Das Internet sicherer machen!

Brad Smith auf der RSA-Konferenz 2017

31. März 2017

Unsere Daten in den Netzen sind in Gefahr durch (kriminelle) Hacker(gruppen) und durch staatliche Überwachungsmaßnahmen von Geheimdiensten. Sie können abgeschöpft und in vielfältiger Weise missbraucht werden. Gefährdet sind dabei nicht nur die persönlichen Daten, sondern auch Steuerungsdaten in den Infrastrukturnetzwerken, im Internet der Dinge. Es gab Einbrüche auch in Hochsicherheitsnetzwerke und personenbezogene Daten wurden millionenfach entwendet.
In der Europäischen Union gelten vergleichsweise hohe Sicherheitsstandards, höher als in den USA. Alle Daten, die wir in die Netzwerke der großen US-Internetkonzerne (Amazon, Apple, Facebook, Google, Microsoft, Yahoo…) eingeben, werden in den USA gespeichert oder unterliegen zumindest US-amerikanischer Gesetzgebung. Deshalb musste das Safe-Harbor-Abkommen mit den USA, das den Datentransfer in die USA regelte, nachgebessert werden. Auch das neue EU-US-Privacy-Shield wurde von Datenschützern gleich als unzureichend charakterisiert. Und seit der Amtsübernahme von Donald Trump in den USA haben die Sicherheitsbedenken weiter zugenommen.
Während allgemein große Ratlosigkeit herrscht, geht der US-IT-Riese Microsoft in die Offensive. Anfang des Jahres wurde die Microsoft Cloud Deutschland gestartet. Das Besondere daran: Alle Daten werden in sicheren Rechenzentren in Deutschland und mit Datentreuhänderschaft durch die deutsche Telekom-Tochter T-Systems gespeichert. Dadurch soll verhindert werden, dass US-Behörden per Gerichtsbeschluss doch noch Zugriffsrechte auf die Daten erzwingen könnten.

Microsoft war – wie mehrere andere große US-Internetkonzerne – durch die Snowden-Enthüllungen des PRISM-Programms Mitte 2013 in Verruf gekommen, den US-Geheimdiensten Zugang zu personenbezogenen Daten der Nutzer zu geben. Jetzt legt sich der Konzern auch mit der US-Justiz an und Microsofts Präsident und Chefjurist Brad Smith startete weltweit eine Initiative, die unsere Daten und unser Leben sicherer machen soll:

Um die Bürger im digitalen Zeitalter zu schützen, müssen wir über die Aufgaben der Nationalstaaten hinausschauen.

Süddeutsche.de zitiert Brad Smith:

Wir gehen nicht davon aus, dass diese Welt sicherer wird, wenn Regierungen in unsere Netzwerke eindringen…
Seit September 2015 hat sich die Zahl der Angriffe, die wir aus China sehen, signifikant reduziert, sagt er. Im September 2015 beschlossen USA und China, auf Wirtschaftsspionage zu verzichten. Ein freiwilliger Verzicht, der sich tatsächlich messen lasse: Weniger Firmengeheimnisse werden gestohlen, Diplomatie wirke und schütze die Wirtschaft, weltweit.

ZEIT ONLINE stellt heraus:

Seit einigen Wochen ist Smith in diplomatischer Mission unterwegs: beim Weltwirtschaftsgipfel in Davos, auf der IT-Sicherheitskonferenz RSA in San Francisco und nun auch auf einer Veranstaltung der Princeton-Universität in Berlin. Sein Ziel ist es, das Internet sicherer zu machen – nach dem Vorbild dreier herausragender zivilisatorischer Errungenschaften der vergangenen Jahrzehnte.
Smith wirbt erstens für eine Digitale Genfer Konvention, in der sich Staaten verpflichten sollen, wenigstens in Friedenszeiten keine zivilen Einrichtungen und Personen zu hacken und IT-Sicherheitslücken offenzulegen, statt sie zu horten oder gar zu verkaufen.
Zweitens schlägt er vor, das Äquivalent zur Internationalen Atomenergie-Organisation IAEA zu bilden. Sicherheitsexperten aus Politik, Unternehmen, Wissenschaft und Zivilgesellschaft sollen mutmaßlich staatlich gesteuerte Hackingangriffe gemeinsam untersuchen und – sofern sie Belege haben – die Täter öffentlich nennen und damit unter Druck setzen.
Drittens will Smith innerhalb der Technikbranche eine Art Rotes Kreuz für die Erste Hilfe nach Hackingangriffen gründen. Eine Organisation, deren Mitglieder ihr Wissen über Sicherheitslücken austauschen, die Attacken gemeinsam abwehren und sich verpflichten, keinem Staat bei Angriffen zu helfen.

Microsoft Deutschland – Pressemitteilung | Süddeutsche.de | ZEIT ONLINE | WinFuture.de | YouTube

Klage wegen Überwachung am Internetknoten DE-CIX

Zentrale des BND in Berlin

16. September 2016

Es bestehen große Zweifel, ob die sogenannte strategische Fernmeldeaufklärung des Bundesnachrichtendienstes (BND) nach dem G10-Gesetz rechtens ist. Der BND wird jetzt vor dem Bundesverwaltungsgericht in Leipzig verklagt, um die Rechtmäßigkeit der praktisch durchgeführten Massenüberwachung prüfen zu lassen.
Eingereicht hat die Klageschrift die DE-CIX Management GmbH, die das Telekommunikationsgeheimnis ihrer Kunden verletzt sieht. Der weltweit größte Netzknoten für Telekommunikationsdaten des DE-CIX in Frankfurt/Main hat im letzten Jahr sein zwanzigjähriges Bestehen gefeiert, dort wird ein erheblicher Teil der europäischen Kommunikation abgewickelt. Alle großen Telekommunikationsanbieter sind dort Kunden, etwa zwei Drittel sind aus Deutschland und der EU. Das macht ihn zu einem attraktiven Ziel für Geheimdienste: DE-CIX erhält Überwachungsanordnungen des BND und muss sie technisch umsetzen.
Dass Kabel angezapft werden, um Daten aus dem In- und Ausland an die BND-Zentrale zu liefern, ist kein Geheimnis mehr. Fast zweihundert Länder, inklusive verbündeter Staaten, umfasst das Interessengebiet des BND. Wie weit das aber legal ist und in welcher Form, ist umstritten…
Der ehemalige Präsident des Bundesverfassungsgerichts, Prof. Dr. Hans-Jürgen Papier, hat in einer gutachterlichen Stellungnahme die Rechtmäßigkeit der Anordnungen zur strategischen Fernmeldeaufklärung untersucht. In dem Gutachten sind neben den gesetzlichen Grundlagen und dem Verfassungsrecht auch Fragen in Bezug auf die Charta der Grundrechte der EU angesprochen. DE-CIX sieht sich durch das Gutachten bestätigt und verweist für die heutige Einreichung der Klage auf „gewichtige Zweifel“, dass die derzeitige Überwachungspraxis rechtmäßig ist…
Hans-Jürgen Papier bezieht dazu in seinem Gutachten für das Telekommunikationsgeheimnis nach Artikel 10 eine klare Position:
Nach heute weit überwiegender Rechtsauffassung in der Literatur kommt gerade dem Grundrecht aus Art. 10 I GG keine auf das Territorium der Bundesrepublik Deutschland begrenzte Schutzwirkung zu.
Das bedeutet, dass das Telekommunikationsgeheimnis auch dann greift, wenn der BND ausländische Telekommunikation von im Ausland lebenden Menschen mitschneidet… (Auszug aus netzpolitik.org CC by-nc-sa)

netzpolitik.org | ZEIT ONLINE

UN: Internetzensur ist eine Menschenrechtsverletzung

Human Right Council - 32nd Session
Bild: UN Geneva

1. Juli 2016

Edward Snowden twittert:

Gute Nachrichten heute: @UN Menschenrechtsrat bekräftigt Online-Rechte, verurteilt das Stören oder Abschalten des Internets.

Die Entschließung zum Thema "Förderung, Schutz und Genuss der Menschenrechte im Internet" ist die gemeinsame Initiative von Brasilien, Nigeria, Schweden, Tunesien, der Türkei und den Vereinigten Staaten von Amerika.
Sie bekräftigt, dass "die gleichen Rechte, die Menschen offline haben, auch online geschützt werden müssen".

Der UN Menschenrechtsrat verurteilt "offensichtliche Maßnahmen die darauf abzielen, einen Zugang zum Internet zu verhindern oder die Verbreitung von Information online zu stören". Dies sei eindeutig eine Menschenrechtsverletzung.

Article 19 | derStandard.at

Newsfeeds aus der digitalen Welt

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Digital: Alles digital

Internet, Schönes wie Kritisches zur Netzkultur und ganz viel zum Spielen.

Seit dem Beginn seines Angriffskriegs in der Ukraine verschärft Russland die Kontrolle im Internet. Signal und Viber sind bereits gesperrt, nun könnte WhatsApp folgen.
Author: DIE ZEIT: Ausland - Sarah Vojta
Posted: 28.11.2025 19:42
Ausgerechnet in der Black-Friday-Woche hat OpenAI einen Shoppingassistenten in ChatGPT vorgestellt. Was taugt der? Wir haben sieben Experten in der Redaktion gefragt.
Author: DIE ZEIT: Mobil - Noah Fuhst, Markus Horeld, Hannes Leitlein, Henrik Oerding, Rose Tremlett, Viktar Vasileuski, Lisa Hegemann
Posted: 28.11.2025 18:30
Elon Musk wollte auf seiner Plattform X für mehr Transparenz sorgen – mit kuriosen Folgen: Plötzlich wird klar, dass viele MAGA-Influencer gar nicht in den USA sitzen.
Author: DIE ZEIT: Digital - Rose Tremlett
Posted: 28.11.2025 10:55
KI‑Begleiter hören zu, trösten, flirten. Für manche Menschen ersetzen sie bereits Freundschaften oder Beziehungen. Eine Chance gegen die Einsamkeit?
Author: DIE ZEIT: Digital - Sven Stockrahm, Henrik Oerding
Posted: 27.11.2025 19:21
Donald Trump hat die "Genesis-Mission" ausgerufen. Das Ziel: das KI-Rennen gewinnen. Eine Sache lässt er unerwähnt: Woher soll nur das Geld kommen? Der KI-Newsletter
Author: DIE ZEIT: Internet - Lisa Hegemann
Posted: 27.11.2025 17:44
Das EU-Parlament hat sich für eine Altersbeschränkung von Social Media ausgesprochen, um Jugendliche zu schützen. Rechtlich bindend ist der Beschluss nicht.
Author: DIE ZEIT: Ausland - Luis Kumpfmüller
Posted: 26.11.2025 19:10
Wo war ich gerade? Was wollte ich noch mal? Auch unsere Autorin ist Smartphone-Opfer. Zwischen Hamburg, London und New York begreift sie, warum – und was sie tun kann.
Author: DIE ZEIT: Internet - Johanna Jürgens
Posted: 26.11.2025 15:46
Wo war ich gerade? Was wollte ich noch mal? Auch unsere Autorin ist Smartphone-Opfer. Zwischen Hamburg, London und New York begreift sie, warum – und was sie tun kann.
Author: DIE ZEIT: Internet - Johanna Jürgens
Posted: 26.11.2025 15:46
Unter den KI-Chatbots liegt ChatGPT laut einer Forsa-Umfrage in Deutschland weiterhin vorn. Doch andere Unternehmen holen auf – auch aus Deutschland.
Author: DIE ZEIT: Digital - David Will
Posted: 26.11.2025 13:49
Unter den KI-Chatbots liegt ChatGPT laut einer Forsa-Umfrage in Deutschland weiterhin vorn. Doch andere Unternehmen holen auf – auch aus Deutschland.
Author: DIE ZEIT: Digital - David Will
Posted: 26.11.2025 13:49
Jaja, Videospiele sind böse, heißt es. Doch Zocken kann positive Effekte haben und sogar zu einer psychischen Ressource werden. Die Bedingungen sind entscheidend.
Author: DIE ZEIT: Games - Matthias Kreienbrink
Posted: 23.11.2025 08:50
In einem Forschungsprojekt berichteten Nutzer über geringere Gefühle von Depression, Angst und Einsamkeit, wenn sie weniger Facebook nutzten. Meta beendete das Projekt.
Author: DIE ZEIT: Digital - Sophia Boddenberg
Posted: 23.11.2025 04:17
In einem Forschungsprojekt berichteten Nutzer über geringere Gefühle von Depression, Angst und Einsamkeit, wenn sie weniger Facebook nutzten. Meta beendete das Projekt.
Author: DIE ZEIT: Digital - Sophia Boddenberg
Posted: 23.11.2025 04:17
In einem Forschungsprojekt berichteten Nutzer über geringere Gefühle von Depression, Angst und Einsamkeit, wenn sie weniger Facebook nutzten. Meta beendete das Projekt.
Author: DIE ZEIT: Digital - Sophia Boddenberg
Posted: 23.11.2025 04:17
Sie sollen Stufen, Kabel, Ketchupflecken können. Das Versprechen von teuren Staubsaugerrobotern: andere Liga als die Basismodelle. Wirklich? Wir haben drei getestet.
Author: DIE ZEIT: Digital - Henrik Oerding
Posted: 22.11.2025 07:11

Newsfeeds zur Netzpolitik und Netzwerkkultur

Hier werden originale Newsfeeds von SPIEGEL ONLINE und netzpolitik.org zu verschiedenen Aspekten der Netzpolitik und Netzwerkkultur eingespielt (mit freundlicher Genehmigung von SPIEGEL ONLINE und netzpolitik.org).

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DER SPIEGEL - Netzwelt

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EU-Kommission will Cookie-Einstellungen vereinfachen und KI-Regeln später einführen

Die EU-Kommission hat umfangreiche Vorschläge zur Netzpolitik gemacht. Damit könnten Cookie-Banner im Internet weniger häufig aufploppen. Datenschützer kritisieren aber die Idee, die Einführung von KI-Regeln aufzuschieben.
Veröffentlicht: 19.11.2025 13:12

Amazon scheitert mit Klage gegen strengere EU-Auflagen

Die EU hat sehr großen Onlineplattformen verschärfte Pflichten auferlegt, um Nutzerinnen und Nutzer zu schützen. Amazon wollte anders eingestuft werden, das Gericht fand die Argumente nicht überzeugend.
Veröffentlicht: 19.11.2025 10:28

Digitalgipfel: Wie die EU ihre KI-Regeln schwächen will

Merz und Macron wollen auf einem Gipfel über die digitale Zukunft Europas diskutieren. Um bei KI aufzuholen, will die EU einige strenge Regeln aufweichen. Droht ein Ende der europäischen Werte im Digitalen?
Veröffentlicht: 18.11.2025 08:34

Glasfaser: Warum Kunden in Deutschland selten diesen Breitbandanschluss wählen

Der Ausbau von Glasfasernetzen schreitet endlich voran. Doch die meisten Haushalte bleiben bei DSL und TV-Kabel. Eine neue Studie schlägt vor, wie Deutschland bei Glasfaseranschlüssen doch noch aufholen könnte.
Veröffentlicht: 17.11.2025 09:54

Pawel Durow: Telegram-Gründer darf Frankreich wieder uneingeschränkt verlassen

Wegen krimineller und extremistischer Inhalte auf Telegram wurde gegen Pawel Durow in Frankreich ermittelt – und er durfte das Land nicht verlassen. Nun hat die Justiz offenbar alle Reisebeschränkungen zurückgenommen.
Veröffentlicht: 13.11.2025 16:10

Songtexte: Gema erzielt Auftakterfolg gegen ChatGPT

Sind Songtexte in ChatGPT Kopien oder eine »iterativ-probabilistische Synthese«? In München hat der Rechteverwerter Gema einen Erfolg gegen OpenAI erzielt. Weitere Verfahren sind aber wahrscheinlich.
Veröffentlicht: 11.11.2025 09:50

Hatespeech: Gefährden Ermittlungen die Meinungsfreiheit in Deutschland?

Es ist ein erbitterter Kampf darüber entbrannt, was man im Netz sagen darf. Gängelt der Staat harmlose Onlinenutzer oder verfolgt er die Richtigen? Hier spricht einer der wichtigsten Hatespeech-Ermittler über seine Arbeit.
Veröffentlicht: 8.11.2025 19:29

Kindesmissbrauch: EU verzichtet auf anlasslose Überwachung von Messengern

Die EU-Kommission wollte Messengerdienste überwachen, um Darstellungen von sexuellem Missbrauch zu bekämpfen. Doch diese anlasslose »Chatkontrolle« wird nicht kommen. Dänemark als Ratspräsidentschaft hat die Pläne gestrichen.
Veröffentlicht: 30.10.2025 23:39

Pädokriminalität: Darknetplattformen mit 350.000 Nutzern abgeschaltet

Nach Ermittlungen bayerischer Kriminalbeamter wurde der Betreiber zweier Onlineplattformen festgenommen. Die Rechenzentren der Seiten, die Missbrauchsdarstellungen verbreiteten, standen in Deutschland.
Veröffentlicht: 29.10.2025 13:01

Uno: Mehr als 60 Staaten unterzeichnen umstrittenes Abkommen gegen Cyberkriminalität

Die Uno möchte Verbrechen im digitalen Raum künftig international stärker bekämpfen. Menschenrechtler und Techkonzerne aber warnen, dass die Vereinbarung den Datenschutz und die Meinungsfreiheit bedroht.
Veröffentlicht: 25.10.2025 09:51

Facebook, Instagram und TikTok droht EU-Strafe wegen möglicher Verstöße gegen Digitalgesetz

Die Plattformen Facebook, Instagram und TikTok gehen nicht transparent genug mit ihren Daten um – zu dem Schluss kommen vorläufige Ermittlungen der EU-Kommission. Und das ist nicht der einzige Vorwurf.
Veröffentlicht: 24.10.2025 11:28

Apple verliert britischen Milliardenprozess um App Store

Ein britisches Gericht wirft Apple »überhöhte und unfaire Preise« im App Store vor. Die Höhe des Schadensersatzes wird im nächsten Monat festgelegt – es könnte sehr teuer werden.
Veröffentlicht: 24.10.2025 02:29

Künstliche Intelligenz im Job: »Es riecht ein wenig nach Angstmache«

Ein Technikhype blendet viele Manager, warnt die Wiener KI-Expertin Alexandra Ebert. Wer heute Mitarbeiter dazu verdonnere, unausgereifte KI-Tools zu babysitten, werde in der Arbeitswelt von morgen abgehängt.
Veröffentlicht: 20.10.2025 05:54

China wirft US-Geheimdienst NSA Cyberangriffe auf nationale Zeiterfassung vor

Neue Spannungen zwischen China und den USA: Peking spricht von Cyberangriffen, Washington habe damit schwere Folgen für Finanzsysteme und Stromversorgung riskiert.
Veröffentlicht: 19.10.2025 08:20

TikTok, Google und Alexander Dobrindt: Datenschützer verleihen negativen Big-Brother-Award

Die Big Brother Awards 2025 gehen an drei Akteure, die laut Jury keine großen Freunde des Datenschutzes sind. Besonders im Visier: Bundesinnenminister Dobrindt und seine geplante Gesichtserkennungssoftware.
Veröffentlicht: 10.10.2025 18:26

Bundeskabinett uneinig über EU-Vorstoß zur »Chatkontrolle«

Die EU-Kommission will Chats automatisiert scannen, das deutsche Justizministerium will da nicht mitziehen. Eine einheitliche Haltung zur »Chatkontrolle« hat Schwarz-Rot noch nicht gefunden.
Veröffentlicht: 8.10.2025 14:19

WhatsApp warnt vor EU-Gesetz zur Chat-Überwachung

Der EU-Ministerrat könnte bald ein umstrittenes Gesetz zur Auswertung von verschlüsselten Chats auf den Weg bringen. Techunternehmen und Experten warnen nun eindringlich vor dem Vorhaben.
Veröffentlicht: 6.10.2025 10:19

Kim Hoss: Privates Foto nach Entwickeln in DM-Filiale geklaut – Influencerin will Petition starten

Influencerin Kim Hoss ließ Urlaubsfotos bei einem Drogeriemarkt entwickeln. Nach dem Abholen stellte sie fest, dass ein Nacktbild fehlte. Nun fragt sich das Netz: Warum machen es die großen Ketten Fotodieben nicht schwerer?
Veröffentlicht: 25.9.2025 13:10

Apple, Booking.com, Google, Microsoft: EU-Kommission verlangt Auskünfte zu Betrugsmaschen

Apple, Booking.com, Google und Microsoft bekommen blaue Briefe aus Brüssel: Die Internetkonzerne sollen darlegen, wie sie Kriminelle auf ihren Plattformen verfolgen.
Veröffentlicht: 23.9.2025 14:19

TikTok: Donald Trump gibt offenbar Pläne für direkte Regierungsbeteiligung an Video-App auf

Ein TikTok-Deal zwischen China und den USA steht wohl vor dem Abschluss. Doch noch immer sind viele Fragen offen. Bei einem wichtigen Thema macht das Weiße Haus nun offenbar einen Rückzieher.
Veröffentlicht: 23.9.2025 10:07

netzpolitik.org

Wir thematisieren die wichtigen Fragestellungen rund um Internet, Gesellschaft und Politik und zeigen Wege auf, wie man sich auch selbst mit Hilfe des Netzes für digitale Freiheiten und Offenheit engagieren kann. Mit netzpolitik.org beschreiben wir, wie die Politik das Internet durch Regulierung verändert und wie das Netz Politik, Öffentlichkeiten und alles andere verändert.

Karte von Gießen, westlicher Teil rot eingefärbt, auf den Messehallen ein brauner Punkt mit Aufschrift AfD
Mit der Bestätigung der Verfügung der Stadt Gießen sind alle Gegenproteste in den Ostteil verlegt worden, dadurch entsteht faktisch eine Demoverbotszone rund um die AfD-Veranstaltung. netzpolitik.org / ODbL
Die Stadt Gießen hat sich mit einer versammlungsfeindlichen Demoverbotszone im gesamten Westteil der Stadt durchgesetzt, wo am Samstag der neue Jugendverband der AfD gegründet werden soll. Durch die Entscheidung wird Protest in Hör- und Sichtweite der Rechtsradikalen deutlich erschwert. Die Linke hat dagegen einen Eilantrag beim Bundesverfassungsgericht eingereicht.
Author: Markus Reuter
Posted: 28.11.2025 21:01
Prompt: Magnifying glass looks at screen smartphone, big question mark background, comic-style --chaos 35 --ar 16:9 --stylize 350 --weird 400
Viele Fragen sind noch offen bei der Chatkontrolle. (Symbolbild) – Public Domain netzpolitik.org / generiert mit Midjourney
Die verpflichtende Chatkontrolle ist vorerst vom Tisch, doch viele Fragen sind noch offen. Was ist der genaue Stand und welche Gefahren lauern im weiteren Prozess?
Author: Andre Meister
Posted: 28.11.2025 16:10
Draufsicht eines trostlosen Verhörraums aus Perspektive einer Überwachungskamera. Marksu Reuter sitzt am Tisch und blickt auf eine Kamera. Auf dem Tisch Utensilien: Lampe, rose Telefon, vertrocknete Pflanze, BND Schreibblock und eine Digitaluhr ist auf 13:12 stehen geblieben.
Wir lass uns nicht einschüchtern CC-BY-NC-SA 4.0 netzpolitik.org
Dank eines jahrelangen Kampfes ist die verpflichtende Chatkontrolle vorerst vom Tisch. Das ist ein Etappensieg für die Grundrechte. Doch die Befürworter von mehr Überwachung werden nicht locker lassen. Wir kämpfen weiter für die private und vertrauliche Kommunikation im Netz. Dafür brauchen wir deine Unterstützung!
Author: netzpolitik.org
Posted: 28.11.2025 06:04
Ortsschild mit Gießen und durchgestrichene AfD-Jugend
In Gießen wird es Massenproteste gegen die rechtsradikale AfD-Jugend geben. (Symbolbild) – Alle Rechte vorbehalten imago-giessen-afd-jugend-montage
Der Streit um eine von der Stadt Gießen verfügte Demoverbotszone geht nun in die nächste Instanz, vor den Hessischen Verwaltungsgerichtshof. Die Stadt beharrt darauf, die Proteste weit weg von der AfD-Veranstaltung zu verlegen.
Author: Markus Reuter
Posted: 27.11.2025 18:51
durch eine Fensterfront sind Emmanuel Macron und Friedrich Merz auf einem Podest bei einer Pressekonferenz zu sehen
Open Source musste beim Digitalgipfel in Berlin draußen bleiben. – Alle Rechte vorbehalten IMAGO/Chris Emil Janßen
Wenn es nach den EU-Staatschef:innen geht, heißt "digitale Souveränität", auf Technologie aus Europa zu setzen, so der Tenor auf dem Digitalgipfel Mitte November. Um sich von Big Tech unabhängig zu machen, ist aber weniger relevant, wo Lösungen herkommen, sondern vielmehr dass sie Open Source sind, entgegnen zivilgesellschaftliche Akteure.
Author: Esther Menhard
Posted: 27.11.2025 16:21
Auf einem Smartphone Bildschirm sind Apps zu sehen. Ein Finger schwebt über dem WhatsApp-Symbol.
Beinah die Hälfte der Weltbevölkerung hat ein WhatsApp-Profil. Das kann ziemlich verräterisch sein. – Alle Rechte vorbehalten IMAGO / NurPhoto
Forscher*innen aus Österreich entdeckten die freie Verfügbarkeit von 3,5 Milliarden WhatsApp-Profilen. Wie es zu dem spektakulären Fund kam und wie Meta auf ihre Warnung reagierte, erzählt Aljosha Judmayer, Co-Autor der Studie zum Datenleck.
Author: Paula Clamor
Posted: 27.11.2025 15:13
Bild eines Konferenztisches mit Personen.
Laura Rudas (in grün-weiß) beim Round Table. Screenshot eines Videos vom Gipfel
Eine hochrangige Palantir-Managerin nahm ausgerechnet am Gipfel zur digitalen Souveränität teil. Palantir gilt als Paradebeispiel für die Gefahren digitaler Abhängigkeiten. Das Bundeskanzleramt wusste offenbar nichts davon.
Author: Markus Reuter
Posted: 27.11.2025 14:28
Große Demonstration gegen Rechtsradikalismus.
Die Gießener sind stabil gegen Rechts. An einer Demo im Februar 2025 nahmen mehr als 10.000 Menschen teil. – Alle Rechte vorbehalten IMAGO / Müller-Stauffenberg
In der juristischen Auseinandersetzung um eine faktische "Demoverbotszone" in Gießen hat das Verwaltungsgericht in einem Fall die Auflagen der Stadt bestätigt. Die möchte den Protest gegen die rechtsradikale AfD-Jugend auf die andere Seite der Stadt verlegen. Doch die Anmelder der Demos wehren sich weiter.
Author: Markus Reuter
Posted: 27.11.2025 04:00
Eine Reihe von weißen einsen und nullen aufm schwarzen Grund, in der Mitte sind einzige Ziffern rot, sodass ein Herz sichtbar wird.
Wer mit Daten Gutes tun will, könnte es bald schwer haben. – Gemeinfrei-ähnlich freigegeben durch unsplash.com Alexander Sinn
Weil Tech-Konzerne selten Zugang zu ihren Daten gewähren, ist unabhängige Forschung auf Datenspenden angewiesen. Damit könnte es jedoch bald vorbei sein, denn die EU-Kommission will das Datenauskunftsrecht einschränken. Ein offener Brief aus der Wissenschaft warnt vor schwerwiegenden Folgen für die Plattformforschung.
Author: Ingo Dachwitz
Posted: 26.11.2025 15:43
Lupe schaut auf Messenger
Knackpunkt der Verhandlungen war die verpflichtende Chatkontrolle. (Symbolbild) – Alle Rechte vorbehalten IMAGO / IlluPics
Nach langer Blockade hat sich der EU-Rat bei der Chatkontrolle geeinigt. Zivilgesellschaftliche Organisationen sind erleichtert, dass die verpflichtende Chatkontrolle vom Tisch ist, warnen aber vor anderen problematischen Teilen im Gesetzentwurf.
Author: Markus Reuter
Posted: 26.11.2025 10:53
Ein Schaubild, auf dem eine Drohne, Drohnensteuerungssysteme und kritische Infrastruktur zu sehen sind.
Frontex bereitet sich auf verschiedene Szenarien gegen störende Drohnen vor. Dazu gehört auch deren Abwehr. – Alle Rechte vorbehalten Frontex
Die EU plant neue Strukturen zur Abwehr unbemannter Fluggeräte. Frontex könnte dazu ein erweitertes Mandat erhalten. Europol warnt vor zunehmender Nutzung durch organisierte und staatliche Akteure.
Author: Matthias Monroy
Posted: 26.11.2025 09:42
Schild mit Scheiss-Haufen und Aufschrift "AfD ist keine Alternative"
Schon im Februar dieses Jahres demonstrierten mehr als 10.000 Menschen in Gießen gegen den Rechtsruck. (Archivbild) – Alle Rechte vorbehalten IMAGO / Müller-Stauffenberg
Am Wochenende trifft sich die AfD-Jugend in Gießen. Mit einer faktischen Verbotszone in der Nähe der AfD-Veranstaltung beschränken Polizei und Stadt nun massiv das Grundrecht auf Versammlungsfreiheit. Doch Gegenproteste müssen in Hör- und Sichtweite stattfinden können. Ein Kommentar.
Author: Markus Reuter
Posted: 25.11.2025 16:10
Viele Menschen auf Demo.
Gießen ist stabil gegen Nazis. Im Februar 2025 demonstrierten mehr als 10.000 gegen Rechts. (Archivbild) – Alle Rechte vorbehalten IMAGO / Müller-Stauffenberg
Die Stadt Gießen hat mehrere Gegendemos in der Nähe der Gründungsveranstaltung der rechtsradikalen AfD-Jugend verboten. Die Anmelder wehren sich dagegen vor dem Verwaltungsgericht und kritisieren massive Einschränkungen der Versammlungsfreiheit.
Author: Markus Reuter
Posted: 25.11.2025 16:07
Die vorgeschlagenen Änderungen an der DSGVO wollen viele Abgeordnete am liebsten ganz verwerfen. – Gemeinfrei-ähnlich freigegeben durch unsplash.com Steve Johnson
In Brüssel nimmt die Debatte um den „digitalen Omnibus“ an Fahrt auf. Während vier Fraktionen im EU-Parlament die Aufweichung von KI- und Datenschutzregeln kritisieren, begrüßen Konservative das Vorhaben grundsätzlich. Werden sie wieder mit Rechtsaußen-Fraktionen stimmen, um das Vorhaben durchzusetzen?
Author: Anna Ströbele Romero
Posted: 24.11.2025 17:41
Eine Drohne
Bitte recht freundlich schauen: Die Polizei will mit Drohnen gegen autofahrende Handy-Nutzer*innen vorgehen. – Alle Rechte vorbehalten IMAGO / imagebroker, Bearbeitung netzpolitik.org
Die sächsische Polizei soll Menschen, die beim Autofahren ihr Handy bedienen, mit Drohnen jagen. Doch das ist nur ein Hammer im Polizeigesetz-Entwurf: Die Polizei soll in Zukunft auch Verhaltensscanner, Palantir-Datenanalyse, Live-Gesichtserkennung, Gesichter-Suchmaschinen und Staatstrojaner nutzen dürfen.
Author: Martin Schwarzbeck
Posted: 24.11.2025 16:35
Draufsicht eines trostlosen Verhörraums aus Perspektive einer Überwachungskamera. Sebastian Meineck sitz am Tisch und blickt auf eine Kamera. Auf dem Tisch Utensilien: Lampe, rose Telefon, vertrocknete Pflanze, BND Schreibblock und eine Digitaluhr ist auf 13:12 stehen geblieben.
Wir lassen uns nicht einschüchtern CC-BY-NC-SA 4.0
Datenhändler verkaufen genaue Standortdaten von potenziell allen Menschen, die ein Handy haben. Seit zwei Jahren recherchieren wir im Dschungel der Databroker und haben dabei schon mehr als 13 Milliarden Standortdaten angehäuft, ohne einen Cent zu zahlen. Wie tief ist der Abgrund der Werbe-Industrie?
Author: netzpolitik.org
Posted: 24.11.2025 06:02
Fraktal in schwarz-rot
– Fraktal, generiert mit MandelBrowser von Tomasz Śmigielski
Die 47. Kalenderwoche geht zu Ende. Wir haben 20 neue Texte mit insgesamt 132.907 Zeichen veröffentlicht. Willkommen zum netzpolitischen Wochenrückblick.
Author: Anna Biselli
Posted: 22.11.2025 08:30
Kind von hinten, wie es auf Laptop schaut
Kind vor dem Rechner: Eltern sollen per „One-Button-Lösung“ Inhalte filtern können. – Gemeinfrei-ähnlich freigegeben durch unsplash.com Thomas Park
Mit Brandenburg hat auch das letzte Landesparlament für eine Reform des Jugendmedienschutzes gestimmt. Eltern sollen Geräte künftig mit einem Klick in einen Schutzmodus versetzen können. Außerdem wird es für die Medienaufsicht einfacher, Netzsperren zu verhängen.
Author: Chris Köver
Posted: 21.11.2025 14:05
Ein Holzstempel auf einem Papierbogen
Haben Stempel ausgedient? – Gemeinfrei-ähnlich freigegeben durch unsplash.com Markus Spiske
Unternehmen in der EU sollen eine digitale Identität erhalten. Der Vorschlag der EU-Kommission ist Teil des "Digital Omnibus"-Gesetzespakets und gleicht der geplanten digitalen Brieftasche für die EU-Bürger:innen.
Author: Daniel Leisegang
Posted: 21.11.2025 12:53
Ein kleiner blauer Spielzeug-Bus vor gelbem Hintergrund
Wenn man die Komplexität nur weit genug reduziert, dann wird auch der digitale Omnibus freundlich und nett. (Symbolbild) – Gemeinfrei-ähnlich freigegeben durch unsplash.com Mourizal Zativa
Bei sperrigen Themen gerät die Komplexität unter die Räder. Das neue große Gesetzespaket der EU reduzierten einige Medien auf das Thema Cookie-Banner - und gaben dabei die Kritik von Datenschützer:innen teilweise falsch wieder. Sowas muss echt nicht sein. Ein Kommentar.
Author: Markus Reuter
Posted: 20.11.2025 16:58
Drei Personen in formellen Setting sprechen und scherzen miteinander
Offenbar auf einer Linie: Ursula von der Leyen, Emmanuel Macron und Friedrich Merz Ende Oktober in Brüssel. – Alle Rechte vorbehalten IMAGO / Anadolu Agency
Mit ihrem "Digitalen Omnibus" will die Kommission Regeln für risikoreiche KI-Systeme um mehr als ein Jahr hinauszögern und den Datenschutz deutlich einschränken. Industrieverbände begrüßen den Schritt, Verbraucherschützer:innen sind alarmiert. Wir beantworten die wichtigsten Fragen zum Gesetzespaket.
Author: Ingo Dachwitz
Posted: 20.11.2025 16:40
Ein langer heller Flur in einer Klinik.
Die Entlassung aus einer Klinik sollte ein Zeichen der Genesung sein, nicht der polizeilichen Erfassung. – Alle Rechte vorbehalten Imago|YAY Images, Bearbeitung: netzpolitik.org
Die Polizei in Niedersachsen soll künftig Daten zu vermeintlich gefährlichen Personen erhalten, die zwangsweise in eine Klinik eingewiesen wurden. Was gefährlich heißt, soll das Land definieren. Fachleute halten das für "verfassungsrechtlich bedenklich".
Author: Anna Biselli
Posted: 20.11.2025 14:06
Justizia-Figur, in der einen Waagschale liegt eine 1, in der anderen eine 0
Auf dem Weg zu den Digitalgerichten der Zukunft muss der Zugang zum Recht für alle gewahrt bleiben. (Symbolbild) CC-BY-SA 4.0 Elemente KI-generiert mit Gemini; Montage: netzpolitik.org
Mit einem neuen Gesetz will die Bundesregierung Gerichtsverfahren beschleunigen, die Digitalisierung in der Justiz vorantreiben und Bürger*innen den Zugang zum Recht erleichtern. Dabei benachteiligt sie jedoch die Gruppe der Beklagten und stößt bei Expert*innen auf Kritik.
Author: Esther Menhard
Posted: 20.11.2025 08:53
Illustration: Stilisierte vermummte Person hält in werfender Pose eine Tastatur in der Hand. Dazu Text: Anleitung zum Online-Rabatz.
Werft Zeichen statt Steine. Wir sagen euch wie. CC-BY-NC-SA 4.0 Montage netzpolitik.org
Regierungen werden autoritärer, Konzerne mächtiger, die Überwachungsinstrumente zahlreicher. Es braucht jetzt eine Zivilgesellschaft, die für unser aller Grundrechte kämpft. Mit diesen digitalen Tools kannst du dich für eine freie und solidarische Gesellschaft einsetzen.
Author: netzpolitik.org
Posted: 20.11.2025 06:11
Ein liegengebliebener Bus in einer Wüste
Mit dem Omnibus in die Regulierungswüste. – Gemeinfrei-ähnlich freigegeben durch unsplash.com Supradoc
Das angekündigte Reformpaket ist da und die EU-Kommission bleibt auf Konfrontationskurs: Statt den Datenschutz zu vereinfachen, schleift sie Grundrechte. Statt europäischen Unternehmen zu helfen, kommt sie Big Tech entgegen. Ein Kommentar.
Author: Ingo Dachwitz
Posted: 19.11.2025 17:30

Newsfeed zum Schwerpunkt Datensicherheit (Security)

News zum Thema Computer-Sicherheit | heise Security

heise security News

Anfang Oktober wurde ein IT-Angriff auf die japanische Asahi-Brauerei bekannt. Daten von rund 2 Millionen Menschen sind abgeflossen.
Author: Heise
Posted: 28.11.2025 10:20
Die Softwareentwicklungsplattform GitLab ist verwundbar. Sicherheitsupdates schließen mehrere Schwachstellen.
Author: Heise
Posted: 28.11.2025 08:10
Nach den August-Updates erscheinen öfter unerwartet Benutzerkontensteuerungs-Prompts in Windows. Microsoft bessert ein wenig nach.
Author: Heise
Posted: 28.11.2025 07:22
Im c't-Datenschutz-Podcast erklärt ein Experte, wie Bürger ihr Recht auf Informationsfreiheit nutzen können und wo die Grenzen der Transparenz liegen.
Author: Heise
Posted: 28.11.2025 06:40
Das Tor-Projekt arbeitet an einer neuen Verschlüsselung für den Tor-Circuit-Traffic. Sie soll vor einigen Angriffen schützen.
Author: Heise
Posted: 27.11.2025 13:42
Eine Petition fordert, ehrenamtliche Arbeit an Open-Source-Software rechtlich wie klassisches Ehrenamt zu behandeln – mit steuerlichen Vorteilen.
Author: Heise
Posted: 27.11.2025 13:20
Es sind wichtige Sicherheitsupdates für IBM App Connect Enterprise und App Connect Enterprise Certified Container erschienen.
Author: Heise
Posted: 27.11.2025 13:11
Unter anderem eine kritische Sicherheitslücke gefährdet Router von Asus. Es kann Schadcode auf Geräte gelangen.
Author: Heise
Posted: 27.11.2025 11:00
Das FBI warnt vor Betrügern, die sich als Finanzinstitutsangestellte ausgeben, um Geld und Daten zu stehlen und Konten zu übernehmen.
Author: Heise
Posted: 27.11.2025 10:58
OpenAI meldet Datendiebstahl bei dem Webanalyser-Dienstleister Mixpanel. Daten von OpenAI-API-Nutzern sind betroffen.
Author: Heise
Posted: 27.11.2025 08:34
Rabatte von bis zu 83 Prozent gibt es am Donnerstag und Freitag auf Webinare zu IT-Sicherheit und Energie sowie digitale Heftausgaben.
Author: Heise
Posted: 27.11.2025 08:00
Drei Bezirksverwaltungen in London haben nach Cyberangriffen die IT abgeschaltet, was behördliche Dienstleistungen einschränkt. Details gibt es noch keine.
Author: Heise
Posted: 27.11.2025 04:04
Die US-amerikanische IT-Sicherheitsbehörde CISA warnt vor Angriffen auf Nutzer von Messengern wie Signal oder WhatsApp.
Author: Heise
Posted: 26.11.2025 12:53
Eine großangelegte Simulation an einer deutschen Universitätsklinik zeigt: Gängige Schutzmaßnahmen wie [EXTERN]-Tags versagen, technische Filter wirken.
Author: Heise
Posted: 26.11.2025 10:55
Angreifer können unter anderem an einer kritischen Sicherheitslücke in Nvidias KI-Computer DGX Spark ansetzen.
Author: Heise
Posted: 26.11.2025 10:24
Admins können neue Prozesse beobachten: Microsoft ändert die Teams-Telefonie unter Windows. Ein Test für SSO-Log-ins in Teams Web ist pausiert.
Author: Heise
Posted: 26.11.2025 06:55
Signal-Nutzer verlieren bei Smartphone-Verlust ihren Chatverlauf. Mit den Secure Backups ist dieser Makel jetzt aus der Welt – nun auch für iOS.
Author: Heise
Posted: 25.11.2025 17:22
Das BKA hat am Dienstag Durchsuchungen bei der Online-Gruppe "Schweinetreff" durchgeführt. Die soll für Bombendrohungen verantwortlich sein.
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Posted: 25.11.2025 12:31
Eine Woche nach dem Launch von Googles Gemini 3 stellt Anthropic mit Claude Opus 4.5 eine neue Version seines Top-KI-Modells vor.
Author: Heise
Posted: 25.11.2025 11:54
Hoch gelistete, insgesamt millionenfach installierte Apps in Google Play haben aggressiv Werbung ausgespielt und Handy-Akkus leergezogen.
Author: Heise
Posted: 25.11.2025 10:44

Schlachtfeld Internet

12. Januar 2015

Das Internet ist das System, das in Zukunft die Macht von Staaten, Institutionen oder auch Unternehmen massiv bestimmen wird. Deutschland ist Angriffsmittelpunkt, ist aber auf solche Attacken nicht ausreichend vorbereitet. Digital sind wir schon lange im Krieg. Staatliche Organisationen greifen gezielt unsere Wirtschaft an, stehlen Informationen. Geheimdienste durchsuchen permanent das gesamte Internet, um Schwachstellen für potentielle Angriffe zu finden.
Edward Snowden enthüllt den streng geheimen Haushaltsplan der US-Geheimdienste, das sog. Black Budget:
Die NSA will jederzeit Zugriff auf Systeme anderer Länder haben… Ziel ist eine lückenlose Kontrolle über das gesamte Internet.
„Ausbau der Übernahme von Systemsteuerungen, um Informationen und technische Daten zu erhalten unter anderem über Öl- und Gasleitungen und Transportsysteme sowie Systemsteuerungen von Elektrizitätswerken.“

„Operation Eikonal“ (3)

8. Oktober 2014

Christian Flisek, der Obmann der SPD im NSA-Untersuchungsausschuss, erklärte in einem Pressegespräch, dass nicht der BND, sondern die NSA selbst die Datenweiterleitung von "Operation Eikonal" beendet habe. Dies gehe aus streng geheimen Akten hervor, die dem NSA-Untersuchungsausschuss vorliegen. Flisek bestätigte, dass die sogenannte G10-Kommission, die für die parlamentarische Kontrolle von Abhöraktionen nach dem G10-Gesetz zuständig ist, nicht über die Kooperation informiert worden sei.
Es gibt zum Teil "abwegige Rechtsauffassungen" beim BND. "Das bestärkt uns auch als SPD darin, dass wir hier an den Rechtsgrundlagen entsprechend arbeiten müssen", sagte Flisek.
Die Abgeordneten im NSA-Untersuchungsausschuss sind an strenge Geheimhaltungsvorschriften gebunden. Der Vorsitzende des Ausschusses, Sensburg (CDU), will den Vorgang prüfen…

öffentliche Meinung manipulieren…

15. Juli 2014

Der britische Geheimdienst GCHQ ist noch skrupelloser als die US-amerikanische NSA. Er überwacht nicht nur das Internet, er will die öffentliche Meinung manipulieren. Eine Einheit des britischen Geheimdienstes, die Joint Threat Research Intelligence Group (JTRIG), listet in einem streng geheimen Katalog stolz ihre Fähigkeiten auf.
Der Geheimdienst kann mit eigenen Programmen Inhalte im Internet beeinflussen. So besitze die Organisation die Fähigkeiten, Online-Abstimmungen und Klickzahlen zu manipulieren, das Netz mit Propaganda zu fluten, Rufmordkampagnen, Realitätsverzerrung zu inszenieren sowie Inhalte auf Videoplattformen zu zensieren.

Fragen an Experten auf der Netzkonferenz EuroDIG – Jan Malinowski

Fragen an Experten auf der Netzkonferenz EuroDIG: Jan Malinowski leitet die Abteilung für die Informationsgesellschaft und Internet Governance beim Europarat in Straßburg.

Das Internet hat als Zusammenarbeit begonnen, als freier Raum für alle, als Vermächtnis an die Menschheit, weil es zu groß war, um jemand Speziellem zu gehören. Meiner Meinung stammt das größte Risiko aus dem aktuellen Trend, das zu ignorieren und Teile dieses Raums zu kolonisieren oder zu übernehmen, um sie ganz allein auszubeuten, zum Beispiel durch übermäßige Behauptung von Urheberrechten, durch Einschränkungen des Rechts zu schöpfen und zu erfinden, die zu Patentkriegen führen, durch die Ausbeutung von Big Data oder indem das Internet als Gelegenheit genutzt wird, einen totalen Überwachungsstaat zu errichten. All das bedroht das Wesen des Internets, seine Universalität, Integrität und Offenheit im Rahmen der Menschenrechte, ob es um die Redefreiheit oder die Privatsphäre online geht.

Quelle: Fragen an Experten auf der Netzkonferenz EuroDIG – Jan Malinowski leitet die Abteilung für die Informationsgesellschaft und Internet Governance beim Europarat in Straßburg.

Rechte jedes Bürgers wurden verletzt

Glenn Greenwald / Laura Poitras

27. Mai 2014

Der „Stern“ hat ein E-Mail-Interview mit Edward Snowden geführt.
Die digitalen Spuren, sagt Snowden, verrieten einem guten Analysten wie ihm alles über einen Menschen:

"Wo Sie leben, wen Sie bei der nächsten Wahl wählen und auch, wen Sie lieben."

Anhand von Registrierungsdaten an Mobilfunkmasten etwa könne man fast lückenlos nachvollziehen, wie sich ein Mensch bewege und mit wem er sich treffe.

"Indem ich die Daten verbinde und analysiere, weiß ich nicht nur, wann Sie ins Bett gegangen sind – ich weiß auch mit wem."
"Um es klar zu sagen: Die verfassungsgemäßen Rechte jedes Bürgers in Deutschland wurden verletzt."

Und Snowden betont, dass die deutschen Geheimdienste mit im Boot sind!

Submarine Cable Map

The Submarine Cable Map is a free resource from TeleGeography. Data contained in this map is drawn from the Global Bandwidth Research Service and is updated on a regular basis.
Screencopy Submarine Cable Map

Datenschutz…?

Bild: CC-by-nc-sa Patrick Schulze/Flickr

3. Mai 2014

Als hätte es den NSA-Skandal nicht gegeben: Die EU will den USA jetzt ganz freiwillig Bürgerdaten liefern.
Bis zum Sommer soll ein transatlantisches "Datenschutz-Rahmenabkommen" stehen, das eine "erleichterte Übertragung von Daten" zur "Verhinderung, Aufdeckung, Ermittlung und Verfolgung von Straftaten" möglich machen soll.
Neben der massenhaften Übermittlung von Daten über unverdächtige Personen ist die Erstellung von "Profilen" vorgesehen, etwa zur automatisierten Sortierung Einreisender in die USA in "Gefahrenklassen".
Der Europäische Datenschutzbeauftragte warnt bereits länger, das Abkommen könnte "massenhafte Datenlieferungen im Bereich der Strafverfolgung legitimieren, die besonders schwerwiegende Auswirkungen auf den Einzelnen haben".