Siemens AG – Pressebilder

Datenschutz in Ubiquitären Systemen?

Datenschutz in Ubiquitären Systemen?

Mit dem Aufkommen und rapiden Wachstum des Internets und seines populärsten Dienstes, dem World-Wide-Web (WWW), hat sich die Datenschutz-Landschaft in den letzten Jahren stark verändert. Wo vorher meist staatliche Stellen mit ihrem Hang zur detaillierten Kontrolle über den Bürger umfangreiche Dossiers in zentralen Datenbanken erstellten (z.B. durch Sozialämter zur Kontrolle der Beihilfezahlung, oder durch die Polizei für eine verbesserte Strafverfolgung), droht inzwischen Gefahr durch viele fragmentierte, kommerzielle Datensammlungen, welche der Einzelne im täglichen Umgang mit hoch technisierten Dienstleistungen kontinuierlich füllt: Verbindungsnachweise beim Telefonieren mit ISDN, Einkaufsgewohnheiten beim Online-Shopping oder dem Einkauf mit der Prämienkarte des Supermarktes, Bewegungsmuster bei Verwendung von Kreditkarte oder Mobiltelefon, oder sogar detaillierte Korrespondenz bei Teilnahme an Online-Foren und News-Gruppen.

Dass vom "harmlosen" Surfen im Web Gefahr für die Privatsphäre droht, ist langjährigen Benutzern des Internets längst bekannt, vielen Neulingen jedoch nicht immer bewusst. Jeder Abruf einer Web-Seite wird von ihren Anbietern protokolliert, archiviert und oftmals zwecks Angebotsoptimierung analysiert…

Quelle: Allgegenwärtigkeit des Computers ? Datenschutz in einer Welt intelligenter Alltagsdinge von Friedemann Mattern und Marc Langheinrich, ETH Zürich

News – öffentliche Diskussionsforen

News – öffentliche Diskussionsforen

News ist ein weltweites elektronisches ’schwarzes Brett' zur Diskussion von Themen, zum Austausch und zur Beschaffung von Informationen und zur Verteilung von Daten. Dieses Kommunikationsmedium ist neben Mailing-Listen das am weitesten verbreitete System für den Austausch von öffentlichen Informationen. News ist nach den verschiedensten Interessengebieten hierarchisch geordnet. Dabei sind weltweit Tausende Themenbereiche (die sogenannten News-Gruppen) verfügbar, die von der Diskussion bestimmter Rechnertypen über die Bekanntmachung von Konferenzen bis hin zur Verteilung von Kochrezepten reichen.

News baut auf NNTP (Network News Transfer Protocol) auf. Dazu benötigt ein Benutzer eine bestimmte Schnittstelle, den sogenannten News-Reader. Dies ist ein Programm, das Verbindung mit einem News-Server aufnimmt, sich dort die einzelnen Beiträge holt und es erlaubt, diese zu lesen und selbst Beiträge zu schreiben. News-Server sind für bestimmte Regionen zentrale Rechner, welche die News-Datenbank halten, die in regelmäßigen Zeitabständen aktualisiert wird und welche für die Verbreitung von Artikeln sorgen.

Quelle: INTERNET – Möglichkeiten und Dienste

INTERNET

Das sogenannte 'Internet'

ist in erster Linie eine technische Möglichkeit, mit vielen Partnern weltweit die unterschiedlichsten Informationen auszutauschen. Wie das genau geschieht, was technisch dahinter steckt und was man alles machen kann, soll nun ein wenig durchleuchtet werden.

* Mit Internet bezeichnet man nur das spezielle Leitungsnetz, mit dem Computer auf der ganzen Welt miteinander verbunden sind, und das in diesem Leitungsnetz verwendete Netzwerkprotokoll TCP/IP. Als Internet wird somit die Verbindung aller Rechner bezeichnet, die über das TCP/IP-Protokoll (Transmission Control Protocol/Internet Protocol) miteinander kommunizieren.

* Im Internet werden die Informationen paketweise übertragen. So kann eine Leitung von mehreren Computern gleichzeitig verwendet werden (siehe später).

* Das Internet ist hardwareunabhängig. Je nach Leitungsart werden die Internet-Pakete z. B. in Ethernet-Pakete verpackt. Gateways sorgen für den Übergang von einer Leitungsart zu einer anderen.

* Im Internet sind alle Rechner gleichberechtigt, es gibt keine Unterschiede zwischen Servern (Dienstanbietern) und Clients (Dienstnehmern). Die Funktion hängt nur von der verwendeten Software ab.

* Die einzelnen Dienste des Internets werden durch Portnummern unterschieden (siehe später).

Quelle: INTERNET – Möglichkeiten und Dienste

HTTP – Hypertext Transfer Protocol

HTTP – Hypertext Transfer Protocol

HTTP ist ein Protokoll der Applikationsschicht, das alle Möglichkeiten der Übertragung von Hypermedia-Informationen bietet. HTTP ist nicht Hardware- oder Betriebssystemabhängig. Seit 1990 ist dieses Protokoll im Einsatz und wird derzeit meist in der Version 'HTTP/1.1' (seltener 1.0) verwendet.

Heutige Informationssysteme benötigen weit mehr Funktionen als das einfache Senden und Empfangen von Nachrichten. Die Entwicklung von HTTP ist nicht abgeschlossen. Es bietet die Möglichkeit, weitere Funktionalität zu entwickeln. Die Adressierung von Ressourcen erfolgt dabei mittels URls, die zum einen Orte (URL) oder Bezeichner (URN) sein können. Diese zeigen gleichzeitig den gewünschten Übertragungsmechanismus an. Nachrichten werden in der gleichen Form übertragen, wie sie auch bei normalem Mail-Transport verwandt werden. Dabei kommt oft MIME zum Einsatz. HTTP/1.1 ist auch für den Zugriff auf Server mit anderen Protokollen geeignet.

Hauptfunktionen des HTTP

Die grundlegende Funktionsweise des HTTP folgt dem alten Frage-Antwort-Spiel. Ein fragendes Programm (WWW-Browser) öffnet eine Verbindung zu einem Programm, welches auf Fragen wartet (WWW-Server) und sendet ihm die Anfrage zu. Die Anfrage enthält, die Fragemethode, die URL, die Protokollversion, Informationen über den Dienst und möglicherweise etwas Inhalt in Form einer Nachricht. Der Server antwortet auf diese Frage mit einer Statusmeldung, auf die eine MIME-artige Nachricht folgt, die Informationen über den Server und eventuell schon das gefragte Dokument enthält.

Quelle: Grundlagen Computernetze

Grundlagen Computernetze

SMTP – Simple Mail Transfer Protocol

Der urspüngliche Standard für SMTP – niedergelegt im RFC 821 – stammt aus dem Jahr 1982 und gilt, abgesehen von einigen Erweiterungen, nach wie vor. Dieser RFC 821 legte ein Minimum an Schlüsselworten fest, die jede Implementation von SMTP (d. h. die Verkörperung von SMTP in einem Programm) beherrschen muß… Der Versand von E-Mail vom PC oder Mac aus geschieht ganz normal mit SMTP

Quelle: Grundlagen Computernetze

FTP (File Transfer Protocol)

FTP (File Transfer Protocol)

Ein weiterer zentraler Dienst in einem Intranet, der besonders dem Transport von Dateien auf andere Systeme dient, ist das File-Transfer-Protokoll. Die Besonderheit des Protokolls liegt in den getrennten Kanälen für die Daten und die Steuerung. Im RFC 959 ist für FTP TCP-Port 20 als Steuerungskanal und TCP-Port 21 als Datenkanal festgelegt. FTP verwendet als Transportprotokoll immer TCP, da dieses bereits einen sicheren Datentransfer garantiert und die FTP-Software sich nicht darum zu kümmern braucht. FTP besitzt eine eigene Kommandooberfläche, die interaktiv bedient wird. Der Aufruf dieses Filetransferprogrammes erfolgt durch das Kommando ftp.

Die Vorteile von FTP liegen in den effizienten Verfahren zur Übertragung von Dateien beliebigen Formats und der Tatsache, daß der Zugriff seitens beliebiger Internet-Teilnehmern möglich ist. Andererseits kann bei größeren Archiven schnell die übersicht verlorengehen, wenn die Datenbestände nicht vernünftig sortiert sind. Bei umfangreichen Dateibäumen ist hingegen die Navigation durch die Verzeichnisse eine zeitraubende Angelegenheit. Es werden weiterhin zwei Betriebsmodi unterschieden:

* Benutzerspezifisches FTP

* Anonymous-FTP

In beiden Fällen ist es möglich, Verzeichnisse einzusehen und zu wechseln, sowie Dateien zu empfangen und zu senden. Der Unterschied liegt in den Privilegien, die ein Benutzer besitzt. Während im ersten Fall der User eine Zugangsberechtigung zum System benötigt, so verfügt ein Gastzugang nur über eine eingeschränkte Sicht auf den Datenbereich des Servers, was als einfacher Sicherheitsmechanismus anzusehen ist.

Quelle: Grundlagen Computernetze

IMAP: Internet Message Access Protocol

IMAP (Internet Message Access Protocol)

IMAP löst das POP-Verfahren zunehmend ab und wird zum neuen Standard. Der Unterschied liegt unter anderem in der Funktionalität des IMAP-Verfahrens. Das Prinzip ist dem POP-Verfahren jedoch sehr ähnlich. Die E-Mails werden wie beim POP-Verfahren beim Provider zwischengespeichert und können mit einem IMAP-Client auf den eigenen Rechner kopiert werden. IMAP bietet jedoch zusätzliche Funktionalitäten, die von POP noch nicht angeboten werden, z. B. kann der Mail-Body getrennt geladen werden, und auch die Attachments lassen sich getrennt abrufen.

Quelle: Grundlagen Computernetze


Was verbirgt sich eigentlich hinter dem Begriff Sicherheit? Ganz allgemein kann man damit das Recht auf die Vertraulichkeit und Unversehrtheit seiner Daten bezeichnen…

Visualisierung: Internet

Bild: Mit freundlicher Genehmigung Prof. F. Mattern (1999)
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Internet…

Internet... (Klaus Stuttmann Karikaturen - 13.02.2006)
Bild: Verkleinertes Original mit freundlicher Genehmigung Klaus Stuttmann
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