26.9.2026 11:57

Elon Musk: US-Regierung unterstützt X im Streit mit der EU

Im Streit über eine Strafe gegen Elon Musks Plattform X erhält der Techmilliardär Unterstützung aus Washington: Die US-Regierung kündigt an, sich dem Verfahren gegen die EU anzuschließen.
Veröffentlicht: 24.9.2026 20:48

Meta sperrt Werbung für Virginia-Woolf-Theaterstück in Barcelona wegen Feminismus

»Wir lehnen Ihre Anzeige ab«: Ein Theater in Barcelona wollte auf Facebook und Instagram für eine Virginia-Woolf-Adaption werben. Metas System hielt das für unzulässig – gab allerdings Tipps, um die Regeln zu umgehen.
Veröffentlicht: 22.9.2026 06:05

Google: 403 Millionen Euro Strafe wegen unerlaubt gesammelter Ortungsdaten

Weil der Digitalkonzern unerlaubt Ortungsdaten von Android-Nutzern gesammelt haben soll, muss Google nun eine hohe Geldstrafe zahlen. Irische Datenschützer stellen weitere Strafen in Aussicht.
Veröffentlicht: 21.9.2026 10:52

Künstliche Intelligenz: USA schlagen China Meldemechanismus für KI-Notfälle vor

Das Thema KI-Sicherheit ist ein grenzübergreifendes, die USA und China nähern sich dabei an. Doch es bleibt fraglich, worauf sich die Konkurrenten im Kampf um die KI-Vormacht wirklich einigen können.
Veröffentlicht: 21.9.2026 08:22

Microsoft-Manager Brent Hecht: KI womöglich »größter Diebstahl [...] in der Geschichte der Menschheit«

Die »New York Times« wirft KI-Anbietern vor Gericht vor, ihre Systeme illegal mit Millionen von Artikeln trainiert zu haben. Bisher bestritten sie das, doch nun tauchen brisante Aussagen eines Microsoft-Managers auf.
Veröffentlicht: 18.9.2026 08:05

König Charles III. warnt vor »existenziellen Gefahren« von KI-Systemen

Die rasanten Fortschritte von Claude, ChatGPT und Co. beunruhigen das britische Staatsoberhaupt: In einer Rede forderte König Charles die Branche zur Vorsicht auf. KI könne womöglich »finstere Fähigkeiten« entwickeln.
Veröffentlicht: 17.9.2026 14:02

Social Media: EU-Kommission will Accounts für Kinder unter 13 Jahren verbieten

Mit einem neuen Gesetz sollen die Betreiber von Social-Media-Plattformen in die Pflicht genommen werden, Kinder und Jugendliche zu schützen. Erst ab 15 Jahren sollen Jugendliche einen eigenen Account bekommen.
Veröffentlicht: 16.9.2026 09:34

netzpolitik.org

Wir thematisieren die wichtigen Fragestellungen rund um Internet, Gesellschaft und Politik und zeigen Wege auf, wie man sich auch selbst mit Hilfe des Netzes für digitale Freiheiten und Offenheit engagieren kann. Mit netzpolitik.org beschreiben wir, wie die Politik das Internet durch Regulierung verändert und wie das Netz Politik, Öffentlichkeiten und alles andere verändert.

Auf dem Gesicht einer Frau liegt ein rotes Raster, das Gesichtserkennung symbolisiert.
Ein Foto kann unter Umständen bereits ausreichen, um von der Polizei per Gesichtserkennung identifiziert zu werden. (Symbolbild) – Alle Rechte vorbehalten: IMAGO / Shotshop
Als ein Polizist gegen Palästina-Aktivist:innen ermittelte, soll er auch unbeteiligte Teilnehmer:innen einer Demo per Gesichtserkennung identifiziert haben. Die Gesellschaft für Freiheitsrechte hält das für rechtswidrig: „Die Polizei ermittelt ins Blaue hinein.“
Author: Carla Rochel
Posted: 21.10.2026 15:14
Eine Domkamera an einer Wand am Kottbusser Tor
Kamera am Kottbusser Tor: Hier beginnt die automatisierte Überwachung Berlins. – CC-BY-NC-SA 4.0: netzpolitik.org
Software bewertet, wie sich die gefilmten Menschen verhalten: Diese Form der Videoüberwachung wird gerade in Berlin eingeführt. Wir klären die wichtigsten Fragen.
Author: Martin Schwarzbeck
Posted: 20.10.2026 12:19
Drei Menschen stehen hinter Mikrofonen und halten Papiere in Kameras
Graf, Eralp und Krach bei der Pressekonferenz zum Abschluss der Sondierungen. – Alle Rechte vorbehalten: IMAGO / Anadolu Agency
Neben Ideen für die Berliner Wohnungspolitik haben sich Linke, Grüne und SPD auch auf einen groben Kurs bei Polizei, Verfassungsschutz und Verwaltungsdigitalisierung geeinigt. Wichtige Fragen sind aber noch offen.
Author: Anna Biselli
Posted: 19.10.2026 07:13
Ein Hammer und Nägel.
Einmal eingehämmerte Nägel lassen sich auch wieder herausziehen. (Symbolbild) – Gemeinfrei-ähnlich freigegeben durch unsplash.com: Anne Nygard; Bearbeitung: netzpolitik.org
Europa steuert auf ein Internet mit Alterskontrollen für alle zu. Grund dafür ist der von der EU-Kommission vorgelegte Kids Act. Entstehen soll eine Infrastruktur, mit der sich die digitale Öffentlichkeit potenziell überwachen und spalten ließe. Der Weg dorthin besteht aus sechs Schritten.
Author: Sebastian Meineck
Posted: 18.10.2026 07:50
Fraktal, lila, petrol, schwarz, pink
– : Fraktal, generiert mit MandelBrowser von Tomasz Śmigielski
Die 42. Kalenderwoche geht zu Ende. Wir haben 16 neue Texte mit insgesamt 146.530 Zeichen veröffentlicht. Willkommen zum netzpolitischen Wochenrückblick.
Author: Anna Biselli
Posted: 17.10.2026 06:01
Der Bundestag, davor viele Menschen, die Regenbogenflaggen halten.
Demonstration vor dem Deutschen Bundestag im Juli 2025. – Alle Rechte vorbehalten: IMAGO / Metodi Popow
Wir alle sind im Internet unterwegs, wir klicken, liken und kommentieren – und befördern oftmals eine Dynamik der Eskalation, schreibt der Kulturwissenschaftler Simon Strick in seinem neuen Buch. Wir haben mit ihm über Faschisierung, Memes und mediale Eigendynamiken gesprochen.
Author: Daniel Leisegang
Posted: 17.10.2026 06:00
Texttafel auf gelben Grund: Wir suchen in 30 Tagen 300 Menschen
Wir treten der Faschisierung entgegen. Wir verteidigen die Grundrechte für alle und kämpfen für eine freie, offene und solidarische Gesellschaft. Das geht nur mit deiner Unterstützung.
Author: netzpolitik.org
Posted: 16.10.2026 16:48
Ein Redner im Bundestag mit rosa Krawatte und blauem Sakko.
Markus Reichel, Wallet-Berichterstatter der Unionsfraktion, warb heute im Bundestag für das Digitale Identitätengesetz. – Alle Rechte vorbehalten: bundestag.de
Wenige Funktionen, kaum Kontrolle und schwacher Datenschutz: Der Bundestag hat heute das Digitale Identitätengesetz beschlossen. In einer Schrumpfversion soll die digitale Brieftasche „d‑you“ in wenigen Wochen starten.
Author: Daniel Leisegang
Posted: 15.10.2026 15:47
Eine Fernbedienung, einen Laptop-Tastatur, ein Smartphone mit Logo von Al Jazeera.
Al Jazeera geriet laut Forschenden ins Visier von Staatstrojanern. (Symbolbild) – Alle Rechte vorbehalten: IMAGO / Zuma Press; Bearbeitung: netzpolitik.org
Unbekannte sollen Geräte des katarischen Nachrichtensenders Al Jazeera mit dem Staatstrojaner Candiru infiziert haben – und zwar über Online-Werbung. Das berichten Forschende der Universität Toronto. Es wäre der erste öffentlich dokumentierte Fall von „AdFection“.
Author: Sebastian Meineck
Posted: 15.10.2026 10:00
Laptop und Smartphone mit Werbe-Anzeigen. Eine Hand streckt sich danach aus. Ein Funke erhellt den ausgestreckten Zeigefinger.
"AdFection" erlaubt den gezielten Zugriff auf Geräte über Werbeanzeigen (Symbolbild) – Handy/Laptop: Pixabay; Lichteffekt: kisspng; Montage: netzpolitik.org
Sieht ein Opfer das Werbebanner, ist es schon zu spät. Eine Untersuchung der Universität Toronto beschreibt erstmals im Detail, wie Angreifer mittels Online-Werbung Geräte mit einem Staatstrojaner infizieren. Zu ihrem eigenen Schutz sollten Nutzer*innen Werbung blockieren.
Author: Ingo Dachwitz
Posted: 15.10.2026 10:00
Illustration, zeigt Programmfenster, Adler mit Palantir-Logo in den Klauen und das Kapitol
Palantir steht in Europa unter Druck. – Alle Rechte vorbehalten: Rosa Snijders / Follow The Money
Software von Palantir findet sich bei europäischen Streitkräften, bei Polizeien und im Gesundheitssystem. Aber viele Länder suchen nach Alternativen, sie sorgen sich um Abhängigkeiten, Sicherheit und Demokratie. Ein Recherche-Team hat untersucht, wo der Tech-Konzern in Europa Verträge mit Regierungen hat.
Author: Anna Biselli
Posted: 15.10.2026 06:16
Kamera der Meta-Brille in Nahaufnahme
Überwachungsbrillen wie die von Meta sehen mittlerweile recht normal aus, aber haben eine hochauflösende Kamera und gute Mikrofone verbaut. – Alle Rechte vorbehalten: IMAGO / MiS
Europäische Datenschutzbehörden haben erste Leitlinien zu den neuen Überwachungsbrillen veröffentlicht. Sie sehen die Geräte als Bedrohung für die Privatsphäre und fordern insbesondere eine stärkere Kennzeichnung der Geräte, wenn diese filmen und aufnehmen.
Author: Markus Reuter
Posted: 14.10.2026 15:23
Smartphone mit Facebook- und Instagram-Icons
Betrüger:innen schalteten auf den Social-Media-Plattformen Instagram und Facebook Scam-Werbung – Gemeinfrei-ähnlich freigegeben durch unsplash.com: dole777
Im Rechtsstreit zwischen Finanzfluss und Meta hat das Landgericht Frankfurt geurteilt: Der Social-Media-Konzern steht in der Verantwortung für betrügerische Anzeigen. Im Interview erklärt Finanzfluss-Gründer Thomas Kehl, warum er geklagt hat und was das Urteil bedeutet.
Author: Jette Scheibchen
Posted: 14.10.2026 14:53
Rote Ampel vor einem Haus, auf dem ein Logo mit der Aufschrift "Die Zeit" hängt
Bei der Durchsuchung von Redaktionen müssen alle Ampeln auf Rot springen. (Symbolbild) – Alle Rechte vorbehalten: IMAGO / Jürgen Ritter
Dass die Hamburger Polizei allen Ernstes Redaktionsräume der Zeit durchsuchen wollte, ist ein Frontalangriff auf die Pressefreiheit. Journalistisches Rohmaterial hat in den Händen von Staatsanwälten und Polizeien nichts verloren. Wenn wir das durchgehen lassen, erschüttern wir das Vertrauen in die Presse. Ein Kommentar.
Author: Markus Reuter
Posted: 13.10.2026 13:45
Ein Mann schaut in den Spiegel, auf seinem Gesicht liegt ein Netz aus Punkten und Strichen.
Darf sich ein Unternehmen die biometrischen Daten eines Gesichtes einfach nehmen und in einer Datenbank speichern? – CC-BY 4.0: Comuzi
Seit mehr als einem Jahr verbietet die EU bestimmte Formen biometrischer Gesichtsdatenbanken. Doch die Suchmaschine PimEyes macht einfach weiter. Die zuständige Bundesnetzagentur hält sich bedeckt – und die Bundesregierung laviert gar um das Verbot herum.
Author: Chris Köver
Posted: 13.10.2026 12:21
Die Fassade des BND-Gebäudes in Berlin, davor eine Palme
Auch der BND soll mehr Befugnisse bekommen. – Alle Rechte vorbehalten: Joko / Imago
Die geplante Reform der Nachrichtendienste ist verfassungswidrig, so die deutliche Kritik von Fachleuten im Bundestag. Sie befördere die Massenüberwachung, hebe die Trennung zwischen Polizei und Geheimdiensten auf und sehe nur eine unzureichende Kontrolle vor.
Author: Daniel Leisegang
Posted: 13.10.2026 10:56
Die Apps verschiedener KI-Chatbots, darunter ChatGPT, Claude, Gemini und DeepSeek.
Wer erfährt, worüber ich mit meiner KI spreche? (Symbolbild) – Gemeinfrei-ähnlich freigegeben durch unsplash.com: Solen Feyissa
Sechs von neun untersuchten KI-Chatbots übermitteln laut einer Studie Gesprächsinformationen an Tracking- und Werbedienste. Betroffen sind auch bekannte Angebote wie ChatGPT, Claude und Gemini.
Author: Carla Rochel
Posted: 13.10.2026 09:48
Mensch mit Helm in Rechenzentrum
Im einem Rechenzentrum von Yandex in Russland. (Archivbild von 2012) – Alle Rechte vorbehalten: Imago / Itar-Tass
In sozialen Netzwerken und Medien kursiert das Gerücht, dass die ukrainischen Angriffe auf russische Rechenzentren die Aktivität rechter Social Bots minimiert hätte. Dafür gibt es bislang keine Belege. Vielmehr dürfte die Nachricht auf einer Verwechslung beruhen, was Bots eigentlich sind.
Author: Markus Reuter
Posted: 12.10.2026 15:34
Eine Hand hält ein Smartphone in der Hand, auf dem Bildschirm ist die Präsentation der Anwendung im App-Store zu sehen, unter anderem mit dem Schriftzug "Grindr - Schwuler Chat"
Werbe-Daten von Grindr-Nutzer:innen können Auskunft über ihre sexuelle Orientierung geben – Alle Rechte vorbehalten: IMAGO / Rüdiger Wölk
Die Werbe-Tech-Firma Xandr hatte sensible Daten von Grindr-Nutzer:innen an zahlreiche andere Werbefirmen verteilt. Dafür soll sie nun das höchste Datenschutz-Bußgeld der norwegischen Geschichte zahlen. Daten- und Verbraucherschützer:innen sehen darin ein wichtiges Signal, dass die Online-Werbeindustrie endlich zur Verantwortung gezogen wird.
Author: Ingo Dachwitz
Posted: 12.10.2026 12:14
Smartwtach um Banane statt Handgelenk gelegt
Eine vom vzbv untersuchte Blutzuckeruhr gab an einer Banane die gleichen Ergebnisse aus wie am Handgelenk. – Alle Rechte vorbehalten: Verbraucherzentrale Bundesverband
Eine Smartwatch, die falsche Blutzuckerwerte anzeigt, kann lebensgefährlich sein. Dennoch finden sich solche rechtswidrigen Angebote bei großen Online-Händlern wie eBay und Mediamarkt.de. Aufgeräumt wurde erst nach unserer Presseanfrage.
Author: Markus Reuter
Posted: 12.10.2026 05:10
Ein Schachbrett in Nahaufnahme mit einem umgefallenen König.
Oft folgt dem Zustand vermeintlicher Allmacht allzu schnell eine Ohnmacht. – Gemeinfrei-ähnlich freigegeben durch unsplash.com: Felix Mittermeier
Agenten einfach so zu vertrauen, ihnen Allmacht zu geben, ist nie eine gute Idee. Denn am Ende eskaliert entweder ein Computersystem oder echte Agenten spielen ein doppeltes Spiel. Und wir können nur ohnmächtig zuschauen.
Author: Bianca Kastl
Posted: 11.10.2026 06:14
– : Fraktal, generiert mit MandelBrowser von Tomasz Śmigielski
Die 41. Kalenderwoche geht zu Ende. Wir haben 15 neue Texte mit insgesamt 137.103 Zeichen veröffentlicht. Willkommen zum netzpolitischen Wochenrückblick.
Author: Daniel Leisegang
Posted: 10.10.2026 07:02
Das Symbolbild zeigt eine Person mit einem Kopf aus bunten Gummiringen. Sie legt den Kopf auf den Schreibtisch und hält ihn fest. Vor ihr ein gelber Laptop.
Der EU Kids Act bereitet Kritiker*innen Kopfzerbrechen (Symbolbild). – Alle Rechte vorbehalten: IMAGO/Westend61
Im Namen des Jugendschutzes plant die EU-Kommission flächendeckende Alterskontrollen im Netz. Zahlreiche Organisationen warnen eindringlich vor den Gefahren: Vom Kinderschutzbund über Elternverbände bis hin zum Chaos Computer Club. Die Übersicht.
Author: Sebastian Meineck
Posted: 8.10.2026 14:14
ein Pirol sitzt auf einem Zweig
Geld für IT-Sicherheitsmaßnahmen gab die Bundesregierung unter anderem für eine Vogelstimmen-App aus. (Symbolbild) – CC-BY-SA 4.0: Wikimedia Commons / Kookaburra 81
Angriffe auf die IT der öffentlichen Verwaltung häufen sich. Doch statt gezielt in Maßnahmen zu investieren, die IT-Sicherheit stärken, investiert die Bundesregierung in Robotikforschung und eine Vogelstimmen-App. Das sagt ein Bericht des Bundesrechnungshofs, den wir veröffentlichen.
Author: Esther Menhard
Posted: 8.10.2026 13:06
Eine Demo von vorn fotografiert, jemand trägt ei Schild "Digitale Gewalt härter bestrafen".
Teilnehmer*innen einer Demonstration gegen patriarchale Gewalt im März. – Alle Rechte vorbehalten: IMAGO / Panama Pictures
Bundesjustizministerin Hubig hat den Entwurf für ein Gesetz gegen digitale Gewalt erneut nachgeschärft. Hinzugekommen sind Straftatbestände für Fake-Accounts und das Abrufen von Vergewaltigungsvideos sowie der Anspruch, strafbare Inhalte löschen zu lassen. Doch es gibt weiterhin Kritik.
Author: Chris Köver
Posted: 8.10.2026 07:41

Newsfeed zum Schwerpunkt Datensicherheit (Security)

News zum Thema Computer-Sicherheit | heise Security

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Nach dem Hacker-Angriff versucht die AfD, die Bedeutung des Falls herunterzuspielen. Offen bleibt, ob der Datenabfluss den Datenschützern gemeldet wurde.
Author: Heise
Posted: 21.10.2026 18:20
Neue Versionen für Node.js 22.x, 24.x und 26.x fixen hochriskante Sicherheitslücken und schützen vor kompromittierten Zertifikaten von eMudhra.
Author: Heise
Posted: 21.10.2026 15:37
Nutzer des Cloud Backups von ConnectWise müssen dringend ihre Systeme prüfen, da Angreifer diese möglicherweise bereits kompromittiert haben.
Author: Heise
Posted: 21.10.2026 14:27
Zwei Fehler machen Webserver mit PHP aus dem Netz angreifbar. Betroffen: Versionen der letzten 20 Jahre, Admins sollten patchen.
Author: Heise
Posted: 21.10.2026 13:42
Server startet nicht mehr? QMR kann unter Windows Server 2025 nach einer Reparatur suchen. Die Funktion bleibt zunächst ausgeschaltet.
Author: Heise
Posted: 21.10.2026 13:17
Offene KI-Modelle versprechen Unabhängigkeit. Mit OpenShell und speziellen Prozessoren will Nvidia jedoch die Handlungsräume von Agenten begrenzen.
Author: Heise
Posted: 21.10.2026 13:08
Microsoft bestätigt einige Probleme, die durch Windows-Updates ausgelöst werden. Sie betreffen OWA, RDP und Smart App Control.
Author: Heise
Posted: 21.10.2026 12:29
Oracle begeht seinen CPU-Patchday im Oktober und verteilt dabei 1295 Sicherheitspatches für diverse Produkten.
Author: Heise
Posted: 21.10.2026 09:49
Technische Details werden um 16 Uhr folgen, doch die Lage ist ernst: Es droht Codeausführung aus der Ferne. Admins sollten das Risiko abwägen.
Author: Heise
Posted: 21.10.2026 08:22
Angreifer nehmen Schwachstellen in Plex Media Server, SiteGuard Server und Siemens Software Center ins Visier, warnt die CISA.
Author: Heise
Posted: 21.10.2026 07:22
Offene Netze, fehlendes Personal, schnellere Angriffe: Martin Tettke erklärt im Podcast, wo Gesundheitseinrichtungen bei der IT-Sicherheit nachbessern müssen.
Author: Heise
Posted: 20.10.2026 18:28
Die privaten Schlüssel waren trivial einfach zu raten; einer lautete „4“. Mit ihnen konnten Angreifer gültige TLS-Zertifikate für beliebige Domains ausstellen.
Author: Heise
Posted: 20.10.2026 15:11
Das US-Heimatschutzministerium verbietet zivilen Bundesbehörden alle DeepSeek-Produkte. Die weit gefasste Anordnung wirft Fragen zur praktischen Umsetzung auf.
Author: Heise
Posted: 20.10.2026 14:07
Der Werbeblocker Pi-hole bessert mit einem Update zahlreiche Schwachstellen aus. Nutzerinnen und Nutzer sollten es rasch anwenden.
Author: Heise
Posted: 20.10.2026 10:46
Nach vier Jahren liegt die Norm ISO/IEC 27090 vor. Der Leitfaden beschreibt KI-spezifische Angriffe samt Gegenmaßnahmen und ergänzt ISO 27001.
Author: Heise
Posted: 19.10.2026 15:40
Mithilfe eines OpenSSF-Repositorys warnt GitHub seit Juli vor Malware in acht Paket-Ökosystemen. In einer Fallstudie zieht die OpenSSF jetzt Bilanz.
Author: Heise
Posted: 19.10.2026 13:55
Das österreichische Unternehmen Loxone meldet einen IT-Vorfall. Die Täter haben Daten kopiert. Kundensysteme seien nicht betroffen.
Author: Heise
Posted: 19.10.2026 13:27
Ein russischer Satellit ist sehr nahe zu einem Radarsatelliten geflogen, den das ukrainische Militär nutzt. Der Zweck des Manövers ist noch unklar.
Author: Heise
Posted: 19.10.2026 12:12
Windows 10 Enterprise und IoT Enterprise LTSB 2016 sowie Windows Server 2016 verlieren den Support. ESU bieten Aufschub bis zur Migration.
Author: Heise
Posted: 19.10.2026 10:00
Die US-Sicherheitsbehörde CISA warnt vor laufenden Angriffen auf Lücken in Fortinet-Produkten und BeyondTrust Remote Support.
Author: Heise
Posted: 19.10.2026 09:25

Schlachtfeld Internet

12. Januar 2015

Das Internet ist das System, das in Zukunft die Macht von Staaten, Institutionen oder auch Unternehmen massiv bestimmen wird. Deutschland ist Angriffsmittelpunkt, ist aber auf solche Attacken nicht ausreichend vorbereitet. Digital sind wir schon lange im Krieg. Staatliche Organisationen greifen gezielt unsere Wirtschaft an, stehlen Informationen. Geheimdienste durchsuchen permanent das gesamte Internet, um Schwachstellen für potentielle Angriffe zu finden.
Edward Snowden enthüllt den streng geheimen Haushaltsplan der US-Geheimdienste, das sog. Black Budget:
Die NSA will jederzeit Zugriff auf Systeme anderer Länder haben… Ziel ist eine lückenlose Kontrolle über das gesamte Internet.
„Ausbau der Übernahme von Systemsteuerungen, um Informationen und technische Daten zu erhalten unter anderem über Öl- und Gasleitungen und Transportsysteme sowie Systemsteuerungen von Elektrizitätswerken.“

„Operation Eikonal“ (3)

8. Oktober 2014

Christian Flisek, der Obmann der SPD im NSA-Untersuchungsausschuss, erklärte in einem Pressegespräch, dass nicht der BND, sondern die NSA selbst die Datenweiterleitung von "Operation Eikonal" beendet habe. Dies gehe aus streng geheimen Akten hervor, die dem NSA-Untersuchungsausschuss vorliegen. Flisek bestätigte, dass die sogenannte G10-Kommission, die für die parlamentarische Kontrolle von Abhöraktionen nach dem G10-Gesetz zuständig ist, nicht über die Kooperation informiert worden sei.
Es gibt zum Teil "abwegige Rechtsauffassungen" beim BND. "Das bestärkt uns auch als SPD darin, dass wir hier an den Rechtsgrundlagen entsprechend arbeiten müssen", sagte Flisek.
Die Abgeordneten im NSA-Untersuchungsausschuss sind an strenge Geheimhaltungsvorschriften gebunden. Der Vorsitzende des Ausschusses, Sensburg (CDU), will den Vorgang prüfen…

öffentliche Meinung manipulieren…

15. Juli 2014

Der britische Geheimdienst GCHQ ist noch skrupelloser als die US-amerikanische NSA. Er überwacht nicht nur das Internet, er will die öffentliche Meinung manipulieren. Eine Einheit des britischen Geheimdienstes, die Joint Threat Research Intelligence Group (JTRIG), listet in einem streng geheimen Katalog stolz ihre Fähigkeiten auf.
Der Geheimdienst kann mit eigenen Programmen Inhalte im Internet beeinflussen. So besitze die Organisation die Fähigkeiten, Online-Abstimmungen und Klickzahlen zu manipulieren, das Netz mit Propaganda zu fluten, Rufmordkampagnen, Realitätsverzerrung zu inszenieren sowie Inhalte auf Videoplattformen zu zensieren.

Fragen an Experten auf der Netzkonferenz EuroDIG – Jan Malinowski

Fragen an Experten auf der Netzkonferenz EuroDIG: Jan Malinowski leitet die Abteilung für die Informationsgesellschaft und Internet Governance beim Europarat in Straßburg.

Das Internet hat als Zusammenarbeit begonnen, als freier Raum für alle, als Vermächtnis an die Menschheit, weil es zu groß war, um jemand Speziellem zu gehören. Meiner Meinung stammt das größte Risiko aus dem aktuellen Trend, das zu ignorieren und Teile dieses Raums zu kolonisieren oder zu übernehmen, um sie ganz allein auszubeuten, zum Beispiel durch übermäßige Behauptung von Urheberrechten, durch Einschränkungen des Rechts zu schöpfen und zu erfinden, die zu Patentkriegen führen, durch die Ausbeutung von Big Data oder indem das Internet als Gelegenheit genutzt wird, einen totalen Überwachungsstaat zu errichten. All das bedroht das Wesen des Internets, seine Universalität, Integrität und Offenheit im Rahmen der Menschenrechte, ob es um die Redefreiheit oder die Privatsphäre online geht.

Quelle: Fragen an Experten auf der Netzkonferenz EuroDIG – Jan Malinowski leitet die Abteilung für die Informationsgesellschaft und Internet Governance beim Europarat in Straßburg.

Rechte jedes Bürgers wurden verletzt

Glenn Greenwald / Laura Poitras

27. Mai 2014

Der „Stern“ hat ein E-Mail-Interview mit Edward Snowden geführt.
Die digitalen Spuren, sagt Snowden, verrieten einem guten Analysten wie ihm alles über einen Menschen:

"Wo Sie leben, wen Sie bei der nächsten Wahl wählen und auch, wen Sie lieben."

Anhand von Registrierungsdaten an Mobilfunkmasten etwa könne man fast lückenlos nachvollziehen, wie sich ein Mensch bewege und mit wem er sich treffe.

"Indem ich die Daten verbinde und analysiere, weiß ich nicht nur, wann Sie ins Bett gegangen sind – ich weiß auch mit wem."
"Um es klar zu sagen: Die verfassungsgemäßen Rechte jedes Bürgers in Deutschland wurden verletzt."

Und Snowden betont, dass die deutschen Geheimdienste mit im Boot sind!

Submarine Cable Map

The Submarine Cable Map is a free resource from TeleGeography. Data contained in this map is drawn from the Global Bandwidth Research Service and is updated on a regular basis.
Screencopy Submarine Cable Map

Datenschutz…?

Bild: CC-by-nc-sa Patrick Schulze/Flickr

3. Mai 2014

Als hätte es den NSA-Skandal nicht gegeben: Die EU will den USA jetzt ganz freiwillig Bürgerdaten liefern.
Bis zum Sommer soll ein transatlantisches "Datenschutz-Rahmenabkommen" stehen, das eine "erleichterte Übertragung von Daten" zur "Verhinderung, Aufdeckung, Ermittlung und Verfolgung von Straftaten" möglich machen soll.
Neben der massenhaften Übermittlung von Daten über unverdächtige Personen ist die Erstellung von "Profilen" vorgesehen, etwa zur automatisierten Sortierung Einreisender in die USA in "Gefahrenklassen".
Der Europäische Datenschutzbeauftragte warnt bereits länger, das Abkommen könnte "massenhafte Datenlieferungen im Bereich der Strafverfolgung legitimieren, die besonders schwerwiegende Auswirkungen auf den Einzelnen haben".