Das Internet sicherer machen!

Brad Smith auf der RSA-Konferenz 2017

31. März 2017

Unsere Daten in den Netzen sind in Gefahr durch (kriminelle) Hacker(gruppen) und durch staatliche Überwachungsmaßnahmen von Geheimdiensten. Sie können abgeschöpft und in vielfältiger Weise missbraucht werden. Gefährdet sind dabei nicht nur die persönlichen Daten, sondern auch Steuerungsdaten in den Infrastrukturnetzwerken, im Internet der Dinge. Es gab Einbrüche auch in Hochsicherheitsnetzwerke und personenbezogene Daten wurden millionenfach entwendet.
In der Europäischen Union gelten vergleichsweise hohe Sicherheitsstandards, höher als in den USA. Alle Daten, die wir in die Netzwerke der großen US-Internetkonzerne (Amazon, Apple, Facebook, Google, Microsoft, Yahoo…) eingeben, werden in den USA gespeichert oder unterliegen zumindest US-amerikanischer Gesetzgebung. Deshalb musste das Safe-Harbor-Abkommen mit den USA, das den Datentransfer in die USA regelte, nachgebessert werden. Auch das neue EU-US-Privacy-Shield wurde von Datenschützern gleich als unzureichend charakterisiert. Und seit der Amtsübernahme von Donald Trump in den USA haben die Sicherheitsbedenken weiter zugenommen.
Während allgemein große Ratlosigkeit herrscht, geht der US-IT-Riese Microsoft in die Offensive. Anfang des Jahres wurde die Microsoft Cloud Deutschland gestartet. Das Besondere daran: Alle Daten werden in sicheren Rechenzentren in Deutschland und mit Datentreuhänderschaft durch die deutsche Telekom-Tochter T-Systems gespeichert. Dadurch soll verhindert werden, dass US-Behörden per Gerichtsbeschluss doch noch Zugriffsrechte auf die Daten erzwingen könnten.

Microsoft war – wie mehrere andere große US-Internetkonzerne – durch die Snowden-Enthüllungen des PRISM-Programms Mitte 2013 in Verruf gekommen, den US-Geheimdiensten Zugang zu personenbezogenen Daten der Nutzer zu geben. Jetzt legt sich der Konzern auch mit der US-Justiz an und Microsofts Präsident und Chefjurist Brad Smith startete weltweit eine Initiative, die unsere Daten und unser Leben sicherer machen soll:

Um die Bürger im digitalen Zeitalter zu schützen, müssen wir über die Aufgaben der Nationalstaaten hinausschauen.

Süddeutsche.de zitiert Brad Smith:

Wir gehen nicht davon aus, dass diese Welt sicherer wird, wenn Regierungen in unsere Netzwerke eindringen…
Seit September 2015 hat sich die Zahl der Angriffe, die wir aus China sehen, signifikant reduziert, sagt er. Im September 2015 beschlossen USA und China, auf Wirtschaftsspionage zu verzichten. Ein freiwilliger Verzicht, der sich tatsächlich messen lasse: Weniger Firmengeheimnisse werden gestohlen, Diplomatie wirke und schütze die Wirtschaft, weltweit.

ZEIT ONLINE stellt heraus:

Seit einigen Wochen ist Smith in diplomatischer Mission unterwegs: beim Weltwirtschaftsgipfel in Davos, auf der IT-Sicherheitskonferenz RSA in San Francisco und nun auch auf einer Veranstaltung der Princeton-Universität in Berlin. Sein Ziel ist es, das Internet sicherer zu machen – nach dem Vorbild dreier herausragender zivilisatorischer Errungenschaften der vergangenen Jahrzehnte.
Smith wirbt erstens für eine Digitale Genfer Konvention, in der sich Staaten verpflichten sollen, wenigstens in Friedenszeiten keine zivilen Einrichtungen und Personen zu hacken und IT-Sicherheitslücken offenzulegen, statt sie zu horten oder gar zu verkaufen.
Zweitens schlägt er vor, das Äquivalent zur Internationalen Atomenergie-Organisation IAEA zu bilden. Sicherheitsexperten aus Politik, Unternehmen, Wissenschaft und Zivilgesellschaft sollen mutmaßlich staatlich gesteuerte Hackingangriffe gemeinsam untersuchen und – sofern sie Belege haben – die Täter öffentlich nennen und damit unter Druck setzen.
Drittens will Smith innerhalb der Technikbranche eine Art Rotes Kreuz für die Erste Hilfe nach Hackingangriffen gründen. Eine Organisation, deren Mitglieder ihr Wissen über Sicherheitslücken austauschen, die Attacken gemeinsam abwehren und sich verpflichten, keinem Staat bei Angriffen zu helfen.

Microsoft Deutschland – Pressemitteilung | Süddeutsche.de | ZEIT ONLINE | WinFuture.de | YouTube

Klage wegen Überwachung am Internetknoten DE-CIX

Zentrale des BND in Berlin

16. September 2016

Es bestehen große Zweifel, ob die sogenannte strategische Fernmeldeaufklärung des Bundesnachrichtendienstes (BND) nach dem G10-Gesetz rechtens ist. Der BND wird jetzt vor dem Bundesverwaltungsgericht in Leipzig verklagt, um die Rechtmäßigkeit der praktisch durchgeführten Massenüberwachung prüfen zu lassen.
Eingereicht hat die Klageschrift die DE-CIX Management GmbH, die das Telekommunikationsgeheimnis ihrer Kunden verletzt sieht. Der weltweit größte Netzknoten für Telekommunikationsdaten des DE-CIX in Frankfurt/Main hat im letzten Jahr sein zwanzigjähriges Bestehen gefeiert, dort wird ein erheblicher Teil der europäischen Kommunikation abgewickelt. Alle großen Telekommunikationsanbieter sind dort Kunden, etwa zwei Drittel sind aus Deutschland und der EU. Das macht ihn zu einem attraktiven Ziel für Geheimdienste: DE-CIX erhält Überwachungsanordnungen des BND und muss sie technisch umsetzen.
Dass Kabel angezapft werden, um Daten aus dem In- und Ausland an die BND-Zentrale zu liefern, ist kein Geheimnis mehr. Fast zweihundert Länder, inklusive verbündeter Staaten, umfasst das Interessengebiet des BND. Wie weit das aber legal ist und in welcher Form, ist umstritten…
Der ehemalige Präsident des Bundesverfassungsgerichts, Prof. Dr. Hans-Jürgen Papier, hat in einer gutachterlichen Stellungnahme die Rechtmäßigkeit der Anordnungen zur strategischen Fernmeldeaufklärung untersucht. In dem Gutachten sind neben den gesetzlichen Grundlagen und dem Verfassungsrecht auch Fragen in Bezug auf die Charta der Grundrechte der EU angesprochen. DE-CIX sieht sich durch das Gutachten bestätigt und verweist für die heutige Einreichung der Klage auf „gewichtige Zweifel“, dass die derzeitige Überwachungspraxis rechtmäßig ist…
Hans-Jürgen Papier bezieht dazu in seinem Gutachten für das Telekommunikationsgeheimnis nach Artikel 10 eine klare Position:
Nach heute weit überwiegender Rechtsauffassung in der Literatur kommt gerade dem Grundrecht aus Art. 10 I GG keine auf das Territorium der Bundesrepublik Deutschland begrenzte Schutzwirkung zu.
Das bedeutet, dass das Telekommunikationsgeheimnis auch dann greift, wenn der BND ausländische Telekommunikation von im Ausland lebenden Menschen mitschneidet… (Auszug aus netzpolitik.org CC by-nc-sa)

netzpolitik.org | ZEIT ONLINE

UN: Internetzensur ist eine Menschenrechtsverletzung

Human Right Council - 32nd Session
Bild: UN Geneva

1. Juli 2016

Edward Snowden twittert:

Gute Nachrichten heute: @UN Menschenrechtsrat bekräftigt Online-Rechte, verurteilt das Stören oder Abschalten des Internets.

Die Entschließung zum Thema "Förderung, Schutz und Genuss der Menschenrechte im Internet" ist die gemeinsame Initiative von Brasilien, Nigeria, Schweden, Tunesien, der Türkei und den Vereinigten Staaten von Amerika.
Sie bekräftigt, dass "die gleichen Rechte, die Menschen offline haben, auch online geschützt werden müssen".

Der UN Menschenrechtsrat verurteilt "offensichtliche Maßnahmen die darauf abzielen, einen Zugang zum Internet zu verhindern oder die Verbreitung von Information online zu stören". Dies sei eindeutig eine Menschenrechtsverletzung.

Article 19 | derStandard.at

Newsfeeds aus der digitalen Welt

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Digital: Alles digital

Internet, Schönes wie Kritisches zur Netzkultur, und ganz viel zum Spielen.

Kein Witz, es werden immer noch Spiele für den C64 entwickelt: Etwa "Sam's Journey", ein wunderbares Jump-'n'-Run-Abenteuer. Grafik und Soundtrack sind fantastisch.
Author: ZEIT ONLINE: Games - Tobias Költzsch
Posted: 17.2.2018 08:16
Der Kurs der Digitalwährung Bitcoin steigt und steigt. Erklären lässt sich das letztlich mit der ungewöhnlichen Fangemeinde aus Idealisten, Verzweifelten und Investoren.
Author: ZEIT ONLINE: Internet - Friedemann Brenneis
Posted: 16.2.2018 10:41
US-Geheimdienste warnen nicht zum ersten Mal vor Smartphones chinesischer Hersteller. Es geht um Hintertüren, Spionage – aber vor allem um den Einfluss Chinas.
Author: ZEIT ONLINE: Mobil - Eike Kühl
Posted: 15.2.2018 18:04
Gelöschte Nutzerdaten, heimlich geänderte AGB: Die EU-Kommission wirft Facebook und Twitter mangelnden Verbraucherschutz vor. Vorgehen kann sie dagegen aber nicht.
Author: ZEIT ONLINE: Internet -
Posted: 15.2.2018 07:51
Mit "Shadow of the Colossus" erscheint jetzt das Remake eines Spieleklassikers. Es ist ein besseres Game geworden. Und steht genau deshalb im Schatten des Originals.
Author: ZEIT ONLINE: Games - Christian Huberts
Posted: 14.2.2018 17:29
Union und SPD wollen das Amt nicht, Start-ups und Branchenverbände schon: In einer Petition fordern sie eine Ministerin oder einen Minister für Digitales. Viel Erfolg!
Author: ZEIT ONLINE: Internet - Jens Tönnesmann
Posted: 14.2.2018 16:43
Für Cryptojacking werden Computer gekapert, um im Hintergrund Kryptowährungen zu schürfen. Die Schadsoftware ist nun auch in kritische Infrastruktur eingedrungen.
Author: ZEIT ONLINE: Datenschutz - Eike Kühl
Posted: 13.2.2018 18:27
Bei weißen Männern funktioniert Gesichtserkennung von Microsoft und IBM mit 99 Prozent Genauigkeit. Ganz anders sieht es bei schwarzen Frauen aus, zeigt eine neue Studie.
Author: ZEIT ONLINE: Internet - Oliver Nickel
Posted: 12.2.2018 21:05
Egal ob hirnlose Kindervideos, Falschmeldungen oder russische Wahlbeeinflussung: Was wir im Internet sehen, bestimmen Maschinen. Ihre Macht wird immer größer.
Author: ZEIT ONLINE: Digital - Christoph Drösser
Posted: 12.2.2018 18:04
Verbraucherschützer haben vor dem Landgericht Berlin einen Erfolg gegen Facebook erzielt: Das Unternehmen muss Teile seiner Nutzungsbedingungen ändern.
Author: ZEIT ONLINE: Datenschutz -
Posted: 12.2.2018 13:57
Wer die Perspektive wechselt, bekommt bekanntlich neue Ansichten. Das gilt auch für Luftaufnahmen unserer Erde. Wir zeigen die Gewinner des SkyPixel Photo Contest.
Author: ZEIT ONLINE: Internet -
Posted: 10.2.2018 18:37
Viehzüchter, Texter von Grateful Dead, Internetaktivist: John Perry Barlow hatte im Leben viele Berufe. Bis zuletzt kämpfte er für Meinungsfreiheit und Nächstenliebe.
Author: ZEIT ONLINE: Internet - Astrid Herbold
Posted: 9.2.2018 14:43
Vom Neuland ins Digitalland? Im Koalitionsvertrag versprechen CDU, CSU und SPD schnelles Internet, vernetzte Schulen und sogar olympischen E-Sport. Ein Realitätscheck
Author: ZEIT ONLINE: Internet - Eike Kühl
Posted: 8.2.2018 16:10
Er kämpfte für die Unabhängigkeit des Internets: John Perry Barlow, Gründer der Organisation EFF und Texter von Grateful Dead, ist im Alter von 70 Jahren gestorben.
Author: ZEIT ONLINE: Internet - Werner Pluta
Posted: 8.2.2018 12:05
Der Chrome-Browser blockiert bald nervige Werbeformate wie Pop-ups und selbstabspielende Videos. Davon sollen alle profitieren – sogar die Werbebranche, behauptet Google.
Author: ZEIT ONLINE: Internet - Eike Kühl
Posted: 7.2.2018 17:40

Newsfeeds zur Netzpolitik und Netzwerkkultur

Hier werden originale Newsfeeds von SPIEGEL ONLINE und netzpolitik.org zu verschiedenen Aspekten der Netzpolitik und Netzwerkkultur eingespielt (mit freundlicher Genehmigung von SPIEGEL ONLINE und netzpolitik.org).

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SPIEGEL ONLINE - Netzwelt

Nachrichten zu Internet und Technik, Handys und Computern. Aktuelle Reportagen, Analysen, Service.

Projekt mit intelligenten Kameras: Rennen und Fallen sind in Mannheim bald verdächtig

Hektische Bewegungen im öffentlichen Raum sollen in Mannheim künftig Alarm auslösen, dank eines Systems an intelligenten Kameras. Die Verantwortlichen versprechen mehr Sicherheit.
Veröffentlicht: 15.2.2018 15:10

Propaganda und Desinformation im Netz: Europa will mehr löschen lassen

Ob islamistische Propaganda-Videos, strafbare Hassbotschaften oder Urheberrechtsverletzungen: In der EU und den Mitgliedstaaten entstehen derzeit verschiedene Pläne für verschärfte Maßnahmen gegen illegale Netzinhalte.
Veröffentlicht: 15.2.2018 10:52

Chrome Filter: Das hat es mit Googles Werbefilter auf sich

Am Donnerstag bekommt Googles Webbrowser Chrome einen Werbefilter. Dazu, dass Chrome-Nutzer fortan keine Onlinewerbung mehr sehen werden, führt die Funktion aber nicht.
Veröffentlicht: 14.2.2018 07:15

Handel mit Sicherheitslücken: Der perfekte iPhone-Hack kostet zwei Millionen Dollar

Die Preise haben sich in den letzten Jahren zum Teil verzehnfacht: Wer bisher unbekannte IT-Schwachstellen verkauft, kann dafür Millionen verlangen. Denn Hacken wird schwieriger - und der Bedarf wächst.
Veröffentlicht: 10.2.2018 15:48

Regierungspläne von Union und SPD: Überwachung geht immer

Wenn Union und SPD in der Vergangenheit von Digitalisierung gesprochen haben, meinten sie häufig Überwachung. Das würde auch für eine neue GroKo gelten. Es fehlt das Bürgerrechts-Korrektiv.
Veröffentlicht: 7.2.2018 12:30

Verhandlungen zwischen Union und SPD: So digital wäre eine GroKo

"Große Schritte" wollen Union und SPD wagen - beim Ausbau der Glasfasernetze, in der IT-Sicherheit und der digitalen Verwaltung. Doch im Kleingedruckten stutzen die Parteien ihre Ziele zusammen.
Veröffentlicht: 7.2.2018 12:29

Neue Datenschutzregeln: "Es wird kein Pardon geben"

Ab Ende Mai gelten in Europa neue Regeln für den Datenschutz. Der EU-Parlamentarier Jan Philipp Albrecht warnt Unternehmen, die noch immer schlecht vorbereitet sind, vor harten Sanktionen.
Veröffentlicht: 2.2.2018 15:32

Smartphone-Überwachung: Grünes Licht für den gekauften Staatstrojaner

Einem Medienbericht zufolge darf das BKA seit einigen Tagen die kommerziell vertriebene Überwachungssoftware FinFisher/FinSpy einsetzen. Die Behörde hatte sie schon 2013 angeschafft.
Veröffentlicht: 2.2.2018 12:55

Sitz der Afrikanischen Union: Chinas Geschenk war angeblich verwanzt

Das Hauptquartier der Afrikanischen Union war ein 200-Millionen-Dollar-Geschenk Chinas. Einem Medienbericht zufolge stellte sich später heraus, dass es verwanzt war. Chinas Botschafter dementiert.
Veröffentlicht: 30.1.2018 11:25

BKA-Überwachungssoftware: Der Staatstrojaner bleibt im Dunkeln

Der Staatstrojaner des BKA wird mittlerweile eingesetzt, die Bundesregierung will aber am liebsten gar nichts dazu sagen. Nicht einmal, wer ihn geprüft hat. Die Linke findet das "besonders problematisch".
Veröffentlicht: 29.1.2018 16:28

Debatten-Podcast von Sascha Lobo: Die Jungen machen einfach, worauf sie Lust haben

Die Jugendschelte ist der Neid auf eine neue Generation, die die Erfolgssymbole der Alten einfach ignoriert - das schrieb Sascha Lobo in seiner jüngsten Kolumne. Im Podcast reagiert er auf Kommentare, Fragen und Kritik der Leser.
Veröffentlicht: 28.1.2018 10:08

Medienbericht: BKA setzt offenbar schon Staatstrojaner ein

Der Bundestrojaner soll Millionen gekostet haben, dann gab es Zweifel an der Tauglichkeit der Software. Doch womöglich ist die Handy-Überwachung längst im Einsatz.
Veröffentlicht: 26.1.2018 20:22

Cozy Bear: Niederländischer Geheimdienst soll russische Hacker überwacht haben

Die Aufdeckung russischer Einflussnahme auf die US-Wahl soll auf Informationen aus den Niederlanden beruhen. Medien zufolge hatte der Geheimdienst AIVD die russische Hackergruppe Cozy Bear infiltriert.
Veröffentlicht: 26.1.2018 11:12

Debatte um Peilsender in Schultaschen: Der Spion im Ranzen

Die Stadt Wolfsburg hat ein Projekt gestoppt, bei dem Schüler Peilsender bei sich tragen, die künftig mit Autos sprechen sollen. Solche Systeme sollen Unfälle vermeiden, Datenschützer fürchten totale Überwachung.
Veröffentlicht: 25.1.2018 15:32

Europäischer Gerichtshof: Sammelklage gegen Facebook nicht zulässig

Der Datenschützer Max Schrems wollte in Österreich mit einer Sammelklage gegen Facebook vorgehen. Unzulässig, entschied nun der Europäische Gerichtshof. Schrems darf aber selbst gegen den Konzern klagen.
Veröffentlicht: 25.1.2018 08:57

Deutschlands digitale Zukunft: WLAN im Nahverkehr bis 2050? - "Für Konservative ein enormes Tempo"

Vernetzungspläne der CSU verwirren mit der Jahreszahl 2050, die Anwaltswelt ärgert sich weiter über beA, und unsere Leser dichten wie die Polizei Aachen: Das und mehr im Newsletter aus der Netzwelt.
Veröffentlicht: 22.1.2018 14:43

Zukunft der Sozialdemokratie: Die neue Hoffnung der SPD

Die SPD sollte sich dem Fortschritt zuwenden und auf Digitalisierung setzen - weil es zu ihr passt, schrieb Sascha Lobo in seiner jüngsten Kolumne. Im Podcast reagiert er nun auf Kritik der Leser.
Veröffentlicht: 21.1.2018 11:17

Debatte ums NetzDG: EU-Justizkommissarin zweifelt am Maas-Gesetz

Welches ist die beste Strategie gegen Hass im Netz? Was das Löschen einschlägiger Postings anbelangt, setzt EU-Kommissarin Jourová weiter auf Freiwilligkeit im Umgang mit Konzernen - anders als Deutschland.
Veröffentlicht: 19.1.2018 11:04

EU-Firmenvergleich: In diesen Ländern surft man schneller als in Deutschland

Deutsche Unternehmen haben oft nur langsames Internet. Das zeigt ein EU-Vergleich des Statistischen Bundesamts. Sieben Prozent der Firmen haben gar kein Netz.
Veröffentlicht: 19.1.2018 10:18

Umstrittenes Anwaltspostfach beA: Die digitale Dauerbaustelle

Das Anwaltspostfach beA hat Millionen gekostet - ist aber wegen Sicherheitsproblemen offline. Experten fordern nun, dass der Programmcode veröffentlicht wird. Die Bundesrechtsanwaltskammer zögert.
Veröffentlicht: 19.1.2018 10:08

netzpolitik.org

Plattform für digitale Freiheitsrechte

CC-BY-NC-ND 2.0 Bartolomej JahodaNach einem Jahr Haft ist der Journalist Deniz Yücel freigekommen. Vodafone muss erstmals Netzsperren einrichten, das OpenSCHUFA-Projekt will den intransparenten Scoring-Algorithmus rekonstruieren. Unterdessen haben wir uns weitere Themenfelder im Koalitionsvertrag näher angesehen, darunter die IT-Sicherheits- und die digitale Wirtschaftspolitik.
Author: Marie Bröckling
Posted: 17.2.2018 06:31
Die geplante schwarz-schwarz-rote Koalition will deutschen Start-ups den Zugang zur Plattformökonomie erleichtern. Gemeinfrei-ähnlich freigegeben durch unsplash.com Jungwoo HongDie meisten digitalen Plattformen stammen nicht aus Europa. Das wollen CDU, CSU und SPD nun ändern und eine neue Start-up-Kultur in Deutschland einläuten. Gelingen soll das mit mehr Wagniskapital, mehr Steuergerechtigkeit und einem modernisierten Kartellrecht. Dabei versäumt die Koalition jedoch, alternative Modelle zu stärken.
Author: Leon Kaiser
Posted: 17.2.2018 06:00
Verschiede Richtungen in der IT-Sicherheitspolitik führen zu keinem guten Ergebnis. CC-BY-NC 2.0 Peter EijkmanImmer mehr IT-Sicherheitslücken erhöhen den Handlungsdruck auf die Politik, Strategien für mehr IT-Sicherheit zu finden. Das wollen die Koalitionäre in spe angehen, doch die Vorschläge sind unkonkret. Und es geht weiter wie in den letzten Jahren: Die Wirtschaft soll Sicherheitslücken schließen, staatliche Stellen wollen sie weiter ausnutzen.
Author: Anna Biselli
Posted: 16.2.2018 13:56
Putzig, aber tödlich: Autonome Waffensysteme stehen nicht unter direkter menschlicher Kontrolle. CC public domain PascalWissenschafter und Aktivisten warnen seit längerem vor dem Einsatz autonomer Waffensysteme. Die deutsche Bundeswehr hat nun offiziell ausgeschlossen, solche Systeme ankaufen zu wollen. „Wir haben eine sehr klare Position. Wir haben keine Absicht, autonome Systeme zu erwerben“, sagte Generalleutnant Ludwig Leinhos, dem das „Kommando Cyber- und Informationsraum“ untersteht, gestern im Vorfeld der Münchner Sicherheitskonferenz. Er […]
Author: Alexander Fanta
Posted: 16.2.2018 12:46
All rights reserved privatNach mehr als einem Jahr Haft in einem türkischen Gefängnis ist Deniz Yücel endlich frei. Wir wollen noch mehr Freilassungen. Ein Kommentar.
Author: Markus Reuter
Posted: 16.2.2018 11:34
CC-BY-SA 2.0 Mike TowberDie EU-Kommission hat eine Übersicht über Fortschritte und Mängel bei den AGB von Social-Media-Plattformen veröffentlicht. Darin wird deutlich, was viele schon lange anprangern: Wenn es um die Löschung von Konten und Nutzerinhalten geht, haben Nutzer nicht genügend Informations- und Widerspruchsrechte.
Author: Ingo Dachwitz
Posted: 15.2.2018 18:43
Diese Formen von Werbung am Handy setzt Google auf die schwarze Liste All rights reserved Coalition for Better AdsDer Chrome-Browser von Google soll ab heute allzu nervige Online-Werbung mit Hilfe eines integrierten Adblockers unterbinden, etwa Popup-Werbung oder Autoplay-Videos mit Ton. Die Maßnahme ist der sichtbarste Schritt der „Coalition for Better Ads“, die Google mit Facebook und anderen initiiert hatte. Kernanliegen des Zusammenschlusses, dem auch Axel Springer und der Bundesverband der Digitalwirtschaft angehören, ist […]
Author: Alexander Fanta
Posted: 15.2.2018 12:05
Europol hat bereits 40.714 Internetinhalte bei Facebook & Co zur Entfernung gemeldet. Etwa so hoch ist auch die Zahl der Dateien im „Uploadfilter“ der Firmen. CC-BY-NC 2.0 DeleteDie Vorgaben des deutschen Netzwerkdurchsetzungsgesetzes könnten auf EU-Ebene Schule machen. Die EU-Kommission droht schon mit gesetzgeberischen Maßnahmen zur Entfernung von beanstandeten Internetinhalten, gefordert wird die Löschung innerhalb einer Stunde. Das ehemals freiwillige "EU Internet Forum" aus Unternehmen und staatlichen Akteuren wird immer mehr zur Zwangsveranstaltung.
Author: Matthias Monroy
Posted: 15.2.2018 12:00
Viele netzpolitische Veranstaltungen finden in Berlin oder anderen größeren Städten statt. Das ist schade, denn viele können so nicht dabei sein. Die Bundeszentrale und 15 Landeszentralen für politische Bildung haben sich nun zusammengetan, um bundesweite Aktionstage zu Netzpolitik & Demokratie zu organisieren. Zwischen dem 7. und 9. Juni 2018 sollen an möglichst vielen Orten unterschiedliche […]
Author: Anna Biselli
Posted: 15.2.2018 11:33
Nicht immer ist Überwachung so leicht zu erkennen wie hier. Gemeinfrei-ähnlich freigegeben durch unsplash.com Nathaniel dahanDie Journalistin Laura Meschede hat für die FAZ zu Überwachung recherchiert. Sie macht sich auf eine Reise, die sie von der Volkszählung 1983 bis zu den großen Datenkonzernen unserer Zeit führt. Auch Social Scoring, Geheimdienste und Predicitive Policing thematisiert Meschede, der ausführliche Artikel ist mit Statistiken, Videosequenzen und Interviews aufgelockert. 14.02.2018 · Wir werden überwacht, […]
Author: Anna Biselli
Posted: 15.2.2018 09:24
Der Comedian Nico Semsrott wirbt um Datenspenden für OpenSCHUFA. CC0 Diskriminiert die Schufa? Das will das Projekt OpenSCHUFA ab heute herausfinden. Es ruft alle Menschen dazu auf, kostenlos ihren Schufa-Score anzufragen - und anschließend die Daten zu spenden. Mit einer eigens entwickelten Software will OpenSCHUFA das Schufa-Scoring rekonstruieren.
Author: Arne Semsrott
Posted: 15.2.2018 06:20
Digitalverbände wollen, dass ein Minister den Hut für die Digitalisierung auf hat. Dafür werben sie mit einer Petition. CC-BY-NC-ND 2.0 SushicamEin Bündnis vornehmlich aus Startup- und Wirtschaftsverbänden fordert in einer Petition, dass Union und SPD für die mögliche zukünftige Regierungszeit einen Digitalminister ernennen. Im Petitionstext heißt es: Aufgrund der schlechten Erfahrung mit über zahlreiche Ministerien verteilten Zuständigkeiten ohne echte Koordinierung haben CDU und CSU in ihrem gemeinsamen Regierungsprogramm die Schaffung eines Digitalstaatsministers im Bundeskanzleramt versprochen. […]
Author: Markus Reuter
Posted: 14.2.2018 15:59
Union und SPD wollen das Betreiben krimineller Infrastrukturen bestrafen. Die Frage ist: Was ist damit gemeint? (Symbolbild) Gemeinfrei-ähnlich freigegeben durch unsplash.com Ciprian LipenschiUnion und SPD wollen "das Betreiben krimineller Infrastrukturen" strafbar machen. Hinter der Formulierung könnte sich ein neuer Straftatbestand verbergen, der Betreiber ganz anderer Infrastrukturen in den Fokus bringt oder aber die Aufwärmung des umstrittenen Projektes des "digitalen Hausfriedensbruchs".
Author: Markus Reuter
Posted: 14.2.2018 15:23
Facebook will seinen Nutzern noch mehr über die Schulter schauen. Gemeinfrei-ähnlich freigegeben durch unsplash.com Annie SprattDer VPN-Dienst Onavo, den Facebook seinen Nutzern unter dem Versprechen von verbesserter Sicherheit schmackhaft machen will, dient unter anderem dazu, das Surf- und Nutzungsverhalten noch besser zu überwachen. Darüber hatten wir bereits im vergangenen Sommer berichtet. Nun integriert die kommerzielle Überwachungsplattform das hauseigene Angebot direkt in die Facebook-App von US-Nutzern, unter der irreführenden Bezeichnung „Schutz“. […]
Author: Tomas Rudl
Posted: 14.2.2018 12:27
Mehrere Milliarden Euro will die Bundesregierung für den Breitbandausbau ausgeben. Doch von dem Geld kommt nur ein Bruchteil an. Es ist zum Haare raufen. Gemeinfrei-ähnlich freigegeben durch unsplash.com Tim GouwHunderte Millionen wollte die Bundesregierung im Vorjahr in den Breitbandausbau stecken, doch nur ein Bruchteil davon ist angekommen. Das unterstreicht aufs Neue, wie hoch der Nachholbedarf bei der digitalen Infrastruktur ist. Radikal umdenken will die geplante neue Bundesregierung aber nicht und schafft stattdessen neue Baustellen.
Author: Tomas Rudl
Posted: 14.2.2018 11:15
Floria Prokop testet das "Data Detox"-Kit (Screenshot)Unternehmen sammeln jede Menge Daten über ihre NutzerInnen. Doch die sind dem nicht einfach ausgeliefert. In der neuen Folge unseres Webvideo-Formats about:blank unternimmt Florian Prokop den Selbstversuch im „Data Detox“.
Author: Marie Bröckling
Posted: 13.2.2018 16:18
Der Kommissionsentwurf zu den Empfehlungen für den Umgang mit illegalen Inhalten im Netz lässt den Plattformen freie Hand beim Zensieren CC-BY 2.0 ScreenshotIn einem Entwurf für eine formelle Empfehlung an die Mitgliedstaaten spricht sich die EU-Kommission dafür aus, Internet-Plattformen wie Facebook und Youtube das Löschen aller möglicherweise rechtswidrigen Inhalte nahezulegen – ohne dabei aber zugleich auf Sicherheitsmaßnahmen gegen ausufernde Zensur durch die Plattformen zu drängen. Das schreibt die Bürgerrechtsorganisation European Digital Rights (EDRi) am Dienstag unter Berufung […]
Author: Alexander Fanta
Posted: 13.2.2018 15:37
Die Folge "Nosedive" aus der dystopischen Serie Black Mirror zeigte eine Welt auf, in der es nur noch um den sozialen Score geht. All rights reserved Netflix / PRWir sind längst auf dem Weg in den Überwachungsstaat, sagt der Psychologe Gerd Gigerenzer. Big Data und Scoring-Systeme würden so schnell voranschreiten, dass man dringend eine Wertediskussion führen müsse, damit wir nicht weiter von der Technik getrieben würden. Die gesellschaftliche und psychologische Dimension blieben in der Digitalisierungsdebatte außen vor: „Wir reden von Technik und nicht […]
Author: Markus Reuter
Posted: 13.2.2018 14:55
CC0 WokandapixSeit 2012 wird in Deutschland intensiv über Potentiale offen lizenzierter Lehr- und Lernunterlagen diskutiert. In Hamburg werden jetzt nicht nur in größerem Stil mit öffentlichen Mitteln solche Open Educational Resources (OER) finanziert, es werden auch eingereichte Materialien quasi zertifiziert.
Author: Leonhard Dobusch
Posted: 13.2.2018 11:45
Das Land Sachsen-Anhalt muss ein Gutachten zur Justizvollzugsanstalt Burg herausgeben. CC-BY-SA 2.0 Arne ListDas Justizministerium Sachsen-Anhalt muss Einsicht in ein Gutachten von Ernst & Young zur Privatisierung eines Gefängnisses gewähren. Wie das Verwaltungsgericht Magdeburg entschied, kann die Auskunft nicht wegen der Urheberrechte Dritter verweigert werden.
Author: Arne Semsrott
Posted: 13.2.2018 11:40
Wer dieses G20-Mobilsierungsvideo geliked oder geteilt hat, könnte in Bremen Probleme bekommen. (Screenshot) All rights reserved YouTubeDer Inlandsgeheimdienst der Hansestadt rückt offen zugänglichen Internetinhalten mit „analytischen Methoden“ auf die Pelle. Damit will der Dienst „Terrorpropaganda von Islamisten“ und „linksextreme Mobilisierungsvideos“ aufspüren. Wer oft das Wort „Dialog“ benutzt, hat wenig zu befürchten.
Author: Matthias Monroy
Posted: 13.2.2018 07:29
Ich hab Polizei: Die Offenbacher "Präventions-App" All rights reserved Polizei HessenDas Offenbacher Präsidium ist die erste deutsche Polizeibehörde, die mittels einer App Push-Nachrichten auf Smartphones versendet. Die als Prävention gedachten Warn- und Verhaltensmeldungen könnten das subjektive Unsicherheitsgefühl der Menschen weiter befeuern.
Author: Matthias Monroy
Posted: 12.2.2018 19:41
Unter Pseudonym veröffentlicht: "Alice im Wunderland" von Charles Dodgson aka Lewis Carroll. Gemeinfrei-ähnlich freigegeben durch unsplash.com Annie SprattErneute juristische Schlappe für Facebook: Voreinstellungen wie die standardmäßige Aktivierung der Ortsübermittlung im Messenger verstoßen gegen deutsches Recht. Auch der vom Unternehmen betriebene Klarnamenzwang ist laut einem Gerichtsurteil rechtswidrig. Eine Grundsatzentscheidung im Dauerstreit um das Recht auf pseudonyme Kommunikation vermied das Landgericht Berlin jedoch.
Author: Ingo Dachwitz
Posted: 12.2.2018 14:30
Ob mit dem Handy, Tablet oder PC: Österreichs Polizisten werden beim Zugriff auf sensible Daten künftig weniger kontrolliert CC-BY-ND 2.0 BMI/Karl SchoberDer rechte FPÖ-Innenminister Herbert Kickl lässt den Behörden künftig deutlich mehr Spielraum beim Umgang mit hochsensiblen Daten. Einzelzugriffe der Polizei auf die Kriminaldatenbank sollen für kürzere Zeit protokolliert werden, automatische Abfragen gar nicht mehr. Der Gesetzesentwurf stößt sogar in der eigenen Verwaltung auf Kritik.
Author: Alexander Fanta
Posted: 12.2.2018 14:11
Das Landgericht München I hat Vodafone dazu verdonnert, den Zugang zum Streaming-Portal kinox.to zu sperren. Public Domain Benedikt GeyerNach einschlägigen Gerichtsurteilen der letzten Jahre lässt die Filmindustrie nun ihre Muskeln spielen. Auf Antrag von Constantin Film muss Vodafone den Zugang zum Streaming-Portal kinox.to sperren. Zudem darf der Netzbetreiber IP-Adressen von Kunden nicht löschen, die auf eine derzeit unbekannte Tauschbörse zugegriffen haben.
Author: Tomas Rudl
Posted: 12.2.2018 14:07

Newsfeed zum Schwerpunkt Datensicherheit (Security)

News zum Thema Computer-Sicherheit | heise Security

HungryFEED can't get feed. Don't be mad at HungryFEED. SimplePie reported: A feed could not be found at http://www.heise.de/security/news/news-atom.xml. A feed with an invalid mime type may fall victim to this error, or SimplePie was unable to auto-discover it.. Use force_feed() if you are certain this URL is a real feed.

Schlachtfeld Internet

12. Januar 2015

Das Internet ist das System, das in Zukunft die Macht von Staaten, Institutionen oder auch Unternehmen massiv bestimmen wird. Deutschland ist Angriffsmittelpunkt, ist aber auf solche Attacken nicht ausreichend vorbereitet. Digital sind wir schon lange im Krieg. Staatliche Organisationen greifen gezielt unsere Wirtschaft an, stehlen Informationen. Geheimdienste durchsuchen permanent das gesamte Internet, um Schwachstellen für potentielle Angriffe zu finden.
Edward Snowden enthüllt den streng geheimen Haushaltsplan der US-Geheimdienste, das sog. Black Budget:
Die NSA will jederzeit Zugriff auf Systeme anderer Länder haben… Ziel ist eine lückenlose Kontrolle über das gesamte Internet.
„Ausbau der Übernahme von Systemsteuerungen, um Informationen und technische Daten zu erhalten unter anderem über Öl- und Gasleitungen und Transportsysteme sowie Systemsteuerungen von Elektrizitätswerken.“

„Operation Eikonal“ (3)

8. Oktober 2014

Christian Flisek, der Obmann der SPD im NSA-Untersuchungsausschuss, erklärte in einem Pressegespräch, dass nicht der BND, sondern die NSA selbst die Datenweiterleitung von "Operation Eikonal" beendet habe. Dies gehe aus streng geheimen Akten hervor, die dem NSA-Untersuchungsausschuss vorliegen. Flisek bestätigte, dass die sogenannte G10-Kommission, die für die parlamentarische Kontrolle von Abhöraktionen nach dem G10-Gesetz zuständig ist, nicht über die Kooperation informiert worden sei.
Es gibt zum Teil "abwegige Rechtsauffassungen" beim BND. "Das bestärkt uns auch als SPD darin, dass wir hier an den Rechtsgrundlagen entsprechend arbeiten müssen", sagte Flisek.
Die Abgeordneten im NSA-Untersuchungsausschuss sind an strenge Geheimhaltungsvorschriften gebunden. Der Vorsitzende des Ausschusses, Sensburg (CDU), will den Vorgang prüfen…

öffentliche Meinung manipulieren…

15. Juli 2014

Der britische Geheimdienst GCHQ ist noch skrupelloser als die US-amerikanische NSA. Er überwacht nicht nur das Internet, er will die öffentliche Meinung manipulieren. Eine Einheit des britischen Geheimdienstes, die Joint Threat Research Intelligence Group (JTRIG), listet in einem streng geheimen Katalog stolz ihre Fähigkeiten auf.
Der Geheimdienst kann mit eigenen Programmen Inhalte im Internet beeinflussen. So besitze die Organisation die Fähigkeiten, Online-Abstimmungen und Klickzahlen zu manipulieren, das Netz mit Propaganda zu fluten, Rufmordkampagnen, Realitätsverzerrung zu inszenieren sowie Inhalte auf Videoplattformen zu zensieren.

Fragen an Experten auf der Netzkonferenz EuroDIG – Jan Malinowski

Fragen an Experten auf der Netzkonferenz EuroDIG: Jan Malinowski leitet die Abteilung für die Informationsgesellschaft und Internet Governance beim Europarat in Straßburg.

Das Internet hat als Zusammenarbeit begonnen, als freier Raum für alle, als Vermächtnis an die Menschheit, weil es zu groß war, um jemand Speziellem zu gehören. Meiner Meinung stammt das größte Risiko aus dem aktuellen Trend, das zu ignorieren und Teile dieses Raums zu kolonisieren oder zu übernehmen, um sie ganz allein auszubeuten, zum Beispiel durch übermäßige Behauptung von Urheberrechten, durch Einschränkungen des Rechts zu schöpfen und zu erfinden, die zu Patentkriegen führen, durch die Ausbeutung von Big Data oder indem das Internet als Gelegenheit genutzt wird, einen totalen Überwachungsstaat zu errichten. All das bedroht das Wesen des Internets, seine Universalität, Integrität und Offenheit im Rahmen der Menschenrechte, ob es um die Redefreiheit oder die Privatsphäre online geht.

Quelle: Fragen an Experten auf der Netzkonferenz EuroDIG – Jan Malinowski leitet die Abteilung für die Informationsgesellschaft und Internet Governance beim Europarat in Straßburg.

Rechte jedes Bürgers wurden verletzt

Glenn Greenwald / Laura Poitras

27. Mai 2014

Der „Stern“ hat ein E-Mail-Interview mit Edward Snowden geführt.
Die digitalen Spuren, sagt Snowden, verrieten einem guten Analysten wie ihm alles über einen Menschen:

"Wo Sie leben, wen Sie bei der nächsten Wahl wählen und auch, wen Sie lieben."

Anhand von Registrierungsdaten an Mobilfunkmasten etwa könne man fast lückenlos nachvollziehen, wie sich ein Mensch bewege und mit wem er sich treffe.

"Indem ich die Daten verbinde und analysiere, weiß ich nicht nur, wann Sie ins Bett gegangen sind – ich weiß auch mit wem."
"Um es klar zu sagen: Die verfassungsgemäßen Rechte jedes Bürgers in Deutschland wurden verletzt."

Und Snowden betont, dass die deutschen Geheimdienste mit im Boot sind!

Submarine Cable Map

The Submarine Cable Map is a free resource from TeleGeography. Data contained in this map is drawn from the Global Bandwidth Research Service and is updated on a regular basis.
Screencopy Submarine Cable Map

Datenschutz…?

Bild: CC-by-nc-sa Patrick Schulze/Flickr

3. Mai 2014

Als hätte es den NSA-Skandal nicht gegeben: Die EU will den USA jetzt ganz freiwillig Bürgerdaten liefern.
Bis zum Sommer soll ein transatlantisches "Datenschutz-Rahmenabkommen" stehen, das eine "erleichterte Übertragung von Daten" zur "Verhinderung, Aufdeckung, Ermittlung und Verfolgung von Straftaten" möglich machen soll.
Neben der massenhaften Übermittlung von Daten über unverdächtige Personen ist die Erstellung von "Profilen" vorgesehen, etwa zur automatisierten Sortierung Einreisender in die USA in "Gefahrenklassen".
Der Europäische Datenschutzbeauftragte warnt bereits länger, das Abkommen könnte "massenhafte Datenlieferungen im Bereich der Strafverfolgung legitimieren, die besonders schwerwiegende Auswirkungen auf den Einzelnen haben".