
23. Februar 2014
Mitte Januar hatte Präsident Barack Obama versprochen, den US-Geheimdiensten das Ausspähen von Staatschefs befreundeter Länder zu verbieten. Anstelle von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) wird nach einem Bericht der „Bild am Sonntag“ verstärkt das Umfeld der deutschen Regierungschefin belauscht. Nach Informationen des Blattes werden derzeit 320 Personen in Deutschland von der NSA überwacht, vorwiegend Entscheidungsträger aus der Politik, aber auch aus der Wirtschaft.
Einer der überwachten Politiker soll der ehem. Verteidigungsminister und jetzige Innenminister Thomas de Maizière sein. Als ein Beispiel für US-Wirtschaftsspionage nannte die „Bild am Sonntag“ die Ausforschung des deutschen DAX-Konzerns SAP.


Eine US-amerikanische Anwaltskanzlei, die die indonesische Regierung in Wirtschaftsfragen berät, soll vom australischen Geheimdienst DSD (Defence Signals Directorate) überwacht worden sein. Australien gehört bekanntlich zu den „Five Eyes“, den fünf anglo-amerikanischen Staaten, deren Geheimdienste uneingeschränkt miteinander kooperieren. Noch ist nicht geklärt, ob die US-amerikanische NSA ihre Erkenntnisse an Handelsverantwortliche weitergegeben haben…








Kanadas Geheimdienst CSEC sammelt Daten über jeden, der an einem bestimmten kanadischen Flughafen die WLAN-Funktion seines Smartphones oder Tablets aktiviert hat. Das berichtet CBC unter Berufung auf Snowden-Dokumente. Um welchen Flughafen es sich handelt, geht daraus nicht hervor. Die Technik ist demnach von der NSA entwickelt worden. Ihr Einsatz ist nach Meinung von Experten auf keinen Fall mit kanadischem Recht vereinbar. Zudem benutzt der Geheimdienst die einmal über das kostenlose WLAN am Flughafen gesammelten Daten, um die Geräte in anderen Hotspots in Kanada – etwa in Cafés oder Hotels – wiederzuerkennen.






Mit “Squeaky Dolphin” kann der britische Geheimdienst GCHQ in Echtzeit verfolgen, welche Videos auf YouTube angesehen werden, welche Inhalte auf Facebook ein "Gefällt mir" bekommen und welche Seiten auf Googles-Blogplattform Blogger.com gelesen werden. Der GCHQ nutzt dazu seinen Zugriff auf weltweite Internetverbindungen, bei dem der Datenverkehr mitgelesen und bis zu 30 Tage lang zur Auswertung zwischengespeichert wird.