NøArt – Flickr

Bild: NøArt

Lars O. – Flickr

Bild: Lars O.

25.01.2012 Wenn jemand etwas Unbequemes tut und damit vorab an die Öffentlichkeit geht, dann gibt es immer zwei Seiten der Medaille. Das Unternehmen lobt natürlich sein eigenes Produkt und weist auf die vielen Vorteile hin; die Gegner deuten wütend auf die Nachteile. Im Falle von Googles neuer Datenschutzerklärung überzeugt mich beides nicht.


25.1.2012 In einem radikalen Schritt hat Google angekündigt, Nutzer in Zukunft über alle Dienste hinweg zu tracken. Einen Opt-Out wird es nicht geben. Betroffen sind neben Google Mail auch die Suche, Youtube und viele weitere Dienste.

Wer Google-Dienste benutzt… – SPIEGEL ONLINE

Wer Google-Dienste benutzt…

Wer Google-Dienste wie Googlemail, die personalisierte Suche, den Kalender, Online-Textverarbeitung, die Fotoplattform Picasa oder gar ein Handy mit dem Google-Betriebssystem Android benutzt, verrät dem Konzern mit dem inoffiziellen Motto "Don’t be evil" mehr über sich, als er womöglich selbst weiß – wer erinnert sich schon daran, wonach er am 26. Januar vor einem Jahr gesucht hat? All diese Informationen will Google künftig verknüpfen, was Intensivnutzer seiner Dienste zu gläsernen Netzbürgern machen wird, über die ein einziger Konzern mehr weiß, als das in der Geschichte der Menschheit je zuvor möglich war.

Quelle: Twitters Zensurmechanismus: Meinungsfreiheit ist Ansichtssache – SPIEGEL ONLINE

End Piracy, Not Liberty – Google

Millions of Americans oppose SOPA and PIPA because these bills would censor the Internet and slow economic growth in the U.S. Two bills before Congress, known as the Protect IP Act (PIPA) in the Senate and the Stop Online Piracy Act (SOPA) in the House, would censor the Web and impose harmful regulations on American business. Millions of Internet users and entrepreneurs already oppose SOPA and PIPA. The Senate will begin voting on January 24th. Please let them know how you feel. Sign this petition urging Congress to vote NO on PIPA and SOPA before it is too late.

Warum ist gruene.de heute schwarz?

Heute, am 18. Januar, demonstrieren zahlreiche Webseitenbetreiber in den USA und weltweit gegen die Pläne im amerikanischen Kongress, das offene und freie Internet massiv einzuschränken. Unverhältnismäßige Möglichkeiten zur Kontrolle und Durchsetzung des Urheberrechts sollen eingeführt werden. Konkret geht es um die Gesetzesvorlagen SOPA (Stop Online Piracy Act) und PIPA (Protect IP Act). Auch wenn erste Erfolge im Kampf gegen diese Pläne erzielt werden konnten, so wenden wir uns gegen eine Politik, die unverhältnismäßig die Grundrechte einschränkt und eine Gefahr für den Informations- und Wissensaustausch bedeutet. Wir Grüne setzen uns auch weiterhin für eine Modernisierung und Reform des Urheberrechts und einen fairen Ausgleich zwischen den Interessen der UrheberInnen, VerwerterInnen, NutzerInnen und der Allgemeinheit ein. Die jetzigen Pläne sind dafür unverhältnismäßig und kontraproduktiv. Diese Politik wird nicht nur in den USA betrieben, sondern auch in Europa. Das Europäische Parlament muss in diesem Jahr noch über das ACTA-Abkommen (Anti-Counterfeiting Trade Agreement) abstimmen. Wir fordern das Europaparlament und die nationalen Parlamente auf, diesem Abkommen nicht zuzustimmen. Wir zeigen uns solidarisch mit diesem Protest.