Auch Frankreichs Wirtschaft ausspioniert

Bild: WikiLeaks

29. Juni 2015

Knapp eine Woche nach den ersten Veröffentlichungen von Dokumenten über Aktivitäten des US-Geheimdienstes NSA in Frankreich unter dem Titel "Espionnage Élysée" setzt die Enthüllungsplattform Wikileaks ihre Publikationen zum Thema fort.
Nicht nur die letzten drei französischen Präsidenten und ihr Politstab wurden ausgespäht, die NSA interessierte sich auch für führende Wirtschaftsvertreter. In den nun veröffentlichten Dokumenten werden Gespräche von Wirtschaftspolitikern Frankreichs zusammengefasst. Demnach interessierten sich die US-Geheimdienste vor allem für die IT-Industrie, die Energiewirtschaft (inklusive Atomenergie), Verkehrsprojekte, Umwelttechnik und den Gesundheits- sowie Biotechnologiesektor.
Außerdem zitiert die Plattform einen Auftrag an NSA-Agenten, Informationen zu allen Verträgen französischer Firmen zu sammeln, in denen es um mehr als 200 Millionen US-Dollar geht.
Der Nachrichtendienst n-tv resümiert:

„Wikileaks bringt Washington damit erneut in akute Erklärungsnot: Mit Terrorabwehr oder Fragen der nationalen Sicherheit der USA hat dieses Vorgehen offensichtlich nichts zu tun. Die USA drohen einen engen Verbündeten über ihre vermeintlichen Geheimdienstpraktiken zu verlieren. Ein klares Dementi gab es bislang aus Washington nicht. Und: Was in Frankreich Praxis gewesen sein soll, dürfte aller Wahrscheinlichkeit nach auch in Deutschland passiert sein. Es erscheint schwer vorstellbar, dass die NSA-Agenten ihre umstrittenen Spionagetätigkeiten nur auf die zweitstärkste Wirtschaftsmacht der Eurozone beschränkt haben sollten – und nicht auch auf Deutschland ausgedehnt.“

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Brasilien: Glenn Greenwald wegen Cyberkriminalität angeklagt

Dem Enthüllungsreporter wird vorgeworfen, er habe geholfen, die Handys hochrangiger brasilianischer Beamter zu hacken. Der Führung des Landes ist Greenwald schon lange unbequem.
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Der Ärger über den Gesetzesvorstoß zu Hasskriminalität von Justizministerin Lambrecht wächst. Nach der Kritik des obersten Datenschützers wird nun auch Unmut innerhalb der Großen Koalition laut.
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Wie Regierungen mit Gesichtserkennungstechnologie umgehen sollten, fragt sich derzeit nicht nur die EU-Kommission. Google kann sich ein vorübergehendes Verbot vorstellen, Microsoft hält davon gar nichts.
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Das geplante Gesetz gegen Hasskriminalität im Internet stößt beim Bundesdatenschutzbeauftragten auf erhebliche Bedenken. Grund ist die - unter Umständen - vorgesehene Herausgabe von Nutzer-Passwörtern.
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Gesichtserkennung: Clearview AI verkauft fragwürdige Technik an US-Behörden

Die "New York Times" hat ein Start-up ans Licht gezerrt, das fragwürdige Gesichtserkennungstechnik an Behörden verkauft. Die Firma hat im Netz Milliarden Fotos gesammelt - und das ist nur ein Teil des Problems.
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Bundeswehr: Bei Aufbau von Cyber-Einheit wurde viel Steuergeld verschleudert

Sie mieteten ein Loft im Start-Up-Look für 36.000 Euro an und gaben sich als hippe Truppe. Interne Dokumente zeigen, wie viel Steuergeld beim Aufbau einer digitalen Eliteeinheit verschleudert wurde.
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DSGVO: EU-Kommission hat keinen Überblick über Bußgelder

Europas Datenschutz-Grundverordnung soll auf ihre Tauglichkeit untersucht werden – doch das könnte schwierig werden. Die EU-Kommission weiß nach SPIEGEL-Informationen nicht, wie viele Bußgelder bisher verhängt wurden.
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Wikipedia ist in der Türkei nach drei Jahren Sperre wieder zugänglich

Nach 991 Tagen ist in der Türkei eine Sperre der Online-Enzyklopädie Wikipedia beendet worden. Die Entscheidung kam passend zu einem Feiertag für Betreiber und Fans des Lexikons.
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Klarnamenpflicht: Die Impfgegner des Internets - Sascha Lobo

Wolfgang Schäuble will, dass Menschen soziale Netzwerke nur noch unter ihrem echten Namen nutzen. Dahinter steckt vor allem eins: Digitalesoterik. Praktisch wäre so eine Vorgabe für viele sogar gefährlich.
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EU-Gutachter stärkt Verbot der Vorratsdatenspeicherung

Laut EuGH verstößt eine allgemeine und unterschiedslose Speicherung von Verbindungsdaten gegen EU-Recht. Einige Länder hatten Ausnahmen gefordert. Ein Gutachten spricht sich gegen solche Sonderregelungen aus.
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Netzausbau: Telefónica hinkt bei 4G-Versorgung deutlich hinterher

Manche Menschen sind in ihrer Region noch immer nicht mit schnellem Mobil-Internet versorgt. Das zeigen aktuelle Zahlen der Netzbetreiber. Die Bundesnetzagentur erwägt Sanktionen.
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Indien: Oberster Gerichtshof hält dauerhafte Internet-Abschaltung für unzulässig

Es ist der längste Blackout in einer Demokratie: Seit gut fünf Monaten haben die meisten Menschen in der Region Kaschmir kein Internet mehr. Jetzt hat sich Indiens Supreme Court zu solchen Sperren geäußert.
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BND: Bundesregierung warnt vor Einschränkung der Überwachungspraxis

Das Bundesverfassungsgericht verhandelt in wenigen Tagen über die Überwachungspraxis des Bundesnachrichtendienstes im Ausland. Die Regierung mahnt: Heute brauche der Dienst seine Befugnisse mehr denn je.
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Elektroschrott: Schluss mit Gadgets für die Tonne

Auf der Messe CES wird gerade gezeigt, welche smarten oder nicht-smarten Geräte man sich als nächstes kaufen könnte. Für die Umwelt ist der Technikwahn ein Problem, doch in der Branche gibt es Bewegung.
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Facebook will ernstgemeinte Deepfake-Videos künftig löschen

Wenn Melania Trump plötzlich wie Wladimir Putin aussieht: Facebook hat neue Regeln für den Umgang mit sogenannten Deepfakes angekündigt. Der Zeitpunkt dafür wurde wohl bewusst gewählt.
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Österreich: Außenministerium meldet Cyberattacke

Das österreichische Außenministerium ist laut Regierungsangaben Ziel eines Cyberangriffs geworden. Unklar ist, wer hinter dem Angriff steckt. Es gibt aber einen Verdacht.
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Indien und seine Internetsperren: Offline, wenn die Polizei es will

Mehr als hundert Mal wurde 2019 in Indien das Internet abgestellt. Widerstand dagegen gebe es kaum, sagt ein Netzaktivist aus Bangalore auf dem Hackertreffen 36C3 - und blickt skeptisch in die Zukunft.
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Türkei: Verfassungsgericht ordnet Ende der Wikipedia-Sperre an

Seit 2017 ist das Onlinelexikon Wikipedia in der Türkei nicht zugänglich. Nun hat das höchste Gericht des Landes entschieden, die Sperre sei rechtswidrig. Geklagt hatte die Wikimedia Foundation.
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LTE: Nur fünf deutsche Städte komplett mit 4G-Mobilfunk versorgt

Der schnelle Mobilfunkstandard 4G ist längst nicht überall in Deutschland verfügbar, zeigt eine aktuelle Analyse. Lesen Sie hier, wo es den besten Empfang gibt.
Veröffentlicht: 24.12.2019 13:24

netzpolitik.org

Plattform für digitale Freiheitsrechte

Glotzenstengel BerlinFantasmagorischer Fernsehturm frisst Fliegerbomben.In Sachsen kritisiert der Datenschutzbeauftragte umstrittene Abhörmaßnahmen, Spotify wirbt um pelzige Neuhörer und den Tech-Giganten ist ihre Interessensvertretung in Washington viel wert. Die besten Reste des Tages.
Posted: 23.1.2020 17:00
Ingo Dachwitznetzpolitik.org-Redakteur Ingo Dachwitz bei der Anhörung zur Digitalstrategie der Bundesregierung. (Screenshot)Zur heutigen Anhörung über die Datenstrategie der Bundesregierung war mit netzpolitik.org-Redakteur Ingo Dachwitz ein Vertreter der Zivilgesellschaft geladen. In seinem Eingangsstatement im Bundeskanzleramt plädierte Dachwitz für eine Digitalisierung, die allen zugutekommt und nicht nur der Wirtschaft.
Posted: 23.1.2020 11:19
Wir zeigen unsere Einnahmen und Ausgaben Gemeinfrei-ähnlich freigegeben durch unsplash.com Josh AppelAls von Leserinnen und Lesern finanziertes Medium setzen wir uns nicht nur für Transparenz ein. Wir sind auch transparent. Deshalb geben wir euch Einblicke in unsere Einnahmen und Ausgaben im Dezember 2019. Wir haben fast einen neuen Spendenrekord aufgestellt und konnten mit Eurer Hilfe unser Spendenziel erreichen. Wir sagen Danke!
Posted: 23.1.2020 11:17
Bezos-GraffitiJeff Bezos, Eigentümer der Washington Post, Amazon-Chef und reichster Mensch der Welt, ist 2018 gehackt worden. CC-BY 2.0 thierry ehrmannEine forensische Untersuchung legt nahe, dass das Smartphone von Jeff Bezos mit Schadsoftware gehackt wurde. Den Trojaner soll der saudische Kronprinz Mohammed bin Salman höchstpersönlich eingeschleust haben. UN-Experten fordern nun einen Vertriebsstopp für solche Werkzeuge.
Posted: 22.1.2020 18:11
Rundfunkwellenausschütter BerlinEs mehren sich die Hinweise, dass der von uns sehnlichst erwartete Frühlingsbeginn doch nicht unmittelbar vor der Tür steht.Vielleicht ist ein Datenleck bei einer Autovermietung das Richtige, um dem individualmobilitätsliebenden Deutschland die Relevanz von IT-Sicherheit bewusst zu machen. Oder zwei Geschichten, die was mit Äpfeln zu tun haben. Die besten Reste des Tages.
Posted: 22.1.2020 17:00
Man sieht Menschen in einer größeren Menge, die alle sehr verschwommene Konturen haben.Keine einheitlichen Angaben zur Verkehrsdatenüberwachung, viel Überwachung wegen Drogen - das steht in den Übersichten aus dem Bundesjustizamt für 2018. Gemeinfrei-ähnlich freigegeben durch unsplash.com GoaShapeDie Überwachungsanordnungen für Internet gingen nach oben, Festnetz wird unwichtiger. Das verrät die Justizstatistik. Der häufigste Überwachungsgrund aber bleibt seit Jahren stabil.
Posted: 22.1.2020 16:45
Bislang finden zahlreiche interne Vorgänge in Behörden hinter verschlossenen Türen statt, das Transparenzportal soll Licht ins Dickicht bringen. Gemeinfrei-ähnlich freigegeben durch unsplash.com Nathan QuelozInteressierte können sich seit Anfang des Jahres durch Dokumente aus Schleswig-Holstein klicken. Damit steht das Land im Transparenzvergleich gut da, andere Bundesländer könnten bald nachziehen.
Posted: 22.1.2020 15:52
Glenn GreenwaldDem in Brasilien lebenden Investigativjournalisten Glenn Greenwald wird "Cyberkriminalität" zur Last gelegt. CC-BY-NC 2.0 Lia de Paula/Agência SenadoDie brasilianische Staatsanwaltschaft wirft dem Investigativreporter Glenn Greenwald vor, illegal Handys gehackt und dabei Chatnachrichten kopiert zu haben. Die vorgeschoben scheinenden Vorwürfe gegen den im Zuge der Snowden-Enthüllungen bekannt gewordenen Journalisten lösten eine internationale Protestwelle aus.
Posted: 22.1.2020 13:17
Kritiker:innen werfen der Polizei vor, sie nehme digitale Gewalt häufig nicht ernst. (Symbolbild)Kritiker:innen werfen der Polizei vor, sie nehme digitale Gewalt häufig nicht ernst. (Symbolbild) CC-BY 2.0 Konrad Lembcke | Bearbeitung netzpolitik.orgEiner jungen Frau wird im Internet mit ihrer Ermordung gedroht. Als sie Strafanzeige stellt, gerät sie an einen Polizisten, gegen den wegen seines Verhaltens nun ein Disziplinarverfahren läuft. Die Schilderungen der Bremer Streamerin Powny stehen für ein grundsätzliches Problem der Polizei mit digitaler Gewalt.
Posted: 22.1.2020 11:19
Flachbildverbreiter BerlinDas UFO ist gelandet, der Normalbetrieb im Fernsehturm kann wieder aufgenommen werden.Verschwörungstheoretiker verbinden Esoterik mit Antisemitismus, Radiohead stellen ihr Gesamtwerk+ ins Internet, Logbuch:Netzpolitik hatte Constanze Kurz zu Gast und Nicole Diekmann beschreibt, wie man konstruktiv mit Shitstorms umgeht. Die besten Reste des Tages.
Posted: 21.1.2020 17:00
PNR-RichtlinieAus sensiblen Fluggastdaten lassen sich genaue Schlüsse auf das Privatleben ziehen. Gemeinfrei-ähnlich freigegeben durch unsplash.com Element5 DigitalDer Europäische Gerichtshof wird sich die anlasslose Massenüberwachung von Fluggastdaten genauer ansehen müssen. Während das Kölner Amtsgericht überprüfen lassen möchte, ob die "Rasterfahndung am Himmel" mit Grundrechten vereinbar ist, mauert die EU-Kommission. Sie will Statistiken der Mitgliedstaaten nicht öffentlich machen – aufgrund des "heiklen Charakters" der Zahlen.
Posted: 21.1.2020 15:59
Gesichter der Künstlerin Hito SteyerlDie Künstlerin Hito Steyerl hat für die Arbeit "Machine Readable Hito" ihr Gesicht freiwillig hergegeben. Das Start-up ClearView bediente sich einfach aus dem Internet. Alle Rechte vorbehalten Screenshot Video Trevor PaglanDie New York Times zerrte ein Start-up an die Öffentlichkeit, das Gesichtserkennung an US-Behörden verkauft. Drei Milliarden Bilder soll es dafür aus dem Netz gesaugt haben. Das wäre auch in der EU möglich, trotz strengerer Datenschutzregeln.
Posted: 21.1.2020 05:00
Bewegtbildstiel BerlinWelchem Zweck die nach oben gerichtete Lampe dient, ist uns weiterhin ein Rätsel. Wahrscheinlich ist es etwas Harmloses, zum Beispiel UFOs anlocken, aber wir würden es gern genau wissen.Das Meme als Reaktion auf den vermeintlich drohenden Weltkrieg, Paris Hilton macht Lasagne, die National Archives verpixeln Trump-kritische Demobilder und Amazon muss sagen, woher sein Gemüse kommt. Die besten Reste des Tages.
Posted: 20.1.2020 17:00
Finanzminister Olaf ScholzOlaf Scholz, SPD-Politiker und Wirtschaftsfreund Alle Rechte vorbehalten European UnionIm Herbst 2018 stirbt in Brüssel ein Vorschlag für eine faire Besteuerung von Konzernen wie Google und Facebook. Zu seinen Totengräbern gehört die Bundesregierung und Finanzminister Olaf Scholz. Das zeigt ein Dokument, das wir veröffentlichen.
Posted: 20.1.2020 06:30
Eine Brille mit geklebtem Steg liegt auf einer orangenen Unterlage. Durch die Brillengläser sieht man das Wort FAKE, gelegt aus Scrabbel-Steinen.Svea Eckert, Dennis Tatang und Philip Kreißler haben so genau hingesehen, dass sie keinem Like mehr glauben können [Symbolbild] Alle Rechte vorbehalten Carlos Cuesta450 Euro im Monat verdienen manche sogenannte Clickworker:innen mit dem bezahlten Liken. Damit sind sie sicherlich nicht die, die am meisten vom Geschäft mit den bezahlten Likes profitieren. Wer das sein könnte, darüber haben Svea Eckert, Dennis Tatang und Philip Kreißler auf dem Hackerkongress 36c3 gesprochen.
Posted: 19.1.2020 06:44
Mann mit offenem HemdBreite Schultern, kantiges Kinn: ungefähr so stellen sich Incels den Typ Mann vor, mit dem Frauen ins Bett steigen wollen. Gemeinfrei-ähnlich freigegeben durch unsplash.com Jens LindnerSie halten Sex für ein Grundrecht, tauschen sich in Foren über ihre eigene Hässlichkeit aus und feiern Attentäter als Heilige und Helden. Die Community der Incels ist eine der dunkelsten Besenkammern des Internets. Der hier kultivierte Hass junger Männer reicht allerdings weiter. Wie diese Gemeinschaft des Selbstmitleids tickt, erklärt die Soziologin Veronika Kracher.
Posted: 18.1.2020 07:30
Auch heute war es um 18 Uhr bereits dunkel. Nicht aber um 17:10 Uhr, als dieses Bild entstanden ist.Die Demokratie wurde mit Desinformation geflutet, Twitter muss sich entschuldigen und eine antisemitische Website ist vom Netz. Die besten Reste des Tages.
Posted: 17.1.2020 17:00
Alles im Blick? Der BND möchte sich gerne weiterhin im Ausland umschauen Gemeinfrei-ähnlich freigegeben durch unsplash.com Sharon Co ImagesDer Auslandsnachrichtendienst muss sich vor dem Bundesverfassungsgericht rechtfertigen, die EU schafft es immer noch nicht, einheitliche Ladekabel einzuführen und eine neue Studie zeigt, wie beliebte Apps systematisch intime Nutzerdaten weitergeben. Die Themen der Woche im Überblick.
Posted: 17.1.2020 15:55
Biometrische GesichtserkennungBiometrische Erfassung von Gesichtern macht Videokameras zu machtvollen Überwachungssystemen CC-BY-SA 2.0 Cory DoctorowDie neue EU-Kommission von Ursula von der Leyen arbeitet an einem Masterplan zum Umgang mit Künstlicher Intelligenz. Laut einem geleakten Arbeitspapier könnte sie damit Pläne von Horst Seehofer durchkreuzen, der automatisierte Videoüberwachung mit Gesichtserkennung ausrollen möchte.
Posted: 17.1.2020 09:52
Alte Dampflok im SchuppenSymbolbild Online-Ticketkauf bei der Deutschen Bahn. Gemeinfrei-ähnlich freigegeben durch unsplash.com Photo by cmophoto.net on UnsplashBahntickets für eine Reise ins benachbarte Ausland online zu kaufen, das scheint auch 2020 eine große Herausforderung zu sein, wie ein unfreiwilliger Test offenbart. Eine Glosse.
Posted: 17.1.2020 06:54
Televisionsverteilanlage BerlinWie bereits gestern in Aussicht gestellt (ähem) – die Tage werden länger und die Sonnenuntergänge schöner. Jedenfalls rund um 17:30.Das Bundeskartellamt sieht keinen Handlungsbedarf gegen marktbeherrschende Algorithmen, aus dem Justizministerium kommen Gesetzentwürfe zum Urheberrecht und NetzDG, abgesenkte 5G-Sicherheitsstandards könnten das Mitlauschen von Telefonaten erleichtern und Grindr wird wegen unsauberer Datenschutzpraxen aus Twitters Werbenetzwerk geworfen. Die besten Reste des Tages.
Posted: 16.1.2020 17:00
Stapel alter PapierzeitungenIst es sinnvoll, soviel Papier zu bedrucken und vor Haustüren zu werfen? Liis SaarSeit Jahren wird der Niedergang des Lokaljournalismus beklagt und gefragt, wie das Sterben von Regionalzeitungen aufgehalten werden kann. Aber ist das überhaupt die richtige Frage? Ein Kommentar mit vielen weiteren Fragen zum Thema.
Posted: 16.1.2020 15:49
Es sind volle Bücherregale zu sehen.Türkische Nutzer:innen haben wieder Zugriff auf freies Wissen bei Wikipedia (Symbolbild). Alle Rechte vorbehalten Mauricio SepulvedaZum ersten Mal seit zweieinhalb Jahren können türkische Nutzer:innen wieder auf Wikipedia zugreifen, ohne sich verrenken zu müssen. Ausnahmsweise eine gute Nachricht aus einem Land, das die Meinungsfreiheit seiner Bürger:innen stark einschränkt.
Posted: 16.1.2020 14:46
Der Erste Senat des BundesverfassungsgerichtsDer Prozessauftakt - danach waren keine Bilder mehr erlaubt. Alle Rechte vorbehalten Gesellschaft für Freiheitsrechte/Paul Lovis WagnerBei der Verhandlung in Karlsruhe gab sich der Bundesnachrichtendienst längst nicht so selbstbewusst wie sonst. Im Vergleich zum NSA-Untersuchungsausschuss wirkte der Geheimdienst vor dem Bundesverfassungsgericht geradezu handzahm. Ein Kommentar.
Posted: 16.1.2020 14:42
Abschied von TwitterDer Landesdatenschutzbeauftragte von Baden-Württemberg will sich von Twitter verabschieden und neue Wege beschreiten. Gemeinfrei-ähnlich freigegeben durch unsplash.com Mantas HesthavenTwitter, Facebook und Co. verstoßen gegen den Datenschutz. Deshalb will sich der baden-württembergische Datenschutzbeauftragte Stefan Brink von ihnen verabschieden. Er möchte eine Alternative für die Kommunikation von öffentlichen Stellen schaffen, Polizei und Landesregierung sind irritiert.
Posted: 16.1.2020 08:00

Anhörung: Herr U. aus B.A.

Bild: CC-by-nc Jakob Huber/Campact

25. September 2014

Stundenlang befragte der NSA-Ausschuss den Leiter der Abhörstation Bad Aibling. Der sagte wenig, aber häufig: „Dazu darf ich öffentlich nichts sagen“. Trotzdem wurde klar, dass dort ein gefährlicher Graubereich existiert.
In Bad Aibling werden mit 120 Mitarbeitern ausgewählte Satellitenverbindungen mit dem Analyseprogramm XKeyScore abgefischt, insbesondere zum Schutz deutscher Truppen im Ausland, vor allem in Afghanistan.
Auch der US-Geheimdienst NSA ist mit einigen Mitarbeitern in Bad Aibling vertreten. Die gesammelten Rohdaten werden gefiltert aber dann in großem Umfang an die Amerikanern weitergeben. Dafür stellen die Amerikaner dem BND hochwertige Technik zur Verfügung.


1. August 2014 – Der ehemalige NSA-Direktor Keith Alexander vergoldet jetzt sein Insider-Wissen. Die Folge dieses Drehtür-Effekts: Geheimdienste und Unternehmen sind heute untrennbar. von Johannes Wendt

Persischer Golf unter Kontrolle

https://www.google.com/maps/@23.6753542,58.1309614,1029a,35y,270h,39.22t/data=!3m1!1e3

3. Juni 2014

Die britische Technologie-Newssite „The Register“ hat heute Informationen veröffentlicht, die den Standpunkt der britischen Anzapfstelle OPC-1 für Glasfaserkabel im Mittleren Osten enthüllen. OPC-1 ist Teil eines Internetüberwachungs-Zentrums des britischen GCHQ namens CIRCUIT. Zu diesem Netzwerk in Oman sollen noch zwei weitere Stützpunkte gehören, mit deren Hilfe fast der gesamte Kommunikationsverkehr des Persischen Golfs und des Jemen abgefangen werden kann.
Bisher sollen die konkreten Namen und Orte zu diesen zentralen Anzapfknoten auf Druck der britischen Regierung von anderen Medieneinrichtungen wie dem Guardian nicht veröffentlicht worden sein. Wie „The Register“ an diese Informationen gelangt ist, ist strittig.

Als wäre nichts gewesen…

Bild: CC-by-nc-sa Andreas Levers/Flickr

16. Mai 2014

Der Neubau der Zentrale des Bundesnachrichtendienstes (BND) in Berlin hat (bisher) eine Milliarde Euro gekostet. Mitte Juni 2013 wurde noch ein 100-Millionen-Programm aufgelegt, damit der BND die Internet-Überwachung massiv ausweiten kann.
Jetzt braucht der BND weitere 300 Millionen für ein Frühwarnsystem gegen Cyber-Attacken. Er möchte die Echtzeitüberwachung von Glasfaserkabeln ausbauen („TEMPORA“ des britischen Geheimdienstes lässt grüßen).
Für den BND sind unter anderem Glasfaserkabel im Ausland interessant, deren Datenströme sich nach Schadsoftware durchsuchen lassen. Durch enge Zusammenarbeit mit europäischen Geheimdiensten, aber auch mit US-Partnern soll Schadsoftware frühzeitig erkannt werden können.

Drohung: Aus für Freihandelsabkommen

Bild: CC-by greensefa

12. März 2014

Mit großer Mehrheit hat das EU-Parlament den Abschlussbericht zur Aufklärung der NSA-Massenüberwachung gebilligt. In dem Dokument verurteilt das Parlament "die in gigantischem Ausmaß erfolgte systematische und pauschale Erfassung der personenbezogenen, oft auch intimen persönlichen Daten unschuldiger Menschen".
Falls die Vereinigten Staaten die "pauschale Massenüberwachung" nicht einstellen, droht das Parlament, das geplante Freihandelsabkommen der EU mit den USA (TTIP) platzen zu lassen.


20.02.2014 – Martin Schulz fordert die Mitbewerber heraus, im Europawahlkampf Stellung zur digitalen Epochenwende zu beziehen. In Wahrheit steckt in seinem Artikel eine Aufforderung an die FDP. Ein Liberaler kann in dieser Sache nicht abseits stehen.

Neues Internet-Tiefseekabel

Google Maps

24. Februar 2014

Die EU und Brasilien ziehen ihre Konsequenzen aus dem NSA-Abhörskandal und haben ein neues gemeinsames Untersee-Datenkabel durch den Atlantik vereinbart.
"Wir müssen den Datenschutz, die Menschenrechte und die Souveränität von Staaten respektieren", sagte die brasilianische Präsidentin Dilma Rousseff beim EU-Brasilien-Gipfel in Brüssel. "Wir wollen nicht, dass Unternehmen ausspioniert werden." Hinsichtlich der US-Dominanz bei den Glasfaserkabeln hätten Brasilien und die EU "ähnliche Bedenken".

Weltweit 50.000 Computer-Netzwerke infiziert

23. November 2013

Das Netz des US-amerikanischen Geheimdienstes NSA ist weitaus größer als bisher bekannt. So soll die NSA weltweit 50.000 Computer-Netzwerke mit Schadsoftware infiziert haben. Diese Technik dient dazu, besonders sensible Daten auszuspähen.
Ausgeführt werden solche Attacken bei der NSA von einer Gruppe, der mehr als 1000 Hacker angehören sollen und deren Abteilung den Namen Tailored Access Operations (TAO) trägt.
Aus geheimen Haushaltsplänen geht hervor, dass bis Ende 2013 der Zugriff auf weltweit 85.000 infiltrierte Systeme angestrebt war.

• Statista – das Statistik-Portal: Statistiken, Marktdaten & Studien

Bild: Statista

Traumstart für die neuen iPhones | Statista

Die neuen iPhones haben einen Traumstart hingelegt. Neun Millionen Mal wurden iPhone 5S und 5C am ersten Verkaufswochenende verkauft. „Die Nachfrage nach den neuen iPhones ist unglaublich und während wir unsere ursprüngliche Liefermenge an iPhone 5s ausverkauft haben, bekommen die Geschäfte weiterhin regelmäßig neue iPhones. Wir bedanken uns bei jedem für seine Geduld und arbeiten unter Hochdruck daran, genug neue iPhones für jedermann herzustellen", so Tim Cook, CEO von Apple. Zum Vergleich: vom iPhone 5 wurden innerhalb der ersten Verkaufstage "nur" fünf Millionen Geräte abgesetzt, beim iPhone 4S waren es vier Millionen Geräte.
Bild: Statista

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Bild: Statista

Beim Ausspähen "zu weit" gegangen?

1. November 2013

US-Außenminister Kerry räumt Fehler und Versäumnisse in der NSA-Affäre ein. Die US-Spionage laufe "per Autopilot" an der Regierung vorbei…
Die NSA hat offenbar auch Weltbank und Internationalen Währungsfonds in Washington ausgespäht. US-Präsident Obama stoppte die Überwachung laut der Nachrichtenagentur Reuters als Reaktion auf eine Überprüfung der Aktivitäten des Geheimdienstes.

Brief der amerikanischen Technologie-Riesen

Logos der US-amerikanischen Tech Giants

31. Oktober 2013

In einem Brief an Kongressabgeordnete und Senatoren haben die sechs Technologie-Riesen Facebook, Google, Apple, Yahoo, Microsoft und AOL gefordert, dass die Überwachungspraxis der Regierung reformiert wird. Insbesondere seien "substanzielle Verbesserungen zum Schutz der Privatsphäre und angemessene Mechanismen zur Aufsicht und Nachvollziehbarkeit dieser Programme" nötig, schrieben die Unternehmen.