Das Internet sicherer machen!

Brad Smith auf der RSA-Konferenz 2017

31. März 2017

Unsere Daten in den Netzen sind in Gefahr durch (kriminelle) Hacker(gruppen) und durch staatliche Überwachungsmaßnahmen von Geheimdiensten. Sie können abgeschöpft und in vielfältiger Weise missbraucht werden. Gefährdet sind dabei nicht nur die persönlichen Daten, sondern auch Steuerungsdaten in den Infrastrukturnetzwerken, im Internet der Dinge. Es gab Einbrüche auch in Hochsicherheitsnetzwerke und personenbezogene Daten wurden millionenfach entwendet.
In der Europäischen Union gelten vergleichsweise hohe Sicherheitsstandards, höher als in den USA. Alle Daten, die wir in die Netzwerke der großen US-Internetkonzerne (Amazon, Apple, Facebook, Google, Microsoft, Yahoo…) eingeben, werden in den USA gespeichert oder unterliegen zumindest US-amerikanischer Gesetzgebung. Deshalb musste das Safe-Harbor-Abkommen mit den USA, das den Datentransfer in die USA regelte, nachgebessert werden. Auch das neue EU-US-Privacy-Shield wurde von Datenschützern gleich als unzureichend charakterisiert. Und seit der Amtsübernahme von Donald Trump in den USA haben die Sicherheitsbedenken weiter zugenommen.
Während allgemein große Ratlosigkeit herrscht, geht der US-IT-Riese Microsoft in die Offensive. Anfang des Jahres wurde die Microsoft Cloud Deutschland gestartet. Das Besondere daran: Alle Daten werden in sicheren Rechenzentren in Deutschland und mit Datentreuhänderschaft durch die deutsche Telekom-Tochter T-Systems gespeichert. Dadurch soll verhindert werden, dass US-Behörden per Gerichtsbeschluss doch noch Zugriffsrechte auf die Daten erzwingen könnten.

Microsoft war – wie mehrere andere große US-Internetkonzerne – durch die Snowden-Enthüllungen des PRISM-Programms Mitte 2013 in Verruf gekommen, den US-Geheimdiensten Zugang zu personenbezogenen Daten der Nutzer zu geben. Jetzt legt sich der Konzern auch mit der US-Justiz an und Microsofts Präsident und Chefjurist Brad Smith startete weltweit eine Initiative, die unsere Daten und unser Leben sicherer machen soll:

Um die Bürger im digitalen Zeitalter zu schützen, müssen wir über die Aufgaben der Nationalstaaten hinausschauen.

Süddeutsche.de zitiert Brad Smith:

Wir gehen nicht davon aus, dass diese Welt sicherer wird, wenn Regierungen in unsere Netzwerke eindringen…
Seit September 2015 hat sich die Zahl der Angriffe, die wir aus China sehen, signifikant reduziert, sagt er. Im September 2015 beschlossen USA und China, auf Wirtschaftsspionage zu verzichten. Ein freiwilliger Verzicht, der sich tatsächlich messen lasse: Weniger Firmengeheimnisse werden gestohlen, Diplomatie wirke und schütze die Wirtschaft, weltweit.

ZEIT ONLINE stellt heraus:

Seit einigen Wochen ist Smith in diplomatischer Mission unterwegs: beim Weltwirtschaftsgipfel in Davos, auf der IT-Sicherheitskonferenz RSA in San Francisco und nun auch auf einer Veranstaltung der Princeton-Universität in Berlin. Sein Ziel ist es, das Internet sicherer zu machen – nach dem Vorbild dreier herausragender zivilisatorischer Errungenschaften der vergangenen Jahrzehnte.
Smith wirbt erstens für eine Digitale Genfer Konvention, in der sich Staaten verpflichten sollen, wenigstens in Friedenszeiten keine zivilen Einrichtungen und Personen zu hacken und IT-Sicherheitslücken offenzulegen, statt sie zu horten oder gar zu verkaufen.
Zweitens schlägt er vor, das Äquivalent zur Internationalen Atomenergie-Organisation IAEA zu bilden. Sicherheitsexperten aus Politik, Unternehmen, Wissenschaft und Zivilgesellschaft sollen mutmaßlich staatlich gesteuerte Hackingangriffe gemeinsam untersuchen und – sofern sie Belege haben – die Täter öffentlich nennen und damit unter Druck setzen.
Drittens will Smith innerhalb der Technikbranche eine Art Rotes Kreuz für die Erste Hilfe nach Hackingangriffen gründen. Eine Organisation, deren Mitglieder ihr Wissen über Sicherheitslücken austauschen, die Attacken gemeinsam abwehren und sich verpflichten, keinem Staat bei Angriffen zu helfen.

Microsoft Deutschland – Pressemitteilung | Süddeutsche.de | ZEIT ONLINE | WinFuture.de | YouTube

Klage wegen Überwachung am Internetknoten DE-CIX

Zentrale des BND in Berlin

16. September 2016

Es bestehen große Zweifel, ob die sogenannte strategische Fernmeldeaufklärung des Bundesnachrichtendienstes (BND) nach dem G10-Gesetz rechtens ist. Der BND wird jetzt vor dem Bundesverwaltungsgericht in Leipzig verklagt, um die Rechtmäßigkeit der praktisch durchgeführten Massenüberwachung prüfen zu lassen.
Eingereicht hat die Klageschrift die DE-CIX Management GmbH, die das Telekommunikationsgeheimnis ihrer Kunden verletzt sieht. Der weltweit größte Netzknoten für Telekommunikationsdaten des DE-CIX in Frankfurt/Main hat im letzten Jahr sein zwanzigjähriges Bestehen gefeiert, dort wird ein erheblicher Teil der europäischen Kommunikation abgewickelt. Alle großen Telekommunikationsanbieter sind dort Kunden, etwa zwei Drittel sind aus Deutschland und der EU. Das macht ihn zu einem attraktiven Ziel für Geheimdienste: DE-CIX erhält Überwachungsanordnungen des BND und muss sie technisch umsetzen.
Dass Kabel angezapft werden, um Daten aus dem In- und Ausland an die BND-Zentrale zu liefern, ist kein Geheimnis mehr. Fast zweihundert Länder, inklusive verbündeter Staaten, umfasst das Interessengebiet des BND. Wie weit das aber legal ist und in welcher Form, ist umstritten…
Der ehemalige Präsident des Bundesverfassungsgerichts, Prof. Dr. Hans-Jürgen Papier, hat in einer gutachterlichen Stellungnahme die Rechtmäßigkeit der Anordnungen zur strategischen Fernmeldeaufklärung untersucht. In dem Gutachten sind neben den gesetzlichen Grundlagen und dem Verfassungsrecht auch Fragen in Bezug auf die Charta der Grundrechte der EU angesprochen. DE-CIX sieht sich durch das Gutachten bestätigt und verweist für die heutige Einreichung der Klage auf „gewichtige Zweifel“, dass die derzeitige Überwachungspraxis rechtmäßig ist…
Hans-Jürgen Papier bezieht dazu in seinem Gutachten für das Telekommunikationsgeheimnis nach Artikel 10 eine klare Position:
Nach heute weit überwiegender Rechtsauffassung in der Literatur kommt gerade dem Grundrecht aus Art. 10 I GG keine auf das Territorium der Bundesrepublik Deutschland begrenzte Schutzwirkung zu.
Das bedeutet, dass das Telekommunikationsgeheimnis auch dann greift, wenn der BND ausländische Telekommunikation von im Ausland lebenden Menschen mitschneidet… (Auszug aus netzpolitik.org CC by-nc-sa)

netzpolitik.org | ZEIT ONLINE

UN: Internetzensur ist eine Menschenrechtsverletzung

Human Right Council - 32nd Session
Bild: UN Geneva

1. Juli 2016

Edward Snowden twittert:

Gute Nachrichten heute: @UN Menschenrechtsrat bekräftigt Online-Rechte, verurteilt das Stören oder Abschalten des Internets.

Die Entschließung zum Thema "Förderung, Schutz und Genuss der Menschenrechte im Internet" ist die gemeinsame Initiative von Brasilien, Nigeria, Schweden, Tunesien, der Türkei und den Vereinigten Staaten von Amerika.
Sie bekräftigt, dass "die gleichen Rechte, die Menschen offline haben, auch online geschützt werden müssen".

Der UN Menschenrechtsrat verurteilt "offensichtliche Maßnahmen die darauf abzielen, einen Zugang zum Internet zu verhindern oder die Verbreitung von Information online zu stören". Dies sei eindeutig eine Menschenrechtsverletzung.

Article 19 | derStandard.at

Newsfeeds aus der digitalen Welt

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Digital: Alles digital

Internet, Schönes wie Kritisches zur Netzkultur, und ganz viel zum Spielen.

Die Technikbranche hat ein neues Lieblingswort: Metaversum. Die digitale Parallelwelt soll der Nachfolger des Internets werden. Was genau hat es damit auf sich?
Author: ZEIT ONLINE: Internet - Eike Kühl
Posted: 2.8.2021 16:45
Mehrere Kläger warfen dem Videokonferenzanbieter vor, die Privatsphäre von Millionen Nutzern zu verletzen. Für Ärger sorgten auch Fremde in Konferenzen.
Author: ZEIT ONLINE: Datenschutz - Ulrike Tschirner
Posted: 2.8.2021 10:59
Schicke Tasche, Superfood: Influencerinnen empfehlen auf Instagram regelmäßig Produkte. Ab wann dies als Werbung gekennzeichnet werden muss, hat der BGH zu entscheiden.
Author: ZEIT ONLINE: Internet -
Posted: 29.7.2021 15:00
Die russischen Behörden gehen gegen ausländische Onlinedienste vor, Streitpunkt mit Google sind Nutzerdaten. Kritiker des Präsidenten beklagen "politische Zensur".
Author: ZEIT ONLINE: Internet - Steffen Richter
Posted: 29.7.2021 12:28
Facebook hatte zwei Beiträge wegen Verstößen gegen seine Standards entfernt. Das war so nicht rechtmäßig, entschied der BGH. Die Betroffenen müssten informiert werden.
Author: ZEIT ONLINE: Internet - Ferdinand Otto
Posted: 29.7.2021 11:26
Punkspider will mutmaßlich angreifbare Websites öffentlich mit einem "Müllbrand"-Score ächten. Nicht etwa aus Böswilligkeit, sondern aus Sorge, sagen die Macher.
Author: ZEIT ONLINE: Datenschutz - Eike Kühl
Posted: 28.7.2021 17:07
Klingt nach einer Idee, die so naheliegend wie großartig ist: Die App Brickit scannt Lego-Kisten und schlägt vor, was man daraus bauen könnte. Taugt das was?
Author: ZEIT ONLINE: Internet - Meike Laaff
Posted: 28.7.2021 13:59
Ein Dokumentarfilm porträtiert Wau Holland, den Mitgründer des Chaos Computer Clubs. Wie nebenher behandelt er dabei zentrale Fragen zu unserem Umgang mit Technologie.
Author: ZEIT ONLINE: Film - Meike Laaff
Posted: 28.7.2021 03:31
Seit 2018 müssen strafbare Inhalte von sozialen Medien schnell und konsequent gelöscht werden. Google sieht in dem Gesetz einen Verstoß gegen die Privatsphäre der Nutzer.
Author: ZEIT ONLINE: Internet - Alena Kammer
Posted: 27.7.2021 17:26
Vor der Bundestagswahl will Facebook Seiten von Politikern besser vor unerlaubtem Zugriff schützen. Vorbild dafür ist ein ähnliches Programm bei der US-Wahl.
Author: ZEIT ONLINE: Digital - Ivana Sokola
Posted: 27.7.2021 10:53
Die verschlüsselten Dateien von Firmen rund um die Welt können dem IT-Dienstleister zufolge gerettet werden. Den Hackern sei aber kein Lösegeld gezahlt worden.
Author: ZEIT ONLINE: Datenschutz - Ulrike Tschirner
Posted: 27.7.2021 07:12
Der Streamingdienst Netflix hat Wachstumsprobleme und will deshalb künftig auch Videospiele über die eigene App anbieten. Das ist konsequent, könnte aber peinlich enden.
Author: ZEIT ONLINE: Games - Eike Kühl
Posted: 24.7.2021 16:05
2019 beobachtete WhatsApp Späh-Angriffe auf Menschenrechtler, Politiker, Journalistinnen, sagt WhatsApp-Chef Cathcart – und bestätigt die Recherchen des Pegasus-Projekts
Author: ZEIT ONLINE: Datenschutz -
Posted: 24.7.2021 09:00
Das digitale Impfzertifikat soll Geimpften mehr Freiheiten gewähren. Nun haben Sicherheitsforscher bewiesen, wie leicht es fälschbar ist. Das ganze System steht infrage.
Author: ZEIT ONLINE: Datenschutz - Jakob von Lindern
Posted: 23.7.2021 18:07
Facebooks Skandale sind so alltäglich geworden, dass selbst die Enthüllungen in dem Buch "Inside Facebook" kaum noch zu überraschen vermögen. Sollten sie aber.
Author: ZEIT ONLINE: Internet - Lisa Hegemann
Posted: 23.7.2021 05:00

Newsfeeds zur Netzpolitik und Netzwerkkultur

Hier werden originale Newsfeeds von SPIEGEL ONLINE und netzpolitik.org zu verschiedenen Aspekten der Netzpolitik und Netzwerkkultur eingespielt (mit freundlicher Genehmigung von SPIEGEL ONLINE und netzpolitik.org).

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DER SPIEGEL - Netzwelt

Deutschlands führende Nachrichtenseite. Alles Wichtige aus Politik, Wirtschaft, Sport, Kultur, Wissenschaft, Technik und mehr.

Personalausweis: Opposition kritisiert Pflicht zum Fingerabdruck

Wer ab heute einen Personalausweis beantragt, muss auch zwei Fingerabdrücke einreichen. Die Opposition kritisiert die Maßnahme als unverhältnismäßig.
Veröffentlicht: 2.8.2021 15:00

Amazon soll wegen Datenschutzverstößen 746 Millionen Euro zahlen

Laut »Bloomberg« verlangt die Luxemburger Datenschutzbehörde CNPD von Amazon ein Bußgeld in Rekordhöhe. Der Konzern will sich gegen die Entscheidung wehren.
Veröffentlicht: 30.7.2021 13:03

Nach Pegasus-Enthüllungen: NSO Group blockiert angeblich mehrere Kunden

Die israelische Regierung untersucht das Geschäftsgebaren der umstrittenen NSO Group. Ein Mitarbeiter sagte einem US-Sender, einige Regierungskunden seien derzeit gesperrt – wegen des Verdachts auf Missbrauch der Technik.
Veröffentlicht: 30.7.2021 08:36

Verwaltungsgericht Köln: Google klagt gegen NetzDG

Das NetzDG verpflichtet soziale Netzwerke, Nutzerdaten an das Bundeskriminalamt zu leiten. Weil dabei erst nachträglich entschieden wird, ob eine Straftat vorliegt, klagt Google nun gegen einen Teil des Gesetzes.
Veröffentlicht: 27.7.2021 10:07

»Alles ist eins. Außer der 0«: Die Vertreibung aus dem Hackerparadies

Eine neue Dokumentation widmet sich den Anfängen des Chaos Computer Clubs und seinem Mitbegründer, dem Technikpionier Wau Holland. Der Film erzählt, wie aus neugieriger Spielerei düsterer Ernst wurde.
Veröffentlicht: 25.7.2021 10:16

Pegasus-Hersteller reagiert auf Enthüllungen: Nicht Schuldig, Oder? (NSO)

Niemand ist so empört über die Pegasus-Enthüllungen wie jene Firma, die hinter der Überwachungssoftware steckt. Ihre Verteidigung könnte aber eine Weile halten – jedenfalls länger als ihr lächerlicher Medienboykott.
Veröffentlicht: 24.7.2021 12:24

Cell Broadcast soll ab Sommer 2022 bereitstehen

Noch vor der Bundestagswahl soll eine Machbarkeitsstudie zur Einführung des anderswo längst etablierten Warnsystems fertig sein – und positiv ausfallen, heißt es in einem Medienbericht.
Veröffentlicht: 23.7.2021 09:15

»Cell Broadcasting«: Warum die »Warn-SMS« keine ist

Die Bundespolitik debattiert über die Einführung eines neuen, Handy-basierten Alarmierungssystems. Doch bei den technischen Details herrscht Verwirrung. Die wichtigsten Fragen und Antworten.
Veröffentlicht: 21.7.2021 16:30

Bundesverfassungsgericht weist Beschwerde gegen Staatstrojaner-Regeln ab

Die erste von mehreren Verfassungsbeschwerden gegen staatliches Hacking hat keinen Erfolg: Polizisten in Baden-Württemberg dürfen IT-Sicherheitslücken nutzen, um Verdächtige abzuhören.
Veröffentlicht: 21.7.2021 08:31

Hochwasser: Politiker fordern Katastrophenwarnungen übers Handy

Weil die Botschaft von den drohenden Überschwemmungen von vielen Menschen nicht hinreichend verstanden wurde, debattieren führende Politiker nun über ein neues Warnsystem per Textnachricht.
Veröffentlicht: 20.7.2021 15:05

USA und EU werfen China Hackerangriffe vor

Die Regierungen werfen dem chinesischen Staat vor, »Auftragshacker« einzusetzen, um den Westen zu destabilisieren. Vier mutmaßliche Täter werden nun in den USA angeklagt.
Veröffentlicht: 19.7.2021 12:49

Hochwasser-Gebiete: Provider stellen Mobilfunknetz wieder her

Um ihren Alltag zu bewältigen, benötigen die Betroffenen auch Telefon- und Internetempfang. Inzwischen konnten Notfallteams der Provider das Netz in vielen Gebieten wiederherstellen.
Veröffentlicht: 19.7.2021 08:52

Binance beendet Verkauf von Aktien-Token

Auf der Krypto-Plattform Binance können nicht nur Bitcoin, sondern auch virtuelle Anlagen in Form von Aktien-Token gehandelt werden. Doch nach Druck mehrerer Behörden beendet Binance nun das Angebot.
Veröffentlicht: 16.7.2021 12:20

EU-Datenschützer stoppen Hamburger Alleingang gegen WhatsApp

Mit einer Anordnung wollte der ehemalige Hamburger Datenschutzbeauftragte Facebooks Pläne für WhatsApp stoppen. Doch das zuständige europäische Gremium kassiert den Vorstoß. Jetzt ist Irland am Zug.
Veröffentlicht: 15.7.2021 14:28

FDP legt Verfassungsbeschwerde gegen Staatstrojaner ein

Erneut ziehen FDP-Abgeordnete vor das Bundesverfassungsgericht, um ein Staatstrojaner-Gesetz der Bundesregierung zu stoppen. Dabei warten sie noch auf die Entscheidung zu ihrer Beschwerde von 2018.
Veröffentlicht: 15.7.2021 13:51

Boris Johnson kündigt Stadionverbote für Facebook-Hetzer an

Der britische Regierungschef droht mit harten Maßnahmen gegen Hass-Postings. Facebook, TikTok und andere Firmen sollen bis zu zehn Prozent ihres globalen Umsatzes zahlen, wenn sie nicht gegen Rassismus vorgehen.
Veröffentlicht: 14.7.2021 14:03

Leistungsschutzrecht in Frankreich: Kartellbehörde verhängt 500 Millionen Bußgeld gegen Google

Google soll Frankreichs Verleger für die Einbindung von Nachrichten in die Suchergebnisse bezahlen. Weil es bisher keine Einigung gibt, wird nun das Bußgeld fällig – und das ist nur der erste Schritt.
Veröffentlicht: 13.7.2021 09:33

YouTube: Gericht verhängt offenbar 100.000 Euro Ordnungsgeld

Die Videoplattform hatte im Januar ein Video mit Verweis auf seine Corona-Regeln gelöscht – zu Unrecht, wie das Oberlandesgericht Dresden laut einem Medienbericht befunden hat. Der Plattformbetreiber spricht von einem »Einzelfall«.
Veröffentlicht: 11.7.2021 10:59

Unsichere Corona-Software: »Start-ups haben andere Ziele als das Gemeinwohl«

Auf Lücken in Apps und Schnelltestzentren folgt nun eine im Videokonferenzsystem für Bayerns Schulen: Inkompetente Behörden sind schuld an der schlechten Coronasoftware, sagt die Sicherheitsforscherin Lilith Wittmann.
Veröffentlicht: 9.7.2021 10:48

Google, Facebook, Twitter: Internet-Konzerne drohen mit Abzug aus Hongkong

Mit einem Anti-Doxxing-Gesetz will Hongkong das Verbreiten privater Informationen verbieten. Kritiker fürchten das Ende der Meinungsfreiheit.
Veröffentlicht: 7.7.2021 06:16

netzpolitik.org

Wir thematisieren die wichtigen Fragestellungen rund um Internet, Gesellschaft und Politik und zeigen Wege auf, wie man sich auch selbst mit Hilfe des Netzes für digitale Freiheiten und Offenheit engagieren kann. Mit netzpolitik.org beschreiben wir, wie die Politik das Internet durch Regulierung verändert und wie das Netz Politik, Öffentlichkeiten und alles andere verändert.

Amazon soll eine DSGVO-Strafe in Höhe von fast 750 Millionen Euro zahlenEs wäre das höchste Bußgeld in der Geschichte der Datenschutzgrundverordnung: Amazon soll wegen missbräuchlichem Online-Targeting fast 750 Millionen Euro Strafe zahlen. Doch ob es wirklich dazu kommt, ist offen.
Posted: 2.8.2021 11:22
Eine Person mit großem, oragenen Lieferandorucksack im Frankfurter HauptbahnhofAn vielen Orten in Deutschland streiten gewählte Arbeitnehmervertretungen mit Lieferando. In manchen Städten ist mittlerweile eine Art Frieden erreicht. Doch in Darmstadt steht ein neues Gerichtsverfahren an – möglicherweise mit weitreichenden Konsequenzen für Fahrer*innen in anderen Städten.
Posted: 2.8.2021 05:47
Logo unseres Off-the-Record-PodcastsIn der neuen Folge unseres Hintergrundpodcasts sprechen wir mit unseren freien Autoren Leonhard Dobusch und Arne Semsrott. Ein Gespräch über Transparenz, Veränderung und die Last des Vier-Augen-Prinzips.
Posted: 31.7.2021 06:30
Ein süßer Dalmatiner vor einem orangen Hintergrund.In dieser Woche gab es viele Neuigkeiten zur Lage der Informationsfreiheit, auch in anderen Ländern. Außerdem Berichte über Beschwerden gegen O2 und Influencerinnen, die vor Gericht stehen.
Posted: 30.7.2021 16:48
Sechs junge Menschen stehen in einer Reihe, alle schauen auf ihr Smartphone.Facebook und Google wehren sich gegen die Erweiterungen des NetzDG. Bekommen sie Recht, könnte das den deutschen Sonderweg bei der Plattformregulierung in Frage stellen. Das Justizministerium bleibt gelassen.
Posted: 30.7.2021 12:58
Cathy Hummels sitzt auf einer Treppe und formt ihre Hände zu einem Herzen.Der Bundesgerichtshof verhandelt anhand von drei Fällen über die Kennzeichnungspflicht von Produktempfehlungen auf Instagram. Das Urteil verspricht mehr Klarheit in der Diskussion, ab wann ein Beitrag als Werbung gekennzeichnet werden muss.
Posted: 30.7.2021 11:55
Der Bundesgerichtshof hat die Meinungsfreiheit in sozialen Netzwerken gestärkt. Facebook darf zwar strengere Regeln aufstellen als der Staat, muss aber in Zukunft Moderationsentscheidungen begründen und den Nutzer:innen das Recht geben, sich zum Fall zu äußern.
Posted: 30.7.2021 11:12
Ein Server des Internet ArchiveDas Internet Archive speichert nicht nur Milliarden Websites, sondern auch Bücher, Filme, Tonspuren und Software. Es lebt vom Engagement seiner Nutzer und versorgt sie zuverlässig mit Informationen. Eine Würdigung.
Posted: 30.7.2021 10:45
O2-LeuchtreklameWer einen Mobilfunkvertrag in einem o2-Shop abschließt, dem werden offenbar viele Einwilligungen untergejubelt, die dem Unternehmen weitreichende Eingriffe in den Datenschutz erlauben. Weitere Verkäufer und Shop-Inhaber bestätigen jetzt die Vorwürfe, die durch Recherchen von netzpolitik.org ans Licht kamen.
Posted: 29.7.2021 16:19
SchiffsanzeigeDas digitale Bundesgesetzblatt verschiebt sich auf ungewisse Zeit. Bürger:innen müssen weiterhin auf ein ehrenamtliches Portal aus der Zivilgesellschaft ausweichen, weil die Bundesregierung selbst mit einfachen Digitalisierungsprojekten überfordert zu sein scheint.
Posted: 29.7.2021 13:45
Attila HildmannDie Verfolgung von digitaler Gewalt im Netz verläuft oft schleppend. Die einstweilige Verfügung gegen den Verschwörungsideologen Attila Hildmann zeigt, dass Hassrede auch bei Telegram Folgen haben kann.
Posted: 28.7.2021 15:00
Mann hält seine HoseInstagram filtert auf Empfehlungsseiten strikter als es die eigenen Community-Regeln es vorgeben. Den neuen Standard-Filter können Nutzer:innen aber mit ein paar Klicks abschalten.
Posted: 28.7.2021 13:19
Eine kleine Kneipe in einer Holzhütte an einem Hafen. Die Hütte ist mit Brettern vernagelt. Auf einem steht Free WiFi.Betreiberinnen und Betreiber offener WLAN-Netzwerke stehen immer öfter wegen Urheberrechtsverletzungen vor Gericht. Fast alle von ihnen sagen, dass sie sich nichts zuschulden haben kommen lassen. Doch Richter fordern immer häufiger, dass sie illegal Daten ihrer Nutzer sammeln.
Posted: 28.7.2021 13:12
Eine Wendeltreppe führt in die Tiefe hinab.Der Algorithmus der Videoplattform basiert auf der Verweildauer der Nutzer:innen auf den einzelnen Videos. Eine Datenrecherche des Wall Street Journals deckt auf, wie TikTok so in kürzester Zeit Interessenprofile generiert und genau zugeschnittene Inhalte ausspielt.
Posted: 27.7.2021 15:01
Demonstranten und Polizei stehen sich gegenüberIn Russland sind mittlerweile weite Teile der Opposition und zahlreiche kritische Medienprojekte nicht mehr im Internet frei erreichbar. Der jüngste Schlag der Zensur richtet sich vor allem gegen das Netzwerk des bekannten Oppositionellen Alexei Nawalny.
Posted: 26.7.2021 16:34
Laut Amnesty International wurden in Bangladesch seit 2018 hunderte Menschen inhaftiert, weil sie im Internet ihre Meinung gesagt haben. Die Menschenrechtsorganisation zeigt nun anhand von zehn Beispielen, warum das Gesetz gefährlich ist.
Posted: 26.7.2021 09:00
Pallas AtheneDie österreichische Regierung will das Amtsgeheimnis abschaffen und transparenter werden. Wenn sie es damit ernst meine, müsse sie den Zugang zu amtlichen Dokumenten auch völkerrechtlich garantieren, fordern Abgeordnete der Opposition.
Posted: 26.7.2021 08:50
Ein O2-Logo an einem Fachgeschäft in Köln. O2 ist seit 2002 eine Marke des in Europa und Lateinamerika tätigen Telekommunikationsunternehmens Telefonica.Wer in o2-Shops einen Vertrag abschließt, bekommt offenbar häufig Einwilligungen zur Datennutzung untergejubelt. Zehntausende Kund:innen könnten betroffen sein. Der Konzern sagt, für das DSGVO-konforme Einholen seien die Betreiber:innen der Geschäfte verantwortlich, doch mehrere von ihnen fühlen sich von o2 unter Druck gesetzt.
Posted: 26.7.2021 05:59
Ein Mensch hält ein Smartphone.Vor der Sommerpause überarbeitete der Bundestag das Strafgesetzbuch. Eine der Verschärfungen betrifft Propagandamittel von Organisationen auf der EU-Terrorliste. Weitestgehend unbemerkt weiteten sich damit auch die Einsatzmöglichkeiten von Staatstrojanern aus, obwohl das Ziel offenbar etwas anderes war.
Posted: 24.7.2021 13:00
Das ist ein schönes Portrait geworden.Kommende Woche kommt "Alles ist Eins. Außer der 0." in die Kinos. Der Dokumentarfilm portraitiert die Anfänge des Chaos Computer Clubs und würdigt insbesondere Wau Holland für dessen visionäre Gedanken und sein Schaffenswerk. Wir haben im Netzpolitik-Podcast mit Regisseur Klaus Maeck über den Film und die ersten Jahre des CCC gesprochen.
Posted: 24.7.2021 07:20
Smartphone mit digitalem Impfnachweis in der Corona-Warn-App liegt auf einem gelben Impfpass mit Comirnaty-Aufklebern.Hacker haben sich mit einer erfundenen Apotheke in das Zertifikat-System eingeschlichen und echte Impfnachweise erstellt. Sie wollten auf Sicherheitsmängel hinweisen. Der Apothekerverband hat das Portal erstmal komplett abgeschaltet.
Posted: 23.7.2021 17:02
Weißes, galoppierendes PferdDiese Woche drehte sich vieles um eine Überwachungssoftware, die die ganze Welt beschäftigt hat. Wir selbst haben erneut eine Klage eingereicht und berichten, warum. Neues gibt es außerdem von unserem Podcast, für den wir auf eure Meinungen angewiesen sind.
Posted: 23.7.2021 16:28
Eine Datenreihe auf einem Bildschirm in verschiedenen FarbenSeit einem Jahr schon fehlt für viele Datenübertragungen in die USA eine Rechtsgrundlage. Bis heute kann die Bundesregierung nicht sagen, welche Konsequenzen sie aus dem Ende des Privacy-Shield-Abkommens zieht. Unterdessen verhandelt sie mit Microsoft über die Nutzung von Cloud-Diensten, deren Legalität in Frage steht.
Posted: 23.7.2021 14:00
Hand hält Buch mit KreuzDie vor allem bei Schwulen beliebte Dating-App Grindr teilt Daten mit Dritten, welche diese auch verkaufen. Über die dort enthaltenen Geo-Daten lassen sich Personen identifizieren, zeigte jetzt ein katholischer Newsletterdienst - mit zweifelhaften Absichten.
Posted: 23.7.2021 11:52
Dorothee Bär redet auf einer KonferenzIn den Bundesministerien und dem Kanzleramt wird es in Zukunft Datenlabore und "Chief Data Scientists" geben. Sie sollen die Digitalisierung vorantreiben. Die Maßnahme ist Teil der im Januar veröffentlichten Datenstrategie - und eine von wenigen, die die Regierung bisher angefangen hat.
Posted: 23.7.2021 10:24

Newsfeed zum Schwerpunkt Datensicherheit (Security)

News zum Thema Computer-Sicherheit | heise Security

heise Security

News und Hintergrund-Informationen zur IT-Sicherheit

Neben Funktionsupdates gab das Team hinter der Open-Source-Firewall-Distribution OPNsense auch bekannt, künftig direkt auf FreeBSD zu setzen.
Author: heise online
Posted: 2.8.2021 12:21
Im Prozess um Cybercrime-Machenschaften in einem unterirdischen Bunker an der Mosel ist einer der Angeklagten frei gekommen.
Author: heise online
Posted: 2.8.2021 11:33
Cybercrime, Lieferkettenangriffe und neue, gesetzliche Vorgaben – die redaktionelle Eintages-Konferenz vermittelt wertvolles Wissen für die Security-Praxis.
Author: heise online
Posted: 2.8.2021 11:00
Für Foxits PDF-Software für Windows und macOS stehen Aktualisierungen bereit, die unter anderem vor Remote Code Execution-Angriffen schützen sollen.
Author: heise online
Posted: 2.8.2021 10:18
Die fernsteuerbare Malware Vultur für Android-Smartphones nutzt Funktionen zur Bildschirmaufzeichnung, um sensible Informationen auf Handys zu stehlen.
Author: heise online
Posted: 31.7.2021 14:45
Das steckt hinter Windows-Sicherheitsproblemen wie PrintNightMare, dem HiveNightmare und Petit Potam und so können Admins vernünftig damit umgehen.
Author: heise online
Posted: 31.7.2021 12:06
14.000 schadhafte Dateien entdeckte Sophos auf Discords Content Delivery Network (CDN). Deren CDN hat laut den Experten technische Vorteile für Kriminelle.
Author: heise online
Posted: 30.7.2021 16:36
Einbruch ins Firmennetz trotz Bitlocker, UEFI Secureboot und VPN. Ein Hardware-Sniffer, die Sticky-Keys-Backdoor und Pre-Logon-Funktion machen es möglich.
Author: heise online
Posted: 30.7.2021 09:29
iOS 14.7.1, iPadOS 14.7.1 und macOS 11.5.1 behoben bereits eine kritische Lücke, nun kommt auch noch watchOS 7.6.1 hinzu.
Author: heise online
Posted: 30.7.2021 08:08
Das Innenministerium will mit einer Verordnung die Basis schaffen, dass das BSI noch dieses Jahr das umstrittene Logo-Programm für IT-Sicherheit starten kann.
Author: heise online
Posted: 29.7.2021 16:22
Ein Update für "Pages Restriction Access" für die 8er-Versionsreihe des CMS Drupal beseitigt Zugriffsmöglichkeiten über eine kritische Sicherheitslücke.
Author: heise online
Posted: 29.7.2021 09:08
Diskussionspanel zur sicheren Smart City im Rahmen der ISD von eco und heise Events am 16. September
Author: heise online
Posted: 28.7.2021 15:56
Samstag beginnt mit der Black Hat eines der wichtigsten jährlichen Security-Events teils online & teils vor Ort. Dann folgt die Def Con mit kostenlosen Streams.
Author: heise online
Posted: 28.7.2021 11:54
... kann das genauso supertrivial sein, wie bei der Schnelltestbutze nebenan.
Author: heise online
Posted: 28.7.2021 10:06
Eine kürzlich veröffentlichte Auswertung von häufigen Softwareschwachstellen liefert eine Übersicht über die 25 gefährlichsten Arten.
Author: heise online
Posted: 27.7.2021 17:24

Schlachtfeld Internet

12. Januar 2015

Das Internet ist das System, das in Zukunft die Macht von Staaten, Institutionen oder auch Unternehmen massiv bestimmen wird. Deutschland ist Angriffsmittelpunkt, ist aber auf solche Attacken nicht ausreichend vorbereitet. Digital sind wir schon lange im Krieg. Staatliche Organisationen greifen gezielt unsere Wirtschaft an, stehlen Informationen. Geheimdienste durchsuchen permanent das gesamte Internet, um Schwachstellen für potentielle Angriffe zu finden.
Edward Snowden enthüllt den streng geheimen Haushaltsplan der US-Geheimdienste, das sog. Black Budget:
Die NSA will jederzeit Zugriff auf Systeme anderer Länder haben… Ziel ist eine lückenlose Kontrolle über das gesamte Internet.
„Ausbau der Übernahme von Systemsteuerungen, um Informationen und technische Daten zu erhalten unter anderem über Öl- und Gasleitungen und Transportsysteme sowie Systemsteuerungen von Elektrizitätswerken.“

„Operation Eikonal“ (3)

8. Oktober 2014

Christian Flisek, der Obmann der SPD im NSA-Untersuchungsausschuss, erklärte in einem Pressegespräch, dass nicht der BND, sondern die NSA selbst die Datenweiterleitung von "Operation Eikonal" beendet habe. Dies gehe aus streng geheimen Akten hervor, die dem NSA-Untersuchungsausschuss vorliegen. Flisek bestätigte, dass die sogenannte G10-Kommission, die für die parlamentarische Kontrolle von Abhöraktionen nach dem G10-Gesetz zuständig ist, nicht über die Kooperation informiert worden sei.
Es gibt zum Teil "abwegige Rechtsauffassungen" beim BND. "Das bestärkt uns auch als SPD darin, dass wir hier an den Rechtsgrundlagen entsprechend arbeiten müssen", sagte Flisek.
Die Abgeordneten im NSA-Untersuchungsausschuss sind an strenge Geheimhaltungsvorschriften gebunden. Der Vorsitzende des Ausschusses, Sensburg (CDU), will den Vorgang prüfen…

öffentliche Meinung manipulieren…

15. Juli 2014

Der britische Geheimdienst GCHQ ist noch skrupelloser als die US-amerikanische NSA. Er überwacht nicht nur das Internet, er will die öffentliche Meinung manipulieren. Eine Einheit des britischen Geheimdienstes, die Joint Threat Research Intelligence Group (JTRIG), listet in einem streng geheimen Katalog stolz ihre Fähigkeiten auf.
Der Geheimdienst kann mit eigenen Programmen Inhalte im Internet beeinflussen. So besitze die Organisation die Fähigkeiten, Online-Abstimmungen und Klickzahlen zu manipulieren, das Netz mit Propaganda zu fluten, Rufmordkampagnen, Realitätsverzerrung zu inszenieren sowie Inhalte auf Videoplattformen zu zensieren.

Fragen an Experten auf der Netzkonferenz EuroDIG – Jan Malinowski

Fragen an Experten auf der Netzkonferenz EuroDIG: Jan Malinowski leitet die Abteilung für die Informationsgesellschaft und Internet Governance beim Europarat in Straßburg.

Das Internet hat als Zusammenarbeit begonnen, als freier Raum für alle, als Vermächtnis an die Menschheit, weil es zu groß war, um jemand Speziellem zu gehören. Meiner Meinung stammt das größte Risiko aus dem aktuellen Trend, das zu ignorieren und Teile dieses Raums zu kolonisieren oder zu übernehmen, um sie ganz allein auszubeuten, zum Beispiel durch übermäßige Behauptung von Urheberrechten, durch Einschränkungen des Rechts zu schöpfen und zu erfinden, die zu Patentkriegen führen, durch die Ausbeutung von Big Data oder indem das Internet als Gelegenheit genutzt wird, einen totalen Überwachungsstaat zu errichten. All das bedroht das Wesen des Internets, seine Universalität, Integrität und Offenheit im Rahmen der Menschenrechte, ob es um die Redefreiheit oder die Privatsphäre online geht.

Quelle: Fragen an Experten auf der Netzkonferenz EuroDIG – Jan Malinowski leitet die Abteilung für die Informationsgesellschaft und Internet Governance beim Europarat in Straßburg.

Rechte jedes Bürgers wurden verletzt

Glenn Greenwald / Laura Poitras

27. Mai 2014

Der „Stern“ hat ein E-Mail-Interview mit Edward Snowden geführt.
Die digitalen Spuren, sagt Snowden, verrieten einem guten Analysten wie ihm alles über einen Menschen:

"Wo Sie leben, wen Sie bei der nächsten Wahl wählen und auch, wen Sie lieben."

Anhand von Registrierungsdaten an Mobilfunkmasten etwa könne man fast lückenlos nachvollziehen, wie sich ein Mensch bewege und mit wem er sich treffe.

"Indem ich die Daten verbinde und analysiere, weiß ich nicht nur, wann Sie ins Bett gegangen sind – ich weiß auch mit wem."
"Um es klar zu sagen: Die verfassungsgemäßen Rechte jedes Bürgers in Deutschland wurden verletzt."

Und Snowden betont, dass die deutschen Geheimdienste mit im Boot sind!

Submarine Cable Map

The Submarine Cable Map is a free resource from TeleGeography. Data contained in this map is drawn from the Global Bandwidth Research Service and is updated on a regular basis.
Screencopy Submarine Cable Map

Datenschutz…?

Bild: CC-by-nc-sa Patrick Schulze/Flickr

3. Mai 2014

Als hätte es den NSA-Skandal nicht gegeben: Die EU will den USA jetzt ganz freiwillig Bürgerdaten liefern.
Bis zum Sommer soll ein transatlantisches "Datenschutz-Rahmenabkommen" stehen, das eine "erleichterte Übertragung von Daten" zur "Verhinderung, Aufdeckung, Ermittlung und Verfolgung von Straftaten" möglich machen soll.
Neben der massenhaften Übermittlung von Daten über unverdächtige Personen ist die Erstellung von "Profilen" vorgesehen, etwa zur automatisierten Sortierung Einreisender in die USA in "Gefahrenklassen".
Der Europäische Datenschutzbeauftragte warnt bereits länger, das Abkommen könnte "massenhafte Datenlieferungen im Bereich der Strafverfolgung legitimieren, die besonders schwerwiegende Auswirkungen auf den Einzelnen haben".